Bioepilation

Begriff der Bioepilation

Unter Bioepilation versteht man die Entfernung unerwünschter Haare aus verschiedenen Körperteilen mittels Wachs, das in besonderer Zusammensetzung mit Hilfskomponenten vermischt ist. Bioepilation der Beine

Eine Vorläuferin der Bioepilation war Zarin Nefertiti, die ihre Zeitgenossen zur Schönheit veranlasste. Sie enthaarte den Körper mittels einer dickflüssigen aromatischen Mischung, deren Rezept bis zu unseren Zeiten leider nicht überliefert wurde. Heute versteht man unter Bioepilation (oder wie sie noch nennen: Waxing) die Depilation mit heißem, warmem oder kaltem Wachs.

Die Wirkung der Bioepilation dauert je nach individuellen Besonderheiten des Organismus zwischen 3 und 5 Wochen, da bei dieser Prozedur die Haarzwiebel nicht geschädigt wird, sondern nur das Haargestränge entfernt wird. Nach diesem Zeitraum wächst das Haar wieder, jedoch ist es nun weniger pigmentiert und weich. Nach einigen Prozeduren werden Anzahl und Dichte der Haare am Körper wesentlich verringert.

Es gibt drei Typen der Bioepilation je nach Temperatur des verwendeten Wachsbestandes:

  • Fest (heiß) – wird bei Vorhandensein einer dicken Haardecke bevorzugt;
  • Warmes Wachs bei niedriger Temperatur eignet sich für feines Haar.
  • Vorherbestimmtes weiches (kalt) Wachs dient zur Behandlung sensibler Haut; es entfernt die Hornschicht und verleiht der Haut einen samtigen Glanz.

Zur Erreichung kosmetischer Ziele werden zwei Wachsarten verwendet: fest und weich.

  • Als Grundlage des festen Wachses dienen Kieferharz oder Erdölprodukte unter Ergänzung von Zitronen- oder Pflanzenöl; das bei 38–41 °C erwärmte Mittel wird nach dem Haarwuchs aufgetragen. Dank der kautschukartigen Beschaffenheit entspricht das feste Wachs in seiner Genauigkeit dem Hautrelief; laut Rezensionen ist die Bioepilation mit festem Wachs für die Depilation an schwer zugänglichen Stellen (Bikinizone, Schamlippen-Sinus) schneller vorbestimmt.
  • Das weiche Wachs besteht aus Kieferharz, das mit Verdünnungsmitteln gemischt wird. Diese Mischung wird in speziellen Behältern oder Rollenkassetten abgegeben, im Spezialerhitzer erwärmt und gegen den Haarwuchs auf die Haut aufgetragen. Das nach der Prozedur verbleibende Wachs entfernt beruhigend die oberste Schicht der Oberhaut mittels Öl.

Die Bioepilation ist sicher, jedoch eine recht schmerzvolle Prozedur; der stärkste Schmerz entsteht bei der Bearbeitung der Person im Nasenbereich sowie in den Schamlippen-Sinus und beim Bikini-Bereich. Frauen mit niedriger Schmerzschwelle wird empfohlen, die Sitzung der Bioepilation in die Mitte des Menstruationszyklus zu legen, da an diesen Tagen die Schmerzschwelle erhöht ist.

Bei der Bioepilation dringt das Wachs in den Haarfollikel ein, umschließt ihn und erstarrt daraufhin. Durch eine heftige Bewegung wird das Wachs zusammen mit dem unerwünschten Haar entfernt.

Damit die Prozedur erfolgreich verläuft, muss die minimale Länge des Haarbogens 5 mm betragen.

Bevor das Wachs in der speziellen Ausrüstung erwärmt wird, wird die Hautoberfläche des Patienten mit einer Lotion behandelt, um Reste von Kosmetika und Hautfett zu entfernen; dies ermöglicht ein dichteres Anliegen des Wachses am Haar.

Das Wachs wird auf den Körper mit einem hölzernen Spachtel oder der Cartridge nach dem Haarwuchs aufgetragen. Nach dem Erhärten nimmt der Experte durch eine heftige Bewegung gegen das Haar das Wachs vom Papierstreifen („Serviette") zusammen mit der Vegetation ab.

Nach der Prozedur der Bioepilation wird die Haut mit einer Lotion behandelt, um Reizungen und schmerzhafte Empfindungen im bearbeiteten Bereich zu lindern.

Basierend auf den Rezensionen eignet sich die Bioepilation zur Depilation für Körperteile wie Folgendes:

  • Das Kinn
  • Die Lippen
  • Die Achselhöhlen
  • Der Rücken
  • Die Hände
  • Der Brustkorb
  • Der Patient
  • Die Beine Bioepilation – eine sichere Haarentfernungsbehandlung

Die Bioepilation des Bikinis

Auch bei der tiefen Bioepilation oder der Bikini-Bioepilation handelt es sich um eine Depilationsmethode, die nicht nur im Bereich der Oberschenkelinnenfläche, sondern auch in den intimen Zonen – Schambeinbereich, Genitalien und Afterregion – angewendet wird. Um Schmerzen zu minimieren, ist bei sehr empfindlicher Haut die tiefe Bioepilation erst ab einer Haarlänge von mindestens 7–10 mm empfehlenswert; zudem können spezielle schmerzstillende Gele während der Prozedur eingesetzt werden.

Die tiefen Bioepilation (Brasiliens) erfolgt mit zuckerhaltigem Wachs, einem der am wenigsten reizenden und allergiearmen Verfahren im Vergleich zu anderen Methoden. Dennoch raten Experten davon ab, Personen mit überempfindlicher Haut für diese Prozedur zu behandeln.

Die Bioepilation des Bikinibereichs ist ein komplexes Verfahren, das eine strikte Einhaltung von Hygienestandards sowie Genauigkeit und Vertraulichkeit erfordert; daher sollte die Durchführung einem qualifizierten Fachpersonal anvertraut werden.

Kontraindikationen

Zwar wird die Bioepilation in der Literatur als vergleichsweise komplikationsfreies und sicheres Verfahren eingestuft, doch sie ist mit spezifischen medizinischen Kontraindikationen verbunden:

  • Krampfadern
  • Wunden sowie entzündliche Hautreaktionen
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Krampfanfälle
  • Durchblutungsstörungen
  • Gutartige Hautneubildungen (Hautwarzen, Nävi, Papillome)
  • Schwere hypertone und ischämische Erkrankungen
  • Zusammensetzung des Wachses
Ob Sie wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison war Blutspender in über 1000 Fällen. Seine seltene Blutgruppe enthält Abwehrstoffe, die Neugeborenen mit schwerer Anämie helfen zu überleben. So hat der Australier zwei Millionen Kinder gerettet.


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