Aminophyllin

Aminophyllin-Injektionslösung

Aminophyllin wirkt bronchialerweiternd (Bronchodilatator), gefäßweitend (Vasodilator) und krampflösend (Antispastikum).

Darreichungsform und Verfügbarkeit

Aminophyllin wird als Lösung des gleichnamigen Wirkstoffs hergestellt.

  • Verfügbar in Tabletten à 350 mg (Packungsgröße: 10 Stück).
  • Injektionslösung in einer Konzentration von 2,4 % (Ampullen à 10 ml).
  • Zäpfchen rektal in der Dosierung von 360 mg.

Anwendungshinweise

Gemäß den Angaben in der Gebrauchsanweisung wird Aminophyllin als Injektionslösung entweder als Monotherapie oder als Zusatzmittel bei einer kombinierten Therapie zur Behandlung der folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Apnoe beim Neugeborenen
  • Status asthmaticus
  • ischämische Hirninfarkt
  • nephrogenes Ödem
  • Linksventrikuläre Insuffizienz mit respiratorischer Insuffizienz vom Typ Cheyne-Stokes und Bronchospasmus
  • Akute und chronische Herzinsuffizienz

Einschreibung von Aminophyllin in Form von Tabletten oder Zäpfchen zur Therapie

  • Nachtschlafapnoe
  • Erhöhung des peripheren Kreislaufwiderstands
  • Bronchiales Obstruktiv-Syndrom unterschiedlicher Ätiologie, einschließlich Bronchialasthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
  • Langdauernde und schwere Herzinsuffizienz (im Rahmen einer kombinierten Therapie)

Kontraindikationen

Die Anwendung von Aminophyllin ist kontraindiziert bei:

  • schwerer arterieller Hyper- oder Hypotension;
  • Tachyarrhythmien
  • Ulkuskrankheiten des Magens und der Dünndarmschlingen im Stadium der Verschlimmerung
  • Hyperazidität bei Gastritis
  • Schwere Funktionsstörungen der Leber und Nieren
  • Epilepsie
  • Hirninfarkt
  • Bei Blutungen ins Auge (Netzhaut)
  • Gleichzeitig mit Ephedrin bei Kindern
  • Den stillenden und schwangeren Frauen
  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels sowie anderen Xanthinderivaten wie Koffein, Pentoxifyllin und Theobromin.

Bei der Behandlung von Apnoe bei Neugeborenen wird das Präparat über eine Nasogastralsonde verabreicht. Aminophyllinjektionen werden Kindern ab dem dritten Lebensjahr verschrieben, Tabletten ab dem zwölften Lebensjahr.

Anwendungsart und Dosierung

Das Dosierungsschema für Aminophyllin wird vom Arzt individuell je nach Alter, Symptomen, klinischer Situation sowie Art der Verabreichung festgelegt.

Intravenöse Gabe von Aminophyllin langsam (2 ml/Minute), 1–3-mal täglich mit einer Dosis von 4–6 mg/kg.

Bei oraler Anwendung beträgt die Anfangsdosierung eine Tablette pro Tag, aufgeteilt in zwei Dosen (Einnahmeintervall: 12 Stunden). Die Dosis wird alle drei Tage erhöht, bis der optimale therapeutische Effekt erreicht ist. Reduzierte Dosierungen werden bei langanhaltenden Herz- und Leberinsuffizienz, akuter Pneumonie sowie Virusinfektionen und bei älteren Patienten angewendet.

Bei Erwachsenen erfolgt die rektale Gabe mit bis zu zwei Zäpfchen einmal täglich; bei Kindern beträgt die Dosis ab 7 mg/kg pro Tag, maximal jedoch 15 mg/kg.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Aminophyllin kann zu Funktionsstörungen einiger Organsysteme führen, die sich meist wie folgt äußern:

  • Nebenwirkungen
  • Die Anwendung von Aminophyllin kann zu Funktionsstörungen einiger Organsysteme führen, die sich meist wie folgt äußern: Tachykardie (Herzklopfen), Arrhythmien, Kardialgie, arterieller Blutdruckabfall sowie Zunahme der Angina-Pectoris-Anfälle; Schlaflosigkeit, Schwindel, Angstzustände, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Unruhe.
  • Hautjucken, Exanthem und Fieber;
  • Erbrechen, Gastralgien, Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen sowie gastroösophageale Refluxkrankheit; zudem Verschlimmerung der Magengeschwüre.
  • Zunahme der Harnmenge, Brustschmerzen, Druckgefühl, Tachypnoe, Hämaturie, Albuminurie, Hypoglykämie sowie vermehrte Schweißbildung;

Bei rektaler Anwendung von Aminophyllin können Proktitis und Schleimhautreizung des Mastdarms auftreten.

Bei Langzeittherapie kann ein Appetitverlust beobachtet werden.

Das Ausmaß der Nebenwirkungen hängt von der verabreichten Dosierung ab.

Besondere Hinweise

Bei der gleichzeitigen Gabe von Aminophyllin ist Vorsicht geboten, da es zu Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien sowie anderen Derivaten des Purins oder Theophyllins kommen kann.

Während der Aminophyllin-Therapie ist die Einnahme großer Mengen koffeinhaltiger Getränke oder Lebensmittel nicht zu empfehlen.

Die gleichzeitige Anwendung von Aminophyllin mit Beta-Blockern sowie Glukoselösungen muss vermieden werden.

Analoga

Zu den Aminophyllin-Analoga gehören:

  • Nach dem Wirkstoff – Eufillin und Aminophyllin-Eskom;
  • Nach dem Wirkmechanismus – Teobolong, Teotard, Teopek, Theobromin, Diprofillin, Neo-Teofedrin.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Aminophyllin wird gemäß der Packungsbeilage ausschließlich auf ärztliche Verordnung abgegeben.

Das Präparat in Form einer Lösung zur Injektion ist drei Jahre bei einer Temperatur von 5–20 °C haltbar, während die Tabletten fünf Jahre bei Temperaturen unter 30 °C haltbar sind.

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