Leberzirrhose

Die Zirrhose ist eine chronische Lebererkrankung, die zum Funktionsverlust des Organs führt. Das betroffene Organ wird verdichtet, verändert in den Umfängen und weist unregelmäßige, knotige Veränderungen auf; es kann verkleinert oder vergrößert sein.

Die von Zirrhose betroffene Leber ist knotig und rau. Das Ascites (die Flüssigkeitsretention in der Bauchhöhle) ist die häufigste Komplikation der Leberzirrhose und geht mit einer Verschlechterung des Lebensqualitäts sowie einem erhöhten Risiko für Infektionen einher. Weitere potenziell lebensgefährliche Komplikationen sind das hepatische Koma und Blutungen, die durch die Varikose der Speiseröhre verursacht werden.

Die Leberzirrhose ist ein irreversibler Prozess; ihre Behandlung richtet sich üblicherweise auf die Prophylaxe der daraus resultierenden Komplikationen. In späteren Stadien wird eine Lebertransplantation erforderlich.

Die Leberzirrhose zählt zu den häufigsten Todesursachen weltweit und führt bei Patienten im Alter von 35 bis 60 Jahren zum Tod.

Symptome der Leberzirrhose

In den frühen Stadien treten keine Symptome auf, da noch keine Komplikationen vorliegen. Diese Phase ist ideal zur Behandlung der zugrundeliegenden Ursache; die Leber besitzt eine Regenerationsfähigkeit und ermöglicht es, gesundes Gewebe zu erhalten sowie ein normales Gesundheitsverhalten einzuführen.

Hauptmerkmale und Symptome einer Leberzirrhose

  • Vergrößerter Bauchdurchmesser durch Aszites.
  • Bewusstseinsstörungen und Verhaltensveränderungen
  • Blutendes Zahnfleisch
  • Epistaxis (Nasenbluten)

Zu den Symptomen einer Leberzirrhose zählen unter anderem:

  • Übermäßige Ermüdbarkeit
  • Gewichtsverlust
  • Anorexie (Appetitminderung)
  • Ikterus
  • Hellfärbung der Stühle (Steatorrähie) bzw. Verstopfung
  • Verdunkelung des Urins
  • Beerenzunge (Strawberry tongue)
  • Dyspepsie
  • Bauchschmerzen
  • Beinödeme
  • Hautblutungen (Teleangiektasien)
  • Juckreiz
  • Blutungen
  • Häufige bakterielle Infektionen
  • Hautrötung der Handflächen (Palmarerythem)
  • Verminderte Libido
  • Dämpfender oder quälender Schmerz im Bereich der Leber
  • Gynäkomastie bei Männern

Verlaufsformen der Leberzirrhose

Der Krankheitsverlauf gestaltet sich meist sehr langsam; daher lassen sich folgende Stadien der Leberzirrhose unterscheiden:

  • Stadium der Kompensation: Abwesenheit von Symptomen infolge der kompensierten Leberfunktion.
  • Stadium der Subkompensation: Auftreten erster Erkrankungszeichen, die sich in Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Schwäche und Unwohlsein im rechten Oberbauch äußern, da die Leber nicht mehr voll funktionsfähig ist.
  • Stadium der Dekompensation: Auftreten von Ikterus, Portalhypertonie-Syndrom und hepatischem Koma, was eine Lebensgefahr darstellt.

Diagnostik und Behandlung der Leberzirrhose.

Eine Biopsie ist eine der Diagnosemethoden für Leberzirrhose. Die Diagnostik der Leberzirrhose erfolgt durch den Gastroenterologen oder Hepatologen nach sorgfältiger klinischer Untersuchung des Patienten. Dazu gehören die biochemische Blutanalyse, die Ultraschalluntersuchung der Leber und Bauchorgane, die Serologie zur Virushepatitis-Diagnostik, die Gastroskopie sowie die Computertomographie und nuklearmedizinische Verfahren. Bei entsprechender Indikation wird zudem eine Leberbiopsie durchgeführt.

Nach Abschluss der Diagnostik und Bestätigung der Diagnose beginnt die Therapiephase; eine vollständige Heilung ist nicht möglich, lediglich das Fortschreiten von Komplikationen kann verzögert werden. Die Behandlung umfasst therapeutische Maßnahmen wie:

  • Die Gabe der entsprechenden Medikamente.
  • Eine Diättherapie mit Vermeidung von gebratenen und fettreichen Speisen, Salzen sowie alkoholischen Getränken.
  • Die Gabe von Glukokortikoiden bei Autoimmunlebererkrankungen.
  • Die Durchführung einer antiviralen Therapie bei Virushepatitis.
  • Die Einnahme von Hepatoprotektiva.

Verschlechtert sich unter der Behandlung der Leberzirrhose das Krankheitsgeschehen und treten Komplikationen auf, so ist eine dringende stationäre Aufnahme erforderlich. Zudem können bei der Therapie der Leberzirrhose folgende chirurgische Eingriffe notwendig sein:

  • Shunt-Operationen zur Bildung neuer Blutwege
  • Parazentese – Punktion der Bauchdecke
  • Lebertransplantation
Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Karies ist die weltweit häufigste Infektionskrankheit, gegen die selbst die Influenza nicht ankämpfen kann.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt