Apotheker

Der Apotheker – ein jüngeres Fachgebiet, das sich mit den Vorbereitungen, der Forschung und der Herstellung verschiedener Arzneimittel befasst. Der Hauptarbeitsort des Apothekers sind die Apotheken, Apothekenlagerhäuser, pharmazeutische Unternehmen, kontroll-analytische Institute, Forschungseinrichtungen, pharmazeutische Fabriken sowie Produktionsstätten.

Pharmazeut – Fachkraft für die Zubereitung, Untersuchung und Abgabe verschiedener Arzneimittel

Der Apotheker verfügt über systemisches Wissen in den Bereichen der Pharmazietechnik, der Arzneimittelherstellung, der pharmazeutischen Chemie, der Organisation und Wirtschaft der Pharmazie sowie der Pharmakologie und Pharmakotherapie.

Das Berufsbild des Apothekers ist einer der ältesten Berufe, die dem Menschen bekannt sind. Zum ersten Mal wird das Berufsbild des Apothekers in seinem modernen Verständnis in Dokumenten erwähnt, die sich auf das 13. Jahrhundert unserer Ära beziehen. Dennoch nutzte der Urmensch aufgrund seiner Abhängigkeit von den extrinsischen Faktoren der Umwelt verschiedene pflanzliche Substanzen zur Linderung von Schmerzen und Leiden. Die ersten Arzneimittel waren bereits lange vor dem Erscheinen der Schriftsprache bekannt. Das gesammelte Erfahrungswissen wurde mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Im Mittelalter unterlag die pharmazeutische Praxis dem größten Einfluss von Magie, Alchemie und Astrologie.

Hauptaufgaben des Apothekers

Die Hauptaufgaben des Apothekers variieren je nach Arbeitsort des Fachpersonals. So lauten die Hauptaufgaben des in der Apotheke tätigen Apothekers:

  • Beratung der Patienten bezüglich der pharmakologischen Eigenschaften der Arzneimittel sowie der Haltbarkeit der Medikamente.
  • Lagerung und Abrechnung des Warenbestands.
  • Organisation der Versorgung mit medikamentösen Präparaten für die Bevölkerung (inklusive Bildung der Nachfrage nach medizinischen Arzneimitteln und Erzeugnissen sowie Ermittlung des Bedarfs an diesen Mitteln) und Durchführung der Veranstaltungen.
  • Qualitätsüberwachung der Arzneimittel, die an Apotheken geliefert werden.

Sind der Arbeitsplatz des Apothekers ein Forschungsinstitut oder ein Labor, umfassen seine Aufgaben Folgendes:

  • Entwicklung neuer Arzneimittel sowie Verbesserung bereits bekannter Medikamente.
  • Vorbereitung von Arzneimitteln
  • Arbeit an der pharmazeutischen Technologie bei der Zubereitung von Arzneimitteln

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Auswahl geeigneter Arzneimittel für den Patienten nicht in den Aufgabenbereich des Apothekers fällt. Der Apotheker, der mit Kunden arbeitet, ist berechtigt, diese über die Eigenschaften der Präparate, deren Gegenanzeigen und mögliche Nebenwirkungen zu informieren; diesbezügliche Informationen können auch auf dem ärztlichen Rezept vermerkt sein. Der Apotheker kann zudem Analoga der verschriebenen Präparate auswählen, was jedoch nur empfehlenden Charakter hat.

Die persönlichen Qualitäten des Apothekers.

Der Apotheker ist ein Experte an den Peripherien der Medizin, der Pharmazie und des Handels.

Die Hauptqualitäten und Fähigkeiten, über die der Apotheker verfügen soll, ergeben sich aus den Besonderheiten seines Arbeitsplatzes. Der Beruf des Apothekers fordert nicht nur fundiertes Fachwissen und handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch hohe moralische Qualitäten.

Der Beruf des Apothekers erfordert folgende Persönlichkeitsqualitäten und Fähigkeiten:

  • Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und Sorgfalt.
  • Toleranz und Verständnis
  • Konzentration, hohes Verantwortungsbewusstsein und Selbstkontrolle
  • Langfristiges und bildliches Gedächtnis
  • Tast- und motorisches Gedächtnis
  • Analytische Fähigkeiten
  • Empfindung für feine Gerüche und Geschmäcker

Für das Apothekergewerbe gelten folgende unzulässige Eigenschaften:

  • Nachlässigkeit und Unaufmerksamkeit
  • Groblässigkeit und Reizbarkeit
  • Gleichgültigkeit gegenüber den Patienten

Der Unterschied zwischen dem Apotheker und dem Provisor

Viele meinen fälschlicherweise, dass die Begriffe 'Apotheker' und 'Provisor' synonym sind. Der wesentliche Unterschied liegt in der Qualifikation: Dem Provisor steht das Recht auf eine selbständige pharmazeutische Tätigkeit sowie auf die Leitung einer Apotheke zu; er verfügt über eine höchste pharmazeutische Ausbildung. Dem Apotheker hingegen steht lediglich eine mittlere spezielle Ausbildung zur Verfügung.

Erhalt des Apothekerberufs und Qualifikation der Fachkräfte

Die Ausbildung angehender Apotheker erfolgt an medizinischen Hochschulen sowie an pharmazeutischen Fachschulen.

Die Qualifikationskategorien werden Apothekern entsprechend dem erworbenen theoretischen und praktischen Wissen sowie der Berufserfahrung in folgender Reihenfolge zuerkannt:

  • Der zweiten Kategorie können Apotheker mit mittlerer fachlicher Ausbildung nach mindestens fünfjähriger Berufspraxis angehören.
  • Der ersten Kategorie können Apotheker mit mittlerer fachlicher Ausbildung nach mindestens siebenjähriger Berufspraxis angehören.
  • Der höchsten Kategorie können Apotheker mit einer Berufserfahrung in der jeweiligen Fachrichtung nach mindestens zehn Jahren angehören.
Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Amerikanische Wissenschaftler haben Versuche an Mäusen durchgeführt und festgestellt, dass Saft aus Arbusnien die Entwicklung einer Atherosklerose der Gefäße verhindert. Eine Gruppe von Mäusen erhielt normales Wasser, während die zweite Gruppe den Saft bekam. Anschließend waren die Gefäße der zweiten Gruppe frei von Cholesterinablagerungen.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt