Halsschmerzen

Allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Entzündung der Gaumenmandeln bei follikulärer Angina

Die Angina pectoris ist eine Infektionskrankheit, deren Hauptmanifestation die Entzündung der Mandeln (Tonsillitis) darstellt. Der eitrige Verlauf wird durch verschiedene Mikroben (hauptsächlich Streptokokken) ausgelöst oder erfolgt über den Tröpfcheninfektionsweg sowie durch Kontakt mit verschmutztem Geschirr und nicht hygienisch aufbereiteten Lebensmitteln. In der Regel entsteht die Tonsillentzündung bei Kindern und Erwachsenen in Regionen, wo die Kapillardurchblutung gestört ist, was zu Schwierigkeiten in der Nährstoffversorgung des Organismus führen kann. Für die Diagnosestellung steht die Behandlung im Fokus, insbesondere die Förderung der Blutbewegung in den Mandeln. Im Allgemeinen erkranken 10–15 % der Bevölkerung jährlich, einschließlich Kinder und Jugendlicher. Die Morbidität zeigt ein saisonales Maximum im Frühling und Herbst.

Ursachen der Angina

Eine Mensch wird nur dann krank, wenn Infektionserreger in den Organismus gelangen. Als Erreger treten eine Vielzahl von Mikroorganismen auf: Viren, Bakterien und Pilze. Meistens sind hämolytische Streptokokken und Staphylokokken die Hauptursachen. Die Angina kann sowohl von außen als auch von innen eindringen. Im ersten Fall infizieren sich bereits verseuchte Personen, die beim Niesen oder Husten Bakterien in die Umgebung verbreiten. Zu den medialen Quellen der Erkrankung zählen vor allem bestehende Infektionen wie Schnupfen, kranke Zahnfleischerkrankungen und Karies.

Zu den provozierenden Faktoren gehören unter anderem Unterkühlung, eine verminderte Immunität, ein hoher Staubgehalt in der Luft, häufiges Rauchen sowie Alkoholmissbrauch und Mandeltraumen.

Einordnung der Angina

Je nach Erscheinungsform unterscheidet man die eitrige, katarrhalische und nekrotische Angina.

  • Eitrige Lückenmandelentzündung: Der infektiöse Prozess betrifft die Schleimhaut der Mandellücken. Infolge von Gewebestörungen und Entzündungsprozessen sammelt sich hier eitriges Exsudat an, das je nach Ausmaß als gelbe Pfropfe aus den Lückenmündungen austritt.
  • Eitrige Follikelentzündung: Die Infektion befallt die Lymphfollikel. Auf der Schleimhautoberfläche treten gelbe Bildungen mit eiterigem Inhalt auf; bei ihrer Verschmelzung können sich Abszesse bilden.
  • Katarale Mandelentzündung: Das Anfangsstadium wird durch scharfe Symptome sowie Merkmale des asthenisch-vegetativen Syndroms charakterisiert. Die Mandeln vergrößern sich und werden von einem dünnen Schleimfilm überzogen; insgesamt entwickelt sich diese Form als katarale Entzündung ohne Eiterbildung.
  • Nekrotische Mandelentzündung: Der entzündliche Prozess führt zu morphologischen Veränderungen der Mandeln, die durch Gewebenekrosen und die Bildung von Geschwüren begleitet werden.

Neben den oben genannten Formen kann die Angina bei Kindern und Erwachsenen einen gemischten Charakter aufweisen. Das bedeutet, dass sie gleichzeitig Merkmale einer eitrigen sowie beispielsweise einer nekrotischen Entzündung zeigt.

Nach dem Eindringen in den Organismus besiedeln Bakterien die Mandeln und beginnen vermehrt sich zu vermehren. Die Symptome der Angina hängen von der Immunität ab: Je schwächer das Immunsystem ist, desto schneller und intensiver entwickelt sich der entzündliche Prozess (über 5–7 Tage). Wird die Behandlung nicht durchgeführt oder ohne Beachtung bestimmter Verfahren und Regeln angewendet, können schwere Folgen eintreten: Rheuma, Nephritis, Herzkomplikationen, Abszesse sowie Blutvergiftung (Sepsis).

