Hypoxie

Ursachen chronischer Hypoxie und Behandlungsmethoden Hypoxie

Die Hypoxie ist ein pathologischer Zustand, der durch die Sauerstoffmangelversorgung von Organen oder den gesamten Organismus gekennzeichnet ist. Sie entsteht bei einem Mangel an Sauerstoff im Blut und in der Atemluft sowie bei Störungen des biochemischen Prozesses der Gewebsatmung. Die Folgen sind irreversible Schäden an lebenswichtigen Organen wie Gehirn, Zentralnervensystem, Herz, Nieren und Leber. Zur Verhinderung von Komplikationen werden verschiedene pharmakologische Mittel eingesetzt sowie Methoden angewendet, die den Sauerstoffgehalt im Körper erhöhen und den Bedarf der Gewebe verringern.

Alle Symptome der Hypoxie lassen sich in pathologisch bedingte und kompensatorisch bedingte Formen unterteilen.

Zu den pathologischen Merkmalen des Sauerstoffmangels gehören:

  • Anhaltende Erschöpfung
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Verschlechterung der Sehfähigkeit und des Hörvermögens
  • Häufige Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Sinusrhythmusstörung
  • Raumforderung
  • Atemnot
  • Übelkeit und Erbrechen

Kompensatorische Symptome einer Hypoxie können sich als Funktionsstörungen verschiedener Organe oder Systeme des Körpers äußern:

  • Tiefe und schwere Atmung
  • Starke Herzpalpitationen
  • Veränderung des Gesamtblutvolumens
  • Erhöhte Werte für Leukozyten und Erythrozyten
  • Beschleunigung der oxidativen Stoffwechselprozesse im Gewebe

Klassifizierung der Hypoxie

Je nach Entstehungsursache werden folgende Formen der Hypoxie unterschieden:

  • Exogene Hypoxie: Senkung des partiellen Sauerstoffdrucks in der Inspirationsluft bei niedrigem Luftdruck, in geschlossenen Räumen und auf dem Hochgebirge.
  • Respiratorische Hypoxie: Sauerstoffmangel im Blut infolge einer Ateminsuffizienz.
  • Anämische Hypoxie: Verminderung des Sauerstoffbindungsvermögens des Blutes bei Anämie sowie Inaktivierung des Hämoglobins durch oxidierende Substanzen oder Kohlenmonoxid.
  • Zirkulatorische Hypoxie: Unzureichende Blutversorgung der Organe und Gewebe im Herzen oder in den Gefäßen, kombiniert mit einem großen arteriovenösen Sauerstoffunterschied.
  • Histotoxische Hypoxie: Verminderter Sauerstoffverbrauch durch das Gewebe;
  • Hypoxie unter erhöhter Belastung: Übermäßige Beanspruchung der Organe und Gewebe bei schwerer körperlicher Arbeit, epileptischen Anfällen sowie anderen Fällen.
  • Technogene Hypoxie: Ständiger Aufenthalt in einer verschmutzten Umgebung.

Die Hypoxie kann akut oder chronisch auftreten. Die akute Form ist kurzzeitig und tritt meist nach intensiver körperlicher Belastung, wie z. B. Laufen oder Fitness-Training, auf; sie mobilisiert den menschlichen Organismus und aktiviert Adaptationsmechanismen. Manchmal jedoch wird die akute Hypoxie durch pathologische Prozesse ausgelöst, etwa Atemwegsobstruktion, Herzinsuffizienz, Lungenödem oder Kohlenmonoxidvergiftung.

Die Organe weisen unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoffmangel auf; das Gehirn ist dabei am stärksten betroffen. Beispielsweise führt ein schwül-warmes, unbelüftetes Raumklima zu schneller Mattigkeit, Konzentrationsstörungen sowie vermehrter Müdigkeit und Schläfrigkeit. Diese Symptome des Funktionsverlusts im Gehirn treten bereits bei geringfügiger Sauerstoffreduktion im Blut auf, die sich in frischer Luft schnell normalisiert.

