Schlafapnoe

Eine Ursache für Schlafapnoe ist die Verengung der Atemwege während des Schlafs Unter Apnoe versteht man eine Unterbrechung der Atmung. Als Ursachen für das Aussetzen der Atembewegungen kommen verschiedene Erkrankungen in Frage (z. B. asthmatischer Status, Keuchhusten oder Lungenentzündung). Auch eine Hyperventilation der Lungen bei verstärkter Atmung sowie Vergiftungen durch bestimmte toxische Substanzen können Apnoe auslösen. Unter dem Begriff Apnoe wird manchmal auch die willkürliche Hemmung der Atmung verstanden. Gerade diese bewusste Atemhemmung bildet die Grundlage für die Theorie und Praxis des Tauchens ohne spezielle Ausrüstung. Der Mensch ist eines der wenigen Säugetiere, das über die Fähigkeit zur bewussten Apnoe verfügt.

Untrainierte Personen können den Atem bis zu 30–40 Sekunden anhalten. Taucher hingegen sind in der Lage, für 5–6 Minuten ohne Atmung auszukommen.

Schlafbezogene Apnoe

Das wichtigste medizinische Kriterium zur Diagnose des Schlafapnoe-Syndroms ist das Auftreten von Atemausfällen im Schlaf. Als Ursache können eine Verengung der Atemwege während des Schlafs oder eine Störung der Atemregulation durch Strukturen des Zentralnervensystems gelten.

Bei obstruktiver Schlafapnoe kollabiert die Rachenmandel unter dem Einfluss des negativen Drucks im Atemsystem beim Einatmen. Das Schlafbezogene Apnoe-Syndrom wird durchschnittlich von einer Unterbrechung der Atmung für 20 bis 30 Sekunden begleitet; dieser Zeitraum kann jedoch manchmal auf bis zu 3 Minuten anwachsen. Solche Episoden können in der Nacht einige hundertmal auftreten und führen jeweils dazu, dass das Bewusstsein kurzzeitig wiederkehrt. Zu den prädisponierenden Faktoren für das Schlafbezogene Apnoe-Syndrom bei Erwachsenen gehören Adenoide, Fehlbildungen des Schädels im Gesichtsbereich, Makroglossie, Akromegalie sowie Riesenwuchs und neurologische oder Muskelkrankheiten. Die Mehrheit der Patienten weist jedoch keine dieser Erkrankungen auf; hier wird die Obstruktion meist durch Alkoholkonsum und Adipositas verursacht. Alkohol verringert den Tonus der Pharynxmuskulatur, insbesondere in Kombination mit chronischer Rhinitis und angeborener Enge des Rachens.

Folgen des Schlafapnoe-Syndroms

Schlafbezogene Apnoe ist eine Ursache für Störungen des Schlafs und Hypoxie. Das Krankheitsbild bei Erwachsenen wird typischerweise durch Tagesschläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, Intellektueller Rückgang, Lungenhochdruck, Herzstörungen, Rhythmusstörungen, arterielle Hypertonie sowie Erythrozytose charakterisiert.

Diagnostik der Schlafbezogenen Apnoe

Oft wissen Patienten lange Zeit nichts von ihrem Problem, da die Erinnerung an das nächtliche Schnarchen und Apnoe-Symptome nach dem Aufwachen fehlt; nahen Verwandten können diese Atemaussetzer in der Nacht beschrieben werden. Da sich das Krankheitsbild des Schlafapnoe-Syndroms langsam entwickelt, verbinden viele Patienten die Beschwerden mit allgemeinem Altern oder anderen Gründen; verdächtigt wird das Syndrom bei der Kombination von Schnarchen und Tagesschläfrigkeit. Die Diagnose kann durch Beobachtung im Traum bestätigt werden, doch die standardisierte Methode der Polysomnographie ist erforderlich: während des Schlafs werden Elektroenzephalogramm, Elektromyographie und Registrierung der Augenbewegungen durchgeführt; zusätzliche Geräte ermöglichen die Messung der Sauerstoffkonzentration im Blut. Als Indikatoren für diese aufwendige Untersuchung gelten ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, Lungenhochdruck und Erythrozytose. Nach der Diagnosestellung lässt sich die Wirksamkeit der Therapie einschätzen und bei Bedarf das Regime der Atemwege unter konstantem positiven Druck auswählen.

Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms

Bei einfachen Fällen umfasst die Behandlung Gewichtsreduktion bis zum Normalgewicht, Verzicht auf Alkohol sowie die Behandlung anhaltender Schnupfen; allen Patienten wird empfohlen, seitlich zu schlafen. Bei der Therapieauswahl müssen Risikofaktoren bewertet und bei Möglichkeit ausgeschlossen werden; bei schweren Fällen erfolgt eine stationäre Aufnahme zur Diagnostik und Auswahl instrumenteller Therapien.

Die wirksamste Therapieform ist die nichtinvasive Beatmung mit konstantem positivem Druck mittels spezieller Geräte. Obwohl viele Patienten sich über Geräusche und das Tragen der Atemmaske beklagen, bieten moderne Industrie-Modelle ein minimales Unbehagen an. Eine weitere Richtung sind mechanische Mundvorrichtungen zur Vorverstellung des Unterkiefers; bei seltenen extrem schweren Fällen kann eine Tracheotomie als Intervention erwogen werden, insbesondere bei Arrhythmien und drohenden Atemaussetzern.

Schlafapnoe bei Kindern

Zur Vorbeugung von Schlafapnoe bei Kindern ist es notwendig, die Wohnung regelmäßig zu lüften Apnoen bei Kindern sind selten, doch im Kindesalter können schwere Episoden einer gemischten Atemunterbrechung auftreten, die zu einem Rückgang des kindlichen Wachstums führen. Tödliche Fälle ereignen sich hauptsächlich in den nächtlichen Stunden. In höherem Maße betroffen sind Kinder der ersten Lebensjahre mit angeborenen Funktionsstörungen des Zentralnervensystems unterschiedlicher Ausprägung. Eltern bemerken Atemaussetzer beim Kind zufällig während des Nachtschlafes oder des Tagesschlafes. Zu diesem Zeitpunkt kann die Hautfarbe bläulich werden, Muskelzuckungen auftreten und die Atembewegungen des Brustkorbs ausbleiben. Beim Fortschreiten der Hypoxie entwickelt sich ein Bewusstseinsverlust.

Erwachsene können helfen, das Kind zu wecken, die Brustkorbmassage durchzuführen, eine Atemspende anzubieten und den Kinderarzt hinzuziehen; zur Prophylaxe ist regelmäßiges Lüften der Wohnung, Vermeidung von Überhitzung sowie das Schlafen ohne Kissen im ersten Lebensjahr wichtig. Eine große Rolle spielt der Kampf gegen Virusinfektionen, die Stillzeit sowie das gemeinsame Schlafen mit der Mutter; bei festgestellten Atemaussetzern muss eine sorgfältige stationäre Nachuntersuchung erfolgen. Spezielle Geräte signalisieren Atemstillstände und können im Kinderbett installiert werden; schwere Fälle lassen sich durch nichtinvasive Beatmung oder medikamentöse Präparate behandeln. Mit dem Erwachsenwerden sinkt das Risiko für Apnoe und Entwicklungsverzögerungen deutlich; Eltern sollten die Aufmerksamkeit auf die Atmung nicht übermäßig konzentrieren, um neurotische Zustände beim Kind zu vermeiden. Man beachte, dass die Atmung bei gesunden Kindern oberflächlich, beschleunigt oder verzögert sein kann: bis zum ersten Lebensjahr sind Pausen unter 10 Sekunden und unregelmäßige Rhythmen zulässig.

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