Platzangst

Platzangst – die panische Form der Agoraphobie.

Bereits ursprünglich bezeichnete dieser Begriff die Angst vor dem Markt oder Marktplatz (meist der größte öffentliche Raum in einer Stadt), der von Menschen ständig überfüllt war. In der modernen Medizin wird unter Platzangst eine Angst verstanden, bei der Betroffene den sicheren Rückzugsort wie das eigene Zuhause oder die Wohnung nicht verlassen können oder wollen, da sie befürchten, dort allein zu sein oder sich in unübersichtlichen Situationen hilflos zu fühlen. Agoraphobie – panische Angst vor offenen Räumen dieser Begriff bedeutete die Angst des Marktes, des Marktplatzes (gewöhnlich der größten Fläche in der Stadt), ständig überfüllt von den Menschen. In der modernen Welt die Platzangst beim Menschen, der des Heimes oder der Wohnung die Grenzen überschreitet, können herbeirufen:

  • Öffentliche Einrichtungen wie Geschäfte, Märkte, Kinos oder Einkaufszentren;
  • Reisen mit dem öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere in der U-Bahn.
  • Öffentliche Veranstaltungsorte wie Demonstrationen, Börsen oder Versammlungen;
  • Erholungsräume in der Natur, beispielsweise Parks, Forstgebiete und offene Gewässer.

Tatsächlich ist Platzangst keine Angst vor offenem Raum oder Menschenansammlungen, sondern eine Angst davor, in Situationen zu geraten, in denen man nichts kontrollieren kann und sich hilflos sowie hoffnungslos fühlt. Dieser Gedanke allein kann bereits Panikattacken auslösen.

Die Panikstörung tritt meist im Alter von 20 bis 30 Jahren auf; laut Statistik sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Es ist wichtig zu wissen, dass eine Panikstörung die intellektuellen Fähigkeiten und die körperliche Gesundheit eines Menschen im Normalzustand nicht beeinträchtigt.

Ursachen der Panikstörung

Die genauen Ursachen der Panikstörung lassen sich tatsächlich nicht eindeutig bestimmen. Wissenschaftler haben dieses Problem über viele Jahre untersucht, ohne zu einer einheitlichen Meinung zu gelangen. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die das Auftreten der Panikstörung auslösen können:

  • Schwere psychologische Situationen, in denen sich eine Person außerhalb des Hauses befindet (z. B. eine Bewusstseinsstörung durch Alkohol, ein Autounfall oder terroristische Anschläge), sowie falsche Stereotypen, die das Leben außerhalb des Hauses als gefährlich einschätzen lassen.
  • Vielfältige psychische Störungen der Persönlichkeit, wie soziale Phobie, Panikattacken und panische Zustände;
  • Orientierungsstörungen im Raum: Wenn sich eine Person in einer Menschenmenge oder auf einem offenen Platz befindet und die Orientierungspunkte verliert, entwickelt sie Angst.
  • Eine ausgeprägte Phantasiewelt, gesteigerte Emotionalität sowie soziale Verletzlichkeit.

Es wird angenommen, dass die Panikstörung auf eine Kombination aus körperlichen und psychologischen Faktoren zurückzuführen ist.

Symptome einer Panikstörung

Unkontrollierbare Panik – eines der Symptome einer Agoraphobie Die nervale Beanspruchung, die bei den Attacken der unkontrollierbaren Angst entsteht, wird auf der Arbeit der medialen Organe sofort widergespiegelt und provoziert Krämpfe in Behältern sowie Muskeln des Körpers, einschließlich Diaphragma, Darmkanal, Magen und Bronchien. Um dem von der Anstrengung zusammengepressten Körper Blut zuzuführen, muss das Herz die Anzahl der Kontraktionen erhöhen. Gerade deshalb werden Angst oder Besorgnis von Palpitationen begleitet. Entsprechend lassen sich folgende Hauptsymptome einer Platzangst ableiten:

  • Unkontrollierbare Panikattacken mit einer Dauer von mindestens 10 Minuten
  • Herzrasen, Luftnot und Pulsbeschleunigung
  • Das Gefühl, die eigene Körperkontrolle zu verlieren
  • Starkes Schwitzen sowie unkontrolliertes Zittern
  • Eine massive Ausschüttung von Adrenalin in das Blut
  • Übelkeit, Erbrechen sowie Durchfall
  • Schwindel, Ohrensausen sowie das Gefühl der bevorstehenden Bewusstlosigkeit
  • Die unmotivierte Thanatophobie (Angst vor dem Tod)

Behandlung der Platzangst

Die Therapie der Platzangst erfolgt durch zwei Hauptverfahren, die üblicherweise kombiniert angewendet werden:

  • Spezifische medikamentöse Therapien (Beruhigungsmittel und Antidepressiva)
  • Bestimmte psychotherapeutische Verfahren (inklusive Hypnotherapie)

Wer rechtzeitig Hilfe bei einem qualifizierten Experten sucht, muss Geduld aufbringen und den Empfehlungen des Spezialisten genau folgen; der Genesungsprozess ist zwar langwierig, doch lohnt sich das Ergebnis durch die investierte Zeit.

Wird Platzangst nicht behandelt, so erhöht sich das Risiko für die Entwicklung von Panikstörungen, Depressionen sowie Suchterkrankungen (Drogen- oder Alkoholabhängigkeit) erheblich.

Platzangst ist ein ernstes psychologisches Problem der modernen Gesellschaft: Sie betrifft vor allem jene Generation von Kindern, die in einer Welt aufgewachsen sind, die durch Computermonitore, Notebooks und Tablets geprägt wurde. Für sie erscheint die gewohnte sichere Welt jenseits des Abschirmungsraums, während hinter den Fenstern der Wohnung eine unverständliche, aggressive und feindselige Welt liegt. Die Präferenz für kontaktlosen Verkehr wird zugunsten von Skype, sozialen Netzwerken, Chats und ICQ verschoben; Lebensmittel, Kleidung und Haushaltsgeräte können über Internet-Shops mit Hauslieferung bestellt werden. Immer mehr Menschen bevorzugen es, zu Hause durch das Internet zu arbeiten. All dies führt die Notwendigkeit, Wohnflächengrenzen zu überschreiten, auf ein Minimum zurück und kann eine ernste Vorbedingung für die Entwicklung einer Massenplatzangst in der Zukunft darstellen.

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