Zerebralparese

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Zerebrale Kinderlähmung

Zerebralparese (ZKL) – eine angeborene Schädigung des Gehirns, die im Verlauf der intrauterinen Entwicklung entsteht. Eine erworbene Form tritt äußerst selten infolge von Schädel-Hirn-Trauma oder Infektionen auf.

Die Zerebrale Kinderlähmung (ZKL) ist die häufigste Ursache für eine Behinderung bei Kindern; sie betrifft etwa neun von 1.000 Kindern.

In vieler Hinsicht bleibt diese Statistik ungenügend, was auf die Komplexität und Unvorhersehbarkeit der Erkrankung zurückzuführen ist.

Ursachen der zerebralen Kinderlähmung

Als Hauptursache wird eine Hypoxie des Gehirns angenommen. Diese kann durch eine ungestörte oder protrahierte Geburt entstehen, wenn dem Gehirn des Fötus nur sehr wenig Sauerstoff zur Verfügung steht.

Der Kontakt mit Strahlungs- und chemischen Substanzen führt zu einer fötalen Vergiftung; daher ist es nicht überraschend, dass Frauen, die in schädlichen Produktionsstätten arbeiten, Kinder mit der Diagnose Zerebrale Kinderlähmung gebären können. Zu den auslösenden chemischen Substanzen zählen Röntgenstrahlung sowie die Wirkung elektromagnetischer Felder. Auch schädliche Gewohnheiten der Mutter sowie eine Pathologie der Schilddrüsenfunktion üben einen geringen Einfluss auf die Entstehung der zerebralen Kinderlähmung beim Kind aus.

Ein bei der Geburt erlittenes Trauma oder ein bis zum Zeitpunkt der Geburt bestehendes Trauma kann als Faktor zur Entwicklung der zerebralen Kinderlähmung beitragen. Ein solches Geburts trauma kann das vollwertige Gehirn des noch nicht geborenen Kindes schwer beschädigen, meist durch einen Bluterguss und den nachfolgenden Rückgang von Hirnbereichen. Es ist wichtig zu beachten, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, kein erhöhtes Risiko für eine Diagnose der zerebralen Kinderlähmung haben.

Auch Erkrankungen wie Meningitis oder Enzephalitis können zur zerebralen Kinderlähmung führen.

Das Gehirn eines Neugeborenen kann auch ohne äußere Einflüsse aufgrund schwerwiegender genetischer Störungen beeinträchtigt sein. In diesem Fall ist die Hauptursache der Erkrankung ein erblicher Faktor; diese Kinder überleben in der Regel selten, nur etwa 10 % erreichen das Erwachsenenalter.

Symptome der zerebralen Kinderlähmung

Im frühen Alter, wenn das Zentralnervensystem des Kindes noch nicht vollständig entwickelt ist, unterscheiden sich Kinder mit zerebraler Kinderlähmung kaum von anderen Kindern.

Im Laufe der Zeit wird deutlich, dass das Kind in seiner Entwicklung im Vergleich zu Altersgenossen erheblich zurückbleibt. Es beginnt spät, den Kopf zu halten und kann lange Zeit ohne Unterstützung nicht sitzen oder kriechen. Die Symptome der zerebralen Kinderlähmung werden noch deutlicher, wenn dem Kind bereits ein Jahr vorliegt und es keine Anzeichen für die ersten Schritte zeigt. Das betroffene Kind hat zudem Probleme mit Gehör und Sprache: Es reagiert auf laute Geräusche nicht angemessen und beginnt erst im Alter von 2 bis 3 Jahren zu sprechen. In diesem Alter kann man oft feststellen, dass das Kind eine Hand bevorzugt (Rechts- oder Linkshändigkeit).

Die Bewegungen eines Kindes mit zerebraler Kinderlähmung sind entweder heftig und unkontrollierbar oder im Gegenteil matt und ziellos. Krampfanfälle der Hände und Beine sowie des Unterkiefers können beim Weinen auftreten.

Im Alter von 5 bis 6 Jahren entwickeln betroffene Kinder oft unkontrollierbare Gewohnheiten wie Lippenbeißen oder Nagelkauen. Sie zeigen ein hyperaktives und ungestümes Verhalten. Die Sprachentwicklung ist beeinträchtigt, da die Lippen- und Zungenbewegungen nicht ausreichend kontrolliert werden können. Zudem tritt häufig Speicheln auf, verursacht durch die Unfähigkeit, die Schluckmuskulatur zu koordinieren. Viele dieser Kinder entwickeln ein Schielen, bedingt durch eine Schwäche der Augenmuskulatur sowie gestörte Bulbusbewegungen. Der Gang ist meist angespannt; das Kind geht buchstäblich auf den Zehenspitzen, wobei die Beine leicht gekreuzt oder zusammengepresst sind.

Die Behandlung der zerebralen Kinderlähmung

Behandlung der zerebralen Kinderlähmung

Eine körperliche Aktivität wirkt sich – sofern vom Arzt genehmigt – am besten auf die Gesundheit eines Kindes mit zerebraler Kinderlähmung aus. Wesentliche Elemente der Rehabilitation sind therapeutisches Gymnastiktraining unter fachkundiger Anleitung sowie Massage und Wärmetherapie.

Die Therapie der zerebralen Kinderlähmung setzt voraus, dass Wirkstoffe eingesetzt werden, die darauf abzielen, die Hirnleistung zu verbessern. Dabei kann auch die Wojta-Methode Anwendung finden; ihr Kern liegt in der Wiederherstellung physiologischer Bewegungsmodelle sowie in der Bildung von Bewegungsgewohnheiten. Das Kind soll lernen, das Gleichgewicht zu halten, Atmungsfunktionen zu regulieren und Gliedmaßenbewegungen auszuführen.

Es ist zudem sinnvoll, orthopädisches Schuhwerk zu tragen, um Fußdeformitäten vorzubeugen.

Patienten mit zerebraler Kinderlähmung sollten beim normalen Gehen regelmäßig und methodisch trainiert werden; jede Muskelgruppe soll durch Übungen entwickelt werden. Dehnübungen führen aufgrund ihrer Wirkung auf die Elastizität und der Reduktion der Anstrengung bald zu positiven Ergebnissen, sodass das Kind bei langwieriger Therapie tatsächlich kaum noch vom gesunden Altersgenossen unterscheidbar ist.

Bitte beachten Sie: Für ein Kind mit zerebraler Kinderlähmung stellen eine freundliche familiäre Atmosphäre sowie Liebe und aufrichtige Hoffnung der Angehörigen auf die Genesung die beste Behandlung dar.

Ob Sie wissen bereits Folgendes:

Menschen, die sich regelmäßig zum Frühstück gewöhnt haben, leiden seltener an einer Fettüberlagerung.


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