Erdbeere

Nützliche Eigenschaften der Erdbeere

Die Wald-Erdbeere ist aus Sicht der Volksmedizin ein wertvolles Polyvitaminmittel, das bei Diabetes (Vitaminmangelkrankheit) und einem gestörten Stoffwechsel hilft. Im Volk wird die Wald-Erdbeere noch als „Posemnik" und „Jagodnik" bezeichnet.

Erdbeere

In den Beeren der Erdbeere befinden sich Äpfel-, Zitronen- und andere organische Säuren, ätherische Öle, Vitamine, Gerbstoffe sowie Phytonzide. Die Wald-Erdbeere wird im Juni und Juli gesammelt, am Morgen oder Ende des Tages.

Auch die Blätter der Erdbeere sind nützlich; sie werden gesammelt, wenn die Erdbeeren blühen und ausreifen. Der Aufguss aus den Blättern wirkt beruhigend, harntreibend, tonisierend, allgemein kräftigend, antisklerotisch sowie blutstillend.

Folgende nützlichen Eigenschaften der Erdbeere sind ebenfalls bekannt: entzündungshemmend, schweißtreibend, gallenlösend, gefäßstärkend; sie erhöht den Tonus der Gebärmutter, vergrößert ihre Kontraktionen und verzögert den Herzrhythmus, verstärkt zudem die Amplitude der Herzklopfungen.

Anwendung von Blättern und Beeren der Erdbeere

Zur Vorbereitung eines vitaminisierten allgemein kräftigenden Mittels aus den Beeren und ihren Blättern bereitet man einen Sud vor: 20 g des getrockneten Rohstoffs werden mit 200 ml heißem Wasser übergossen, 10 Minuten gekocht, zwei Stunden ziehen gelassen und danach durchgesiebt; drei Mal täglich nach 20 ml trinken. Dieses Mittel wird bei Arrhythmie, Atherosklerose, Ischämie, Bronchitis sowie bei der Vorbereitung auf die Steinentfernung chirurgischem Weg empfohlen.

Bei Blutarmut, geistiger Übermüdung sowie Milzkrankheiten wird ein Aufguss aus Erdbeerblättern nach derselben Zubereitungsart angewendet.

Bei Hypertonie, Enterokolitis und Geschwüren wird folgender Aufguss verwendet: Die Erdbeerblätter werden mit kochendem Wasser übergossen, jedoch nicht zum Kochen gebracht, sondern zwei Stunden ziehen gelassen. Das Mittel wird dreimal täglich nach 20 ml eingenommen. Feuchte Kühlverbände mit diesem Aufguss helfen bei blutenden Hämorrhoiden.

Bei Durchflusskrankheiten wird der Aufguss aus Erdbeerblättern viermal täglich vor dem Essen nach 100 ml getrunken.

Bei Salzstoffwechselstörungen, Harnblasenerkrankungen, nächtlichem Einnässen sowie Nierenpathologien wird ein Sud aus Erdbeerblättern und -beeren verwendet. Zubereitung: Auf 20 g Rohstoff werden 200 ml Wasser gegeben, das Gemisch wird zehn Minuten gekocht, zwei Stunden zugedeckt ziehen gelassen und anschließend abgeseiht; das Ergebnis ist eine Flüssigkeit von ca. 200 ml. Die Einnahme erfolgt dreimal täglich nach 20 ml.

Es werden die Wirksamkeit sowie die alkoholische Tinktur aus Erdbeerblättern beschrieben. Zubereitung: 6 g Blätter werden mit 200 ml Wodka übergossen, eine Woche zugedeckt stehen gelassen und anschließend abgeseiht. Die Tinktur wird bei Arrhythmie, Herzinsuffizienz sowie Vitamin-Karotin- und -C-Mangel dreimal täglich nach 30–50 Tropfen eingenommen. Sie wirkt zudem immunstärkend während Erkältungsepidemien.

Ein Brei aus Waldbeerenfrüchten wird zur Heilung kleiner Wunden verwendet; bei Ekzemen werden die verflachten Erdbeeren auf Mull gelegt und als feuchte Kühlverbände auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Erdbeerkonfitüre

Gegenanzeigen.

Trotz des süßen Geschmacks und der nützlichen Eigenschaften ist die Erdbeere nicht in großen Mengen als Sud anzuwenden, da sie ein starkes Allergen darstellt; bei individuellen Besonderheiten kann dies Juckreiz, Ausschlag, Erbrechen oder Schwindel sowie Hautrötungen auslösen. Ähnliche Symptome erfordern selten eine ärztliche Intervention und gehen nach Beendigung des Konsums meist von selbst zurück.

Mittel auf Erdbeerbasis sollten Schwangeren und Kindern nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da bei ihnen das Risiko für unerwünschte Reaktionen erhöht ist.

Es wird nicht empfohlen, Arzneien aus der Erdbeere einzunehmen, wenn eine erhöhte Magensaftsekretion vorliegt oder häufig Magen- und Darmkoliken auftreten bzw. eine entzündete Blinddarmentzündung diagnostiziert wurde.

Ob Sie das wissen:

Die Gelehrten der Oxford-Universität haben eine Reihe von Forschungen durchgeführt und zum Schluss kommen lassen, dass Vegetarismus für das menschliche Gehirn schädlich sein kann, da er zur Senkung seiner Masse führt. Deshalb empfehlen die Gelehrten, Fisch und Fleisch nicht vollständig aus der Ration auszuschließen.


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