Dikrassin

Dikrasin zur äußerlichen Anwendung Dikrassin – ein Kombinationspräparat zur topischen Anwendung mit entzündungshemmender und schmerzlindernder Wirkung.

Darreichungsform und Lagerbestand

Applikationsform – Lösung zur topischen Anwendung (65 ml pro Flasche, im Karton eine Flasche).

Zusammensetzung der flüchtigen Bestandteile pro 100 ml Dikrassin:

  • Konzentrierte Salzsäure – 3,3 g;
  • Hartheu – 0,46 g;
  • Gewöhnlicher Dushitsa-Schachtelhalm – 0,46 g;
  • Weißdornblüten und -blätter – 0,3 g;

Hilfsstoffe: gereinigtes Wasser.

Anwendungshinweise

  • Bei Kniearthrose, Hüftgelenksarthrose sowie Arthrose der Schultergelenke;
  • Osteochondrose
  • Deformierende Spondylarthropathie mit Polyneuropathie und Infektion der Wirbelsäule
  • Behandlung entzündlicher Prozesse in periartikulären Strukturen großer Gelenke: Gelenkkapsel, Bänder, umgebende Muskulatur und Sehnen
  • Spondylitis ankylopoetica (entzündliche Versteifung der Wirbelgelenke)
  • Deformierende Spondylarthrose
  • Therapie funktioneller Störungen und Gelenkbeschwerden
  • Rheumatisches Syndrom mit Muskel- und Bänderdehnungen, Luxationen sowie sportlichen Traumata und weiteren Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

Kontraindikationen

Kontraindikationen für die Anwendung von Dikrassin

  • Osteoarthritis des Hüftgelenks Grad III–IV
  • Degenerativ-infektiöse Erkrankungen der Wirbelsäule mit Gelenkbeteiligung
  • Herzinsuffizienz Grad II–III
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Infektiöse, entzündliche oder allergische Hauterkrankungen sowie Hautausschläge
  • Menstruation
  • Patientinnen im Alter von bis zu 15 Jahren
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels

Anwendung und Dosierung

Dikrassin ist zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Vorher die Lösung gut schütteln, sie auf die Haut auftragen und leicht einmassieren. Das Verfahren kann von der Patientin selbst oder vom Masseur durchgeführt werden.

Die Behandlung von Gelenkverletzungen erfolgt durch das Auftragen von 15–20 Tropfen der Lösung direkt auf das Gelenk mit anschließender Einreibung. Das Verfahren wird täglich oder einmal alle zwei Tage durchgeführt. Die Dauer einer lokalen Therapie beträgt 18 bis maximal 20 Tage. Ein weiterer Kurs kann über 14 Tage durchgeführt werden.

Der vollständige Kurs ist bei Osteochondrose, Spondylarthrose und deformierenden Spondylosen indiziert. Er wird nach folgendem Schema durchgeführt:

  • Tag 1: Es erfolgt eine Ganzkörpermassage des Patienten mit Einreibung von 25–30 ml Lösung über einen Zeitraum von 30 Minuten unter gleichmäßiger Verteilung auf alle Hautbereiche. Die Massage beginnt an den Gliedmaßen (Fußsohle) und steigt allmählich nach oben; anschließend geht man zum Rumpf, zum Hals, zur Brust sowie zu den Händen über. Beachten Sie die Richtung der Bewegungen: Die Einreibung erfolgt von den Extremitäten (Händen und Beinen) stets zum Rumpf hin. Hautbereiche mit geschädigtem Gewebe dürfen nicht behandelt werden. Bei Patienten, bei denen der Geruch des Präparats störend ist, empfiehlt sich die Anwendung einer feuchten Kompresse.
  • Tag 2: Dikrassin wird nicht verwendet; stattdessen erfolgt eine Massage mit einem neutralen Grundöl;
  • Tag 3: Wasserbehandlungen.

Diese Reihenfolge wird sechsmal wiederholt; für einen Kurs sind etwa drei Flaschen der Lösung erforderlich. Bei schwereren Krankheitsformen ist die Durchführung von 2–3 vollständigen Kuren mit einer Pause von 14 Tagen zwischen ihnen gestattet.

Bei guter Verträglichkeit des Präparats kann nach dem Abschluss des vollständigen Kurses über 14 Tage die Behandlung durch lokale Einreibung des Präparates in die Haut fortgesetzt werden. Die Häufigkeit der Verfahren beträgt einmal alle zwei Tage.

Bei diabetischer Makroangiopathie und obliterierender Endarteriitis wird nach Abschluss des vollständigen Kurses eine lokale Einreibung der Lösung empfohlen.

Eine Änderung des Lebensstils im Verlauf der Behandlung ist nicht zwingend erforderlich.

Nebenwirkungen

Ein möglicher Nebenwirkung der Anwendung von Dikrasin ist eine vorübergehende Rötung und Hyperämie. Im Rahmen der Einreibung kann das Auftreten von Hautjuckreiz entstehen, dessen Ursache die Verstopfung durch in den Poren des Präparats gelöste Salze und Schlackenstoffe ist. In diesem Fall dringt die neutrale Salbe bis zum vollständigen Verschwinden des Hautreizes in die betroffenen Hautbereiche ein, während gesunde Körperabschnitte nach einem bestimmten Schema behandelt werden.

Im Falle einer Verschlimmerung der Krankheitserscheinungen während des Therapieverlaufs ist es nicht notwendig, die Behandlung abzubrechen; bei starker Verschlimmerung wird empfohlen, das Intervall zwischen den Prozeduren zu vergrößern.

Besondere Hinweise

Patienten wird vor Therapiebeginn empfohlen, eine Probe zur Verträglichkeit des Präparats durchzuführen. Dazu ist eine kleine Menge der Lösung in die Haut des Unterarms einzureiben; bei Abwesenheit einer Reaktion kann das Mittel angewendet werden.

Das Präparat darf nicht auf Gesichtshaut, behaarte Kopfhaut und das Inguinalgebiet eingerieben sowie auf feuchte Körperpartien aufgetragen werden.

Es ist notwendig, den Kontakt der Lösung mit den Schleimhäuten der Augen nach dem Auftragen des Präparats sorgfältig zu vermeiden; die Hände müssen gewaschen werden. Sollte die Lösung versehentlich in die Augen geraten sein, muss sie mehrmals mit einer Natriumhydrocarbonat-Lösung ausgewaschen werden: 1 Teelöffel Soda auf 1 Liter Wasser.

Bei häufigem Kontakt kann Dikrasin eine austrocknende Wirkung auf die Haut der Hände ausüben; deshalb müssen Masseure und Personen, die das Mittel regelmäßig einreiben, medizinische Handschuhe verwenden.

Arzneimittelwechselwirkungen

Dikrasin darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zur äußerlichen Anwendung verwendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Dikrassin mit Arzneimitteln zur parenteralen Gabe sowie die orale Einnahme sind nicht gestattet.

Haltbarkeitsdauer und Lagerungsbedingungen.

An einem kühlen und vor Licht geschützten Ort lagern. Vor Kindern sichern.

Haltbarkeit: 3 Jahre.

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