Adelfan

Pharmakologischer Effekt

Adelfan Adelfan ist ein kombiniertes blutdrucksenkendes Präparat. Die enthaltenen Wirkstoffe sind Reserpin und Digoxin. Reserpin wirkt als neurotropes Vasodilatatorikum; es beeinflusst die nervöse Regulation des Gefäßtonus, was zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt. Adelfan verbessert den Schlaf und senkt den arteriellen Blutdruck. Der antipsychotische Effekt von Adelfan beruht darauf, dass nach Einnahme des Präparats die Konzentration der Neurotransmitter in den Neuronen abnimmt.

Die Einnahme der Tabletten Adelfan fördert die Peristaltik des Gastrointestinaltrakts, erhöht die renale Durchblutung und verstärkt die glomeruläre Filtration. Das Präparat verlangsamt den Stoffwechsel, verursacht eine Senkung der Körpertemperatur (Hypothermie) sowie eine Verengung der Pupillen (Miosis) und vertieft die Atembewegungen. Der stabile Effekt der Adelfan-Therapie zeigt sich nach 2 bis 3 Wochen Behandlungsbeginn. Die Senkung des Tonus der glatten Muskulatur in den Arteriolen, die Erweiterung des Gefäßwiderstands im Gehirn, Herzen, Nieren und Haut sowie die Steigerung der Durchblutung sind auf die Wirkung von Prazosin zurückzuführen.

Anwendungshinweise

Im Beipackzettel von Adelfan werden bestimmte Erkrankungen aufgeführt, für die die Einnahme dieses Arzneimittels indiziert ist:

  • arterielles Hypertoniesyndrom bei leichter bis mittelschwerer Schwere
  • Hypertonie mit unklarer Ätiologie, die zu einem erhöhten arteriellen Blutdruck führt

Anwendungsvorschriften für Adelfan

Adelfan wird als Tablette freigegeben. Das Präparat sollte zweimal bis dreimal täglich eingenommen werden, jeweils eine Tablette pro Dosis. Die maximale Tagesdosis darf drei Tabletten nicht überschreiten. Eine unterstützende Therapie mit Adelfan-Tabletten setzt die Einnahme der minimalen wirksamen Dosis voraus. Bei älteren Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist eine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Kontraindikationen

Die Packungsbeilage von Adelfan listet folgende Erkrankungen auf, bei denen die Einnahme des Präparats nicht gestattet ist:

Zitterlähmung

Epilepsie

Depression

Wiederholter Herzinfarkt

Verschlimmerung des Magengeschwürs

Schwere Form der Angina pectoris mit Arrhythmien

Manifeste Tachykardie

Leberfunktionsstörungen

Schwere Niereninsuffizienz

Individuelle Sensibilität gegenüber Reserpin und Digoxin sowie das Stillgebären stellen im dritten Schwangerschaftsdrittel einen Grund für die Ablehnung der Einnahme von Adelfan dar.

Liegt bei einem Patienten eine Erkrankung vor, bei der die Anwendung des Präparats unmöglich ist, so muss der Arzt ein alternatives Präparat anbieten, das als Ersatz für Adelfan geeignet ist.

Das vorliegende Präparat wird unter besonderer Aufmerksamkeit bei Patientinnen mit folgenden Zuständen verschrieben:

  • koronare und zerebrale Arteriosklerose
  • anamnestische Hinweise auf einen Herzinfarkt
  • Herzmuskelinsuffizienz
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Erosive Gastritis
  • Depressionen
  • Gicht
  • Diabetes mellitus
  • des bronchial-obstruktiven Syndroms
  • der Schwangerschaft (1. und 2. Trimester)

Nebenwirkungen

Bei Beachtung der Instruktion zu Adelfan fehlen in der Dosisangabe die unerwünschten Folgen der Anwendung des Präparates. Lediglich für seltenen Fälle sind Erscheinungsformen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Depression, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall sowie das Gefühl der nasalen Obstruktion möglich.

Die zusätzlichen Informationen

Adelfan zu bewahren ist es nötig an einer dunklen und trockenen Stelle. Die Haltbarkeitsdauer beträgt 5 Jahre und wird auf der Packung angegeben.

Analoga von Adelfan

Adelfan-Ezidrex

In manchen Fällen, etwa bei Niereninsuffizienz oder aus anderen Gründen, stellt sich die Frage: Wie kann Adelfan ersetzt werden?

Zu den am weitesten verbreiteten Adelfan-Analoga zählt Adelfan-Esidreks.

Das vorliegende Adelfan-Analogon besteht aus einer Kombination dreier Wirkstoffe: Reserpin, Digoxin und Hydrochlorothiazid. Das zusätzliche Wirkstoff Hydrochlorothiazid, das in Adelfan fehlt, verstärkt die Sekretion sowie den Transport der Kalium- und Wasserstoffionen auf Kosten der Erhöhung von Menge und Geschwindigkeit des Natrium- und Wassereintritts im kortikalen Segment der Sammelröhrchen.

Auch andere Wirkstoffe wie Enap, Tririsid und Reserpin sowie weitere Hemmstoffe des Angiotensin-wandelnden Enzyms (ACE-Hemmer) verhalten sich ähnlich.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Entscheidung über einen Ersatz von Adelfan ausschließlich dem behandelnden Arzt vorbehalten sein muss; eine eigenständige Anwendung eines beliebigen Medikaments gefährdet Leben und Gesundheit.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Selbst wenn das menschliche Herz nicht schlägt, kann der Mensch über einen langen Zeitraum dennoch leben, was der norwegische Fischer Jan Rewsdal demonstriert hat. Sein „Motor" blieb für vier Stunden stehen, nachdem sich der Fischer geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


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