Ziklodol

Ziklodol wirkt als zentraler N-Cholin-Blocker und zählt zur Gruppe der Anticholinergika. Anticholinergisches Präparat Cyclo-Dol

Pharmakologische Wirkung von Ziklodol

Aufgrund seiner Fähigkeit, sowohl peripher- als auch zentralmyleorelaxierend sowie cholinolytisch zu wirken, zählt Ziklodol zu den Hauptpräparaten bei Parkinsonismus. Das Medikament hilft, Tremor zu verringern, hat jedoch nur einen geringen Einfluss auf die Bewegungsverlangsamung und Rigidität.

Aufgrund seiner M-cholinoblockierenden Wirkung auf das periphere Nervensystem führt die Einnahme zur Verringerung von Haut- und Speichelsekretion; zudem kann das Medikament lokal anästhetisch wirken. Die Gesamtdauer des therapeutischen Effekts nach oraler Gabe beträgt 6 bis 12 Stunden, der maximale Effekt tritt 2 bis 3 Stunden nach der Einnahme ein. Bei intramuskulärer oder intravenöser Applikation verkürzt sich die Zeit auf 10 Minuten, und der Effekt kann bis zu 12 Stunden anhalten.

Darreichungsform

Für Ziklodol ist laut Packungsbeilage nur eine Darreichungsform verfügbar: Tabletten mit den Wirkstoffmengen von 1 mg, 2 mg oder 5 mg. Sie weisen weiße Farbe und runde Form mit flacher Oberfläche auf und sind in Packungen à 50 Stück erhältlich.

Anwendungshinweise

Medizinische Fachliteratur beschreibt Ziklodol als hochwirksam bei der Behandlung folgender neurologischer Erkrankungen:

  • Parkinsonismus unterschiedlicher Ätiologie;
  • Verwirrungen extrapyramidaler Systeme, die durch erhöhten Muskeltonus und Hyperkinesen (gewaltsame Selbstbewegungen, begleitet von unwillkürlichen Muskelkrämpfen) ausgelöst werden.

Kontraindikationen

Ziklodol und seine Analoga sind potente Substanzen; daher wird ihre Anwendung in bestimmten Fällen nicht empfohlen. Das Präparat sollte nur angewendet werden, wenn:

  • eine Hypersensibilität gegenüber den Wirkstoffen des Präparats besteht, insbesondere gegenüber Trihexifenidil;
  • Der Patient leidet unter einer Harnverhaltungsstörung;
  • bei einem diagnostizierten Prostataadenom (Vorsteherdrüsenhypertrophie) mit Restharnbildung;
  • Es liegen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes mit obstruktivem Charakter vor.
  • Bei dem Patienten liegt eine diagnostizierte Vorhofflimmerung vor.
  • Das Alter des Patienten beträgt fünf Jahre weniger als das aktuelle Datum.
  • Eine bestätigte Schwangerschaft liegt vor.

Anwendungshinweise für Ziklodol.

Die Gebrauchsanweisung empfiehlt, die Therapie mit den minimal zulässigen Dosen zu beginnen und diese bei Bedarf unter ärztlicher Aufsicht schrittweise zu steigern. Je nach Art der Erkrankung werden unterschiedliche Minimaldosen festgelegt.

  • Bei Parkinson-Syndrom ist es ratsam, die Behandlung mit 1 mg Trihexifenidylhydrochlorid (der wirksamsten Hauptkomponente von Ziklodol) pro Tag zu beginnen. Ist eine Anpassung notwendig, sollte die Dosis unter ärztlicher Aufsicht schrittweise bis maximal 3 mg alle 3–5 Tage erhöht werden. Die Dosierung ist individuell an den Zustand des Patienten und das Erreichen der optimalen Wirkung anzupassen. Für diese Erkrankung beträgt die therapeutische Tagesdosis bis zu 16 mg, wobei das Minimum bei 6 mg liegt. Diese Tagesdosis sollte auf 3–5 Einzeldosen verteilt werden. Zudem wird eine Anwendung von Ziklodol in Dosen über 20 mg pro Tag nicht empfohlen.
  • Bei extrapyramidalen Störungen kann die Tagesdosis bis zu 16 mg betragen (Minimum: 2 mg). Die Dosierung erfolgt je nach Schweregrad der Symptome; das Maximum liegt bei 20 mg.
  • Bei der anticholinergen Therapie ist eine schrittweise Dosisanpassung erforderlich, beginnend mit einer Anfangsdosis von 2 mg und steigend bis zur minimal wirksamen therapeutischen Dosis. Das absolute Maximum liegt bei 50 mg pro Tag.
  • Ziklodol wird bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 5 und 17 Jahren ausschließlich zur Behandlung extrapyramidalen Dyskinesien verschrieben. Die Tagesdosis sollte 40 mg nicht überschreiten.

Lösung und Tabletten Cyclo-Dol Allgemeine Empfehlungen zur Anwendung von Ziklodol: Die Tabletten sollten unabhängig von der Nahrungsaufnahme eingenommen werden, jedoch stets mit ausreichend Flüssigkeit (ca. 180 ml). Falls beim Patienten zu Beginn der Behandlung eine Hypersekretion des Speichels beobachtet wird, ist es ratsam, das Medikament nach dem Essen einzunehmen. Während der Therapie kann es zum Auftreten von Mundtrockenheit kommen; in diesem Fall sollte die Einnahme vor den Mahlzeiten erfolgen, wobei das Auftreten von Übelkeit zu kontrollieren ist.

Das Präparat darf nicht abrupt abgesetzt werden. Die Therapie muss schrittweise beendet werden, indem die Dosierung über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen kontinuierlich reduziert wird. Eine Nichtbeachtung dieser Empfehlung kann zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Die Dauer der Therapie orientiert sich am individuellen Krankheitsbild und wird ärztlich festgelegt.

Zusätzliche Nebenwirkungen von Ziklodol

Laut medizinischen Bewertungen kann das Präparat verschiedene Organsysteme beeinflussen und unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Bei Auftreten weniger häufig beschriebener Symptome wird die Konsultation eines Arztes empfohlen:

  • Verletzung der Akkommodation, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Erbrechen sowie Übelkeit; in seltenen Fällen können Symptome wie gesteigerte Unruhe, Gedächtnisstörungen, Bewusstseinsstörungen und Schlafstörungen auftreten; noch seltener Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen).
  • Zu den Nebenwirkungen gehören Mundtrockenheit, Verstopfung, verminderte Schweißabsonderung sowie Störungen des Wasserlassen und Tachykardie. Seltener treten Mydriase, Bradykardie und Sehstörungen auf.
  • Allergische Hautausschläge.

Die Symptome lassen in der Regel von selbst nach oder können durch eine Dosisreduktion bzw. Anpassung der Einnahmefrequenz behoben werden.

Besondere Hinweise

Die Anwendung von Ziklodol sowie analoger Präparate bei Patienten über 60 Jahren sollte einer ständigen medizinischen Überwachung unterzogen werden, da das Risiko für eine Verschlechterung kognitiver Funktionen und Gedächtnisstörungen erhöht ist.

Eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks ist während der Ziklodol-Therapie obligatorisch.

Die Anwendung von Ziklodol sowie analoger Präparate bei Patienten über 60 Jahren sollte einer ständigen medizinischen Überwachung unterzogen werden, da das Risiko für eine Verschlechterung kognitiver Funktionen und Gedächtnisstörungen erhöht ist.

Eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks ist während der Ziklodol-Therapie obligatorisch.

Bei der Anwendung von Ziklodol ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.

Zu den Analoga von Ziklodol gehören unter anderem Ziklon und andere Cyclohexanol-Derivate.

Zu den Arzneimitteln mit ähnlicher Wirkungsweise wie Ziklodol gehört unter anderem Parkopan.

  • Parkopan
  • Trimin
  • Antitrem
  • Benzogeksal-Hydrochlorid
  • Parinsan
  • Pazin
  • Trisil

Die Lagerungsbedingungen von Ziklodol

Das Präparat muss vor Kindern geschützt an einem trockenen Ort fernab von Sonnenlicht aufbewahrt werden, bei einer Temperatur nicht höher als 25 °C. Bei Einhaltung dieser Bedingungen beträgt die Haltbarkeit fünf Jahre.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison war Blutspender in über 1000 Fällen. Aufgrund seiner seltenen Blutgruppe konnten Antikörper Neugeborene vor schwerer Anämie schützen. So rettete der Australier etwa zwei Millionen Kinder.


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