Derbennik

Derbennik Derbennik: Eine mehrjährige Graspflanze aus der Familie der Knöterichgewächse (Ranunculaceae) mit aufrechten, stämmigen Stängeln und kraftvollen Wurzeln. Weitere Volksbezeichnungen sind Plakun (das Gras) oder Podbereschnik. Die Pflanze kommt in den gemäßigten Zonen Eurasiens vor und ist in Russland, Weißrussland, dem Kaukasus sowie der Ukraine weit verbreitet. Man findet sie hauptsächlich auf Sümpfen, in Küstennähe und an Auen. Insgesamt gibt es über 15 Arten von Derbennik; am häufigsten vorkommend und bekannt für seine heilenden Eigenschaften ist die Art Derbennik iwolistyj (Woll-Derbennik). Die Pflanze ist eine gute Honigpflanze, sodass ihre Anbau auf Gartengrundstücken möglich ist.

Heilwirkungen des Derbenniks

Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, blutstillend, schmerzlindernd, antiseptisch, gefäßverengend und harntreibend.

Für alle therapeutischen Zwecke werden sämtliche Pflanzenteile des Derbenniks verwendet: Wurzeln, Stiele, Blätter, Blüten und Samen. Die Wurzeln sind reich an Gerbstoffen; die Samen enthalten das Alkaloid Glykosid Litmarin, die Blätter das Glykosid Salikarin sowie ätherische Öle und Harz. Die Früchte des Derbenniks sind reich an Flavonoiden.

Anwendung in der Volksmedizin

In der Volksmedizin wird das Gras Derbennik zur Behandlung akuter Darmerkrankungen, chronischer Gastritis sowie Kolitiden eingesetzt. Aufgrund seiner adstringierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ist diese Pflanze bei Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts unersetzlich. Zudem findet sie Anwendung bei Fieber, Erkältungskrankheiten sowie sexuell übertragbaren Infektionen.

Derbennik wird zur Behandlung der Toxämie von Schwangeren (als krampflösendes Mittel) eingesetzt. Die verwendete Arzneipflanze bildet die Basis für verschiedene homöopathische Präparate. Ein Aufguss aus Derbennik besitzt eine blutstillende Wirkung und hilft bei der Linderung von Blutungen unterschiedlicher Herkunft (uterin, Magen-Darm, äußerlich).

Der Aufguss des Grases sowie der Blüten dieser Pflanze wird topisch bei Hauterkrankungen (zum Beispiel Ekzemen) sowie zum Waschen eitriger Wunden verwendet.

Der Tee aus Derbennik hilft bei neurologischen Erkrankungen, Depressionen, Hysterie und dem asthenischen Syndrom. Ein Aufguss dieser Pflanze wird in Bädern nach Volksmethoden zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt.

Aus den Wurzeln oder den Spitzen der frischen Pflanze werden Aufgüsse und Tinkturen hergestellt.

Zur Zubereitung des Aufgusses werden 5 g (1 Esslöffel) des getrockneten, zerkleinerten Grases mit 250 ml siedendem Wasser übergossen und vier Stunden ziehen gelassen. Anschließend wird der Aufguss abgeseiht und dreimal täglich zu je einem Drittel eines Glases eingenommen.

Die Tinktur aus der Bärenklau-Pflanze wird wie folgt zubereitet: Das getrocknete Pflanzengewebe (Wurzeln, Stängel, Blüten) wird mit 76-prozentigem Alkohol oder Wodka im Verhältnis 1:10 übergossen und für zwei Wochen an einem dunklen, kühlen Ort stehen gelassen. Anschließend wird die Lösung abgeseiht und dreimal täglich bis zum Essen zu je 20–40 Tropfen eingenommen (vorläufig in 50 ml Wasser verdünnt).

Der Aufguss aus der Bärenklau-Pflanze wird ausschließlich aus den Wurzeln hergestellt. Dazu werden 1 Teelöffel des getrockneten Rohmaterials mit 250 ml kochendem Wasser übergossen und fünf Minuten bei schwacher Hitze aufgekocht. Anschließend wird der Sud eine Stunde ziehen gelassen, abgeseiht und dreimal täglich zu je einem Maßglas bis zum Essen eingenommen. Der Aufguss aus Bärenklau eignet sich aufgrund seiner krampflösenden Wirkung zur Behandlung von Wassergeschwülsten sowie Nierenerkrankungen. Derbennik-Gras

Aus frischen Blättern kann ein abschwellendes Mittel hergestellt werden. Dazu werden die Blätter zu einem Brei zerkleinert und auf das betroffene Areal aufgetragen.

Die Kultur von Derbennik ist auch unter künstlichen Bedingungen in 'Apothekerbeeten' möglich; er verträgt die Nachbarschaft mit Minze, Dewjassilow, Duschi und Pustyrnik.

Kontraindikationen für den Einsatz von Derbennik.

Die Einnahme dieser Pflanze wird bei Personen mit erhöhtem Thromboserisiko sowie bei Störungen des hämopoetischen Systems nicht empfohlen. Auch die Anwendung von Derbennik-Gras zur Behandlung einer atonischen Obstipation bei älteren Menschen ist zu vermeiden. Bei arterieller Hypertonie muss die Pflanze vorsichtig eingesetzt werden, da Derbennik eine Vasokonstriktion bewirkt.

Ob Das sollten Sie wissen:

Amerikanische Wissenschaftler haben Experimente an Mäusen durchgeführt und festgestellt, dass der Saft von Arbusnyj die Entwicklung einer Atherosklerose der Gefäße verhindert. Eine Gruppe der Mäuse erhielt normales Wasser, während die zweite Gruppe den Saft von Arbusnyj zu sich nahm. Anschließend waren die Gefäße der zweiten Gruppe frei von cholesterinhaltigen Plaques.


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