Symptome der Angina

Die Angina beginnt mit Schüttelfrost, Kopfschmerzen, allgemeiner Schwäche, Gelenkbeschwerden und Schluckbeschwerden. Der Schüttelfrost dauert kurz (ca. 1,5 Stunden), woraufhin die Körpertemperatur auf 38–39 °C ansteigt. Im Verlauf verstärkt sich der Kehlschmerz; zunächst stört er nur beim Schlucken, später auch in Ruhe, wobei das Maximum meist am zweiten oder dritten Krankheitstag erreicht wird. Bei der eitrigen Angina treten gelbe Pfropfe auf den Mandeln auf. Für alle Infektionsformen ist zudem eine hellrote Färbung der Mandeln, des Gaumensegels und des Gaumenbogens charakteristisch. Weitere typische Symptome sind:

  • Schwellung des Gaumensegels.
  • Schwellung des Rachens.
  • Hautausschläge.
  • Rhinitis und Husten.
  • Konjunktivitis.
  • Bauchschmerzen.
  • Lymphknotenschwellungen.
  • Fieber.

Viele Patienten bevorzugen bei der Behandlung einer Angina pectoris Volksheilmittel. Dies ist jedoch falsch, da diese Erkrankungen Merkmale aufweisen, die denen schwerwiegenderer Krankheiten ähneln. Eine zu frühe Diagnosestellung und Selbstheilung können schwere Komplikationen bis hin zum Tod des Patienten verursachen. Daher ist es notwendig, bei ersten Schluckbeschwerden und Mandelentzündungen einen Arzt aufzusuchen.

Behandlung der Angina

Während der akuten Phase sowie bei kataraler und eitriger Angina wird dem Patienten Bettruhe empfohlen. Zur Standardernährung gehören Lebensmittel, die entzündete Mandeln nicht verletzen: Brühen, Pürees und Brei. Es ist sehr wichtig, viel warmen Flüssigkeit zu trinken. Die beste Auswahl stellen Kompotte, Marmelade und Mineralwasser dar.

Bei der Auswahl von Arzneimitteln sind keine speziellen oder exotischen Präparate erforderlich. Antibiotika bei Angina pectoris (oder Angina tonsillaris) werden gemäß ärztlicher Verordnung eingenommen und können in jeder Apotheke bezogen werden. Üblicherweise erhalten Patienten Penicillin, Erythromycin oder Ampicillin. Es ist wichtig zu beachten, dass die Antibiotikatherapie auch nach Abklingen der akuten Symptome fortgesetzt werden sollte, um das Risiko einer Rezidivinfektion zu minimieren. Allerdings müssen Antibiotika bei Nieren- und Lebererkrankungen, allergischen Reaktionen sowie während der Schwangerschaft besonders vorsichtig eingesetzt werden.

Volksheilmittel bei Angina

Volksheilmittel gegen Angina Da Antibiotika bei der Behandlung von Angina als Haupttherapie dienen, werden Volksrezepte oft als ergänzende Maßnahmen eingesetzt. Sie befreien nicht vollständig von der Infektion, verbessern aber den Allgemeinzustand des Patienten, lindern Fieber und erleichtern die Nahrungsaufnahme. Zudem kann eine Volksbehandlung das Risiko schwerwiegender Komplikationen verringern; jedoch ist dieser Effekt meist nur dann zu erwarten, wenn Volks- und konventionelle Therapien kombiniert werden. Im Folgenden stellen wir einige der bekanntesten Rezepte vor:

  • Früher wurden Knoblauch und Zwiebeln häufig zur Behandlung von Angina follicularis eingesetzt. Der Kopf des Knoblauchs wird in Scheiben geschnitten und mit einem Liter Wasser übergossen. Nach einer Stunde Kochzeit wird ein Teelöffel Soda ins Wasser gegeben, woraufhin Inhalationen durchgeführt werden können.
  • Mischen Sie sorgfältig die Blätter des Salbeis, die Blüten des Holunders und der Malve. Ein Esslöffel dieser Kräutermischung wird mit einem Glas kochendem Wasser übergossen; das Medikament muss dann 40 Minuten ziehen und anschließend abgeseiht werden. Gurgeln Sie damit 3–4-mal täglich bis zur vollständigen Genesung.
  • Kochen Sie festen Tee (nicht in Beuteln), lassen Sie Sawarku auf eine angenehme Temperatur abkühlen und geben Sie einen Esslöffel Salz hinzu. Die entstehende Mischung wird mehrmals täglich zum Gurgeln verwendet.
  • Bei Kindern oder Erwachsenen, die unter starken Schluckbeschwerden leiden, können Sie dieses Rezept anwenden: Fügen Sie in ein Glas abgekochtes Wasser einen Teelöffel Salz und Soda sowie einige Tropfen Jod hinzu. Gurgeln Sie damit vier bis fünfmal täglich.

Ob Wissen Sie Folgendes:

In vier Quadranten dunkler Schokolade sind etwa zweihundert Kalorien enthalten. Wer nicht genesen möchte, sollte nicht mehr als zwei Stück pro Tag zu sich nehmen.


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