Bindehautentzündung

Symptome der Konjunktivitis

Die Konjunktivitis oder die Krankheit der rosa Augen bezeichnet man als Entzündung der Augapfelbindehaut. So heißt die äußere feine Hülle, die die Sklera und die mediale Oberfläche des Augapfels abdeckt.

Die Konjunktivitis ist eine weit verbreitete ophthalmologische Pathologie, deren Gefahr nicht selten unterschätzt wird. Der häufigste Grund für eine Konjunktivitis bei Kindern ist die Keimverschleppung ins Auge durch schmutzige Hände. Zur Entstehung einer Konjunktivitis bei Kindern tragen Vitaminmangelkrankheiten, allergische Reaktionen sowie langdauernde Rhinitis mit begleitenden entzündlichen Prozessen in der Nase bei.

Bei Erwachsenen wird als häufigste Ursache für die Konjunktivitis Arbeit unter Bedingungen langanhaltender Einwirkung von Staub, chemischen Substanzen oder Aerosolen angenommen. Die Konjunktivitis können zudem Verstöße des Stoffwechsels im Organismus, Erkrankungen des Augapfels (zum Beispiel Trachom oder Blepharitis) sowie Refraktionsstörungen wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus hervorrufen.

Symptome der Konjunktivitis

Zu den Symptomen der Konjunktivitis gehören die Beschwerden des Patienten über das Gefühl von Brennen oder Jucken in den Augen. Patientinnen mit Symptomen einer Konjunktivitis leiden häufig an verminderter Sehfähigkeit und Lichtscheu. Bei schwereren Formen der Konjunktivitis ist ein reichlicher Eiterfluss aus den Augen charakteristisch. Bei leichteren Formen der Konjunktivitis bei Kindern vor dem Hintergrund einer Erkältung können begrenzte Manifestationen von Entzündungsmerkmalen auftreten: Tränenfluss und Rötung der Augapfelbindehaut. In diesem Fall muss zunächst geklärt werden, wie die Erkältung zu behandeln ist.

Formen der Konjunktivitis

Die Viruskonjunktivität wird durch Virusinfektionen verschiedener Geschlechter ausgelöst: Adenovirus-, Coxsackie- oder Enterovirusinfektionen. Die Hauptmasse aller Fälle von Viruskonjunktiviten bilden Erkrankungen, die von adenoassoziierten Viren provoziert werden. Diese Form der Viruskonjunktivitis entsteht in der Regel vor dem Hintergrund einer Epidemie der Adenovirusinfektion.

Etwa 70 % der Ursachen einer viralen Konjunktivitis sind auf eine Infektion zurückzuführen. Sie breitet sich vorzugsweise über den Kontaktweg aus, ist jedoch wesentlich seltener über den Tröpfcheninfektionsweg. Die virale Konjunktivitis betrifft beide Augen des Patienten. Die Inkubationszeit beträgt bei der Adenovirus-Form 4 bis 8 Tage und bei der Enterovirus-Form 4 bis 48 Stunden.

Die Diphtherie-Konjunktivitis oder die Diphtherie der Augapfelbindehaut wird durch das Auftreffen von Diphtherie-Stäbchen auf die Schleimhaut des Auges verursacht. Neben den Symptomen wie Wasserausschwulst und Rötung des Augenlids treten bei dieser Spezies zunehmend spezifische graue Filme auf. Wird das geschlossene Auge des Patienten gezwungen geöffnet, wird der eitrige Inhalt mit Flocken freigesetzt.

Die Chlamydien-Konjunktivitis oder die Chlamydiose des Auges provoziert eine Infektion durch Chlamydien. Diese besondere Klasse intrazellulärer Parasiten kann plurale Organinfektionen beim Menschen, einschließlich der Augen, auslösen. Bei chlamydialer Konjunktivitis entstehen spezifische Symptome wie die Bildung von Follikeln in der Bindehautfalte, Induration und Trübung der Hornhaut. Bei schwereren Entzündungsformen kann die Erkrankung zur Blindheit führen.

Die allergische Konjunktivitis entwickelt sich vor dem Hintergrund einer allergischen Reaktion der Augenschleimhaut. Sie kann eine Form der Organismusreaktion auf Medikamente, Tierwolle oder Pollen bestimmter Pflanzen sein. Eine allergische Rhinitis begleitet diese Konjunktivitis häufiger, während sie seltener bei Bronchialasthma oder atopischer Dermatitis vorkommt.

Die Pneumokokken-Konjunktivitis bei Kindern hat oft epidemischen Charakter. Sie wird durch die Bildung von Punktblutungen auf der Augapfelbindehaut und das Auftreten weiß-grauer Filme auf der lockeren Oberfläche des Augenlids angezeigt. Bei Erwachsenen tritt diese Form tatsächlich nicht auf.

Zu den seltenen Formen der Konjunktivitis bei Kindern und Erwachsenen zählen die Gonokokken-, Angulär- und Autoimmunformen der Erkrankung.

Die Behandlung der Konjunktivitis

Augentropfen zur Behandlung der Konjunktivitis

Die Therapiestrategie der Konjunktivitis hängt vom Typ des Erregers ab. Bei Pneumokokken-Konjunktivitis bei Kindern besteht die Behandlung im täglichen mehrfachen Waschen der Augen mit antiseptischen Lösungen. Gleichzeitig wird dem Kind eine lokale antibakterielle Therapie in Form von Augentropfen verordnet. Für die Nacht wird unter das Augenlid des Patienten mit Pneumokokken-Konjunktivitis eine Salbe auf Basis von Tetracyclin oder Erythromycin aufgetragen.

Die Behandlung chlamydialer Konjunktivitis-Formen setzt das Waschen der Augen mit antimikrobiellen Lösungen und die Anwendung von Antibiotika voraus. Der Hauptfokus des Arztes liegt jedoch wesentlich auf der Therapie einer urogenitalen Chlamydiose. Auch eine chirurgische Entfernung der Follikel in der Bindehautfalte des Augenlids ist möglich.

Ein Ziel der Behandlung der Konjunktivitis bei Kindern und Erwachsenen vor dem Hintergrund einer allgemeinen allergischen Reaktion ist die Reduktion der Empfindlichkeit des Organismus gegenüber dem Allergen. Dieser Zustand wird durch die schrittweise Verabreichung kleiner Dosen des Allergens erreicht. Bei akuter allergischer Konjunktivitis werden zur Linderung des Patientenzustands Augentropfen und Salben auf Basis von Glukokortikoiden verwendet.

Die Behandlung der difterischen Formen der Konjunktivitis erfolgt unter stationären Bedingungen mit der obligatorischen Verabreichung von Antidifterseren.

Eine zwingende Komponente der Behandlung der Viruskonjunktivitis bei Kindern und Erwachsenen sind virustatische Präparate, Immunmodulatoren sowie Vitamintherapien.

Die Prophylaxe der Konjunktivitis

Um einer Ansteckung mit Konjunktivitis vorzubeugen, sollten folgende grundlegende Hygienemaßnahmen beachtet werden:

  • Händewaschen,
  • Vermeidung des Reibens der Augen mit schmutzigen Händen,
  • Nichtbenutzung fremder Kosmetika und Handtücher,
  • Nichttragen von Kontaktlinsen anderer Personen,
  • Nach dem Kontakt mit Patientinnen mit Symptomen einer Konjunktivitis die Hände gründlich waschen und die Augen mit mikrobiziden Tropfen behandeln.

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