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Gebärmutterschleimhautbiopsie

Biopsie der Gebärmutterhalswand Die Biopsie des Gebärmutterhalses wird durchgeführt, nachdem bei der gynäkologischen Untersuchung durch die Analyse Abweichungen festgestellt wurden. Der Gebärmutterhals ist der enge untere Bereich der Gebärmutter, der Scheide und der Uterus verbindend und gelegen zwischen dem Mastdarm und der Harnblase. Von ihm wird ein Gewebemuster entnommen, um es für die weitere Analyse zu verwenden und zur Bestätigung oder Widerlegung der Verdachtsdiagnosen bezüglich des Vorhandenseins von Abnormalitäten, Präkanzerosen oder Karzinomen.

Besonderheiten der Durchführung des Eingriffs

Die Biopsie erfolgt am 5.–7. Zyklustag nach der Menstruation; vor dem Entnehmen des Untersuchungsmaterials muss die Scheidenflora unbedingt untersucht werden, da dies nur bei Abwesenheit einer Infektion möglich ist. Ist eine Infektion aufgedeckt worden, erhält die Frau zunächst eine Behandlung und führt erst nach Erhalt guter Analyseergebnisse die Biopsie durch.

Die Biopsie des Gebärmutterhalses ist schmerzlos und kurz; sie wird ohne Anästhesie durchgeführt: Auf dem Gebärmutterhals gibt es keine Schmerzrezeptoren, sodass die Frau während der Prozedur lediglich Druckempfindungen spürt, die sich als Reaktion auf den Instrumentalkontakt verstärken. Um diese Empfindungen zu mindern, ist eine vorherige Sedierung ausreichend.

Zum Entnehmen des Materials werden das Skalpell, das Radiomesser, biopsierende Zangen oder die Elektroschlinge verwendet.

Die Biopsie des Gebärmutterhalses erfolgt unter der Kontrolle eines Kolposkops – einer Vorrichtung, die einem Mikroskop ähnelt –, und zur Kennzeichnung des veränderten Bereichs des Epithels wird als Farbstoff die Lösung Lugols eingesetzt.

Biopsie des Gebärmutterhalses bei Erosion

Unter Portioerosion versteht man die Rötung, die der Gynäkologe bei der visuellen Standarduntersuchung feststellt; diese Rötung deutet auf eine Entzündung am Gebärmutterhals hin und erhöht somit das Risiko einer Infektion. Eine Antibiotikatherapie ist oft unzureichend, weshalb man unmittelbar mit dem Herd der Entzündung arbeiten muss. Daher wird neben der Kolposkopie bei Frauen mit Erosion die Biopsie des Gebärmutterhalses verordnet, um den Zustand des Epithels zu bestimmen und das weitere Vorgehen (medikamentös oder chirurgisch) festzulegen.

Biopsie der Gebärmutterhalswand bei Erosion Bei der Erosion hilft die Biopsie des Gebärmutterhalses, eine langdauernde Zervizitis aufzudecken; ernennen Sie eine antivirale oder antiphlogistische Behandlung. Eine plasmaklektische Metaplasie – den Prozess der Heilung der Erosion –, erfordert keine weitere Behandlung. Bei einer Leikoplazie wird die Erkrankung chirurgisch behandelt. Ein flaches Kondylom: Ernennen Sie eine antivirale Therapie; gegebenenfalls ist nach einer erneuten Biopsie eine Operation notwendig. Bei Dysplasien ernennen Sie antiphlogistische, antivirale oder chirurgische Behandlungen. Gebärmutterhalskrebs: Die Patientin steht unter onkologischer Beobachtung und erhält die entsprechende Behandlung.

Die Abarten der Biopsie des Gebärmutterhalses

Je nach den erzielten Ergebnissen der Kolposkopie und dem Zustand des Gebärmutterhalses kann bei der Biopsie entweder ein kleines Gewebemuster entnommen oder der Bereich ausgehöhlt werden, in dem die Abnormität lokalisiert ist. Daher unterscheidet man folgende Arten dieser Biopsie:

  • Die Konisation: Mit Hilfe eines Skalpell- oder Laserverfahrens wird aus dem Gebärmutterhals ein kegelförmiges Gewebefragment entnommen.
  • Trepanbiopsie: Zur Forschung werden kleine Gewebestücke des Epithels aus bestimmten Bereichen des Gebärmutterhalses entnommen.
  • Endozervikale Biopsie: Mit Hilfe eines speziellen Instruments, der Kürette, wird Schleim aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen.

Verlauf nach der Biopsie

Die Frau kann einige Tage nach dem Eingriff mäßige krampfhafte Schmerzen verspüren und sollte diese mit Schmerzmitteln lindern.

Die Wiederaufbauperiode nach der Biopsie dauert einige Tage bis hin zu mehreren Wochen. In dieser Zeit können Sekrete beobachtet werden, die entweder unbedeutend und bräunlich oder als mäßige vaginale Blutung auftreten.

Nach der Biopsie ist es notwendig, sich mindestens zwei Wochen lang von körperlichen Belastungen und sexueller Aktivität fernzuhalten.

Nach einer Biopsie des Gebärmutterhalses können Sekrete grünlich oder bräunlich sein. Solche Ausflüsse treten insbesondere auf, wenn vor dem Eingriff eine ausgedehnte Kolposkopie durchgeführt und der Gebärmutterhals mit speziellen Lösungen behandelt wurde.

Gelbe Sekrete nach einer Gebärmutterhalsbiopsie oder Sekrete mit unangenehm scharfem Geruch können auf eine Infektion hindeuten. In diesem Fall muss die Patientin einen Arzt konsultieren.

Bei ärztlicher Betreuung sollten Sie sich wenden, falls während des Wiederaufbauperiods folgende Symptome auftreten:

  • Eine starke vaginale Blutung mit einer Intensität, die der Menstruation entspricht oder diese übersteigt.
  • Starke Schmerzen im Unterleib
  • Eine Erhöhung der Körpertemperatur

Nach Biopsie und Auswertung der Ergebnisse kann der Frau eine weitere Kolposkopie oder eine gezielte Therapie der festgestellten Auffälligkeiten verordnet werden.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Im Laufe des Lebens bildet ein statistisch durchschnittlicher Mensch weder viel noch wenig Speichel, da er zwei große Speicheldrüsen besitzt.


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