Das Adenoassoziierte-Virus gehört zur Gruppe der DNA-haltigen Mikroorganismen. Dies bedeutet, dass der Erreger temperaturabhängig ist: Bei Raumtemperatur bleibt das Virus stabil, während alle pathogenen Eigenschaften nach dem Einfrieren erhalten bleiben. Eine Desinfektion des Erregers erfolgt ausschließlich durch Kochen oder UV-Bestrahlung.
Die Adenovirus-Infektion ist eine übertragbare Erkrankung, die sowohl den luftgetragenen als auch den Kontaktweg einschließt: alimentär oder fäkal-orale Transmission (die Krankheit der schmutzigen Hände). Eine Infektionsquelle ist der kranke Mensch. Der Virus ist in den Absonderungen aus der Nase und im Stuhl nachweisbar. Kinder infizieren sich häufig, weil sie nicht immer die Hände waschen und beim Baden in offenen Wasserbecken das Wasser schlucken. Patientinnen scheiden die Viren 3–4 Wochen nach der Ansteckung aus.
In Kindergärten und Schulen erfolgt die Übertragung dieser Infektionskrankheit vorwiegend über den Tröpfcheninfektionsweg. In geschlossenen Räumen häufen sich die Adenoviren an; sie werden auf Spielzeuge, Hefte und Lehrbücher übertragen.
Nach der Ansteckung treten beim Kind erst im Verlauf von 3 bis 12 Tagen Symptome auf, obwohl das umgebende Personal bereits gefährdet ist.
Adenovirus-Infektionen treten bei Kindern am häufigsten im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren auf. Ist das Kind gestillt, ist das Ansteckungsrisiko aufgrund der Immunglobuline in der Muttermilch gering. Gegen das Adenoassoziierte-Virus werden Abwehrstoffe gebildet, die die Immunabwehr über fünf bis acht Jahre sicherstellen. Die Immunität ist jedoch typusspezifisch: Der Mensch erhält Schutz nur gegen den spezifischen Virusstamm, der die Erkrankung verursacht hat. Bisher sind etwa 50 Typen bekannt. Daher entwickelt sich bei gestillten Kindern eine Adenovirus-Infektion mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 %, da in einer geografischen Region nicht mehr als zwei Erreger-Typen vorkommen.
Obwohl das Adenoassoziierte-Virus je nach Lokalisation verschiedene Erkrankungen hervorrufen kann, sind derzeit nur zwei Hauptsyndrome der Infektion bekannt:
Bei der ersten Form des Verlaufs zeigen Adenovirusinfektionen bei Kindern Symptome, die denen der Influenza ähneln, sich jedoch durch den Schweregrad des Verlaufs und das Risiko einer bakteriellen Superinfektion unterscheiden. Beim Verlauf nach dem ORS-Typ sind allgemeine und lokale Erscheinungsformen charakteristisch. Zu den allgemeinen Symptomen gehören folgende:
Die lokalen Symptome manifestieren sich an den Eingangsportalen:
Bei einer Adenovirusinfektion beim Kind, die nach dem Pharyngo-Konjunktival-Typ verläuft, steigt das Fieber primär an: von 38 auf bis zu 40 °C. Dieser Zustand dauert im Verlauf zwei bis fünf Tage an. Gleichzeitig treten entzündliche Veränderungen am Rachen (Pharyngitis) und am Auge (Konjunktivitis) auf. Die Augen des Kindes werden gerötet, und auf ihrer Oberfläche bildet sich ein feiner Film. In der Regel ist zunächst ein Auge betroffen, gefolgt vom zweiten.
Bei Kleinkindern neigt die Virusinfektion zur Generalisierung: Das adenoassoziierte Virus gelangt in die Atemwege und verursacht eine Pneumonie. Diese wird auch als hämorrhagische Pneumonie bezeichnet, da durch die Zerstörung der Alveolenbläschen Blut ansammelt und die Atmung erschwert.
Bei einer Adenovirus-Infektion (Typ 8) kann es zur Hornhautinfektion kommen, was die Entwicklung einer Katarakt auslösen kann.
Während der Erkrankung leiden Kinder bis zum ersten Jahr häufig an Darmstörungen; bei Lokalisation des adenoassoziierten Virus in den Lymphknoten des Blinddarms entwickelt sich eine Mesenteritis, deren Symptome denen einer akuten Blinddarmentzündung ähneln.
Eine spezifische Therapie existiert derzeit nicht; antivirale Präparate zeigen keine ausreichende Wirkung, und adenoassoziierte Viren sind gegen Antibiotika sowie Sulfonamide resistent. Dennoch werden aufgrund anatomisch-physiologischer Besonderheiten des Kinderorganismus antibakterielle Mittel verschrieben, um den Virus zu bekämpfen und schwere Komplikationen prophylaktisch zu verhindern.
Bei kranken Kindern wird Bettruhe für eine Woche empfohlen. Die Ernährung sollte ausreichend Eiweiß und Flüssigkeit enthalten; bei hohem Fieber werden fiebersenkende Mittel verabreicht, und bei Atemnot werden Desensibilisierungsmittel zur Verhinderung eines asthmatischen Status gegeben.
Zur Prophylaxe einer Pneumonie bei Adenovirus-Infektionen wird eine ablenkende Therapie durchgeführt: Anwendung von Senfpflastern und Nutzung einer UV-Bestrahlungsquelle.
Bei Konjunktivitis ist es nicht empfehlenswert, die nachts gebildeten Filme zu entfernen; es genügt, die Augen mit einer schwachen Boraxlösung (2 %) oder normalem Tee auszuspülen. Quelle: Komarowski.
Der Kinderarzt Dr. Komarowski erläutert den Eltern in verständlicher Weise, dass virale Erkrankungen keine speziellen Behandlungsmethoden benötigen und daher das eigenmächtige Einsetzen von Medikamenten durch Angehörige vermieden werden sollte.
Laut Komarowski bietet die Behandlung der Adenovirus-Infektion bei Kindern Bedingungen an, unter denen eine Virusvermehrung unmöglich ist; dadurch werden die Krankheitssymptome bis zum vollständigen Verschwinden geglättet.
Dafür werden wenig Ressourcen benötigt.
Bei hartnäckiger Rhinitis bringen abschwellende Mittel mehr Nutzen als Schaden. Nach Komarowski soll das kranke Kind die Nase atmen! Keine weiteren Medikamente ohne ärztliche Verordnung sind erforderlich.
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