Die chronische Hypoxie geht mit erhöhter Erschöpfbarkeit einher und tritt häufig bei Erkrankungen der Atmungsorgane sowie des kardiovaskulären Systems auf. Auch Raucher erhalten konstant weniger Sauerstoff. Die Lebensqualität nimmt merklich ab, obwohl irreversible Veränderungen in den inneren Organen nicht sofort eintreten.

Das Ausmaß dieser Hypoxieform hängt von zahlreichen Faktoren ab.

  • Als Pathologie:
  • Die Lokalisationen
  • Dauer und Ausmaß der Manifestation
  • Die Umgebungsbedingungen
  • Die individuelle Empfindlichkeit
  • Besonderheiten metabolischer Prozesse

Die Gefahr einer langdauernden Hypoxie liegt darin, dass sie zu Funktionsstörungen führt, die die Fähigkeit des Gewebes zur Sauerstoffaufnahme herabsetzen. Dadurch entsteht eine aussichtslose Lage: Die Pathologie schreitet fort, während die Heilungschancen abnehmen. Dies betrifft sowohl allgemeine als auch lokale Erkrankungen, die nur einen bestimmten Bereich des Organismus betreffen: Atherosklerose, Blutgerinnsel, Embolien, Wassergeschwülste und Tumoren.

Folgen der Hypoxie

Die Hypoxie manifestiert sich in Funktionsstörungen aller Organsysteme:

  • Sie verschlechtert die entgiftenden und ausscheidenden Funktionen von Niere und Leber
  • Sie stört die normale Funktion des Verdauungssystems
  • Sie fördert dystrophe Veränderungen im Bindegewebe
  • Sie führt zu einer Entstehung von Osteoporose, Arthrose, Arthritis und Spondylarthrose

Am Zentralnervensystem zeigen sich eine Verzögerung des Denkprozesses, eine Verringerung der Verarbeitungskapazität sowie eine Verschlimmerung (Exazerbation) von Gedächtnisstörungen und der Reaktionsgeschwindigkeit.

Gefährliche Folgen der Hypoxie für Gesundheit und Leben:

  • Vorzeitige Alterung des Organismus
  • Senkung der Immunität mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen
  • Abschwächung der körpereigenen Schutzfunktionen
  • Erschöpfung der Anpassungsreserven

Aus diesen Gründen ist eine fristgemäße Diagnostik sowie die Klärung der Ätiologie der Hypoxie von entscheidender Bedeutung

Therapie der Hypoxie

Negative Folgen der Hypoxie Die Prophylaxe und Therapie der Hypoxie erfolgen unter Berücksichtigung der zugrundeliegenden Ursachen des Sauerstoffdefizits. Bei der akuten Form wird die Erstversorgung mit Injektionen von direkten Antihypoxika durchgeführt. Zu diesen Präparaten zählen: Amtisol, Aktowegin, Instenon, Mildronat, Natrium-Oksibutirat, Trimetasidin sowie weitere Wirkstoffe. Bei langdauernder Hypoxie kommt der Phytopharmakotherapie die Vorzugsstellung zu. Die Auswahl der pflanzlichen Antihypoxika richtet sich nach dem betroffenen Organ.

Die Behandlung der Hypoxie erfolgt in verschiedenen Richtungen:

  • Wiederherstellung des Energiestoffwechsels
  • Aktivierung der Sauerstoffversorgung im Gewebe
  • Verbesserung des Stoffwechsels und der Entgiftung
  • Verringerung des Sauerstoffverbrauchs im Gewebe

Hypoxie muss rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden, um die Entstehung anderer langdauernder Erkrankungen zu verhindern. Nicht weniger wichtig ist es, Schutzmaßnahmen umzusetzen, da der Sauerstoffmangel leichter zu vermeiden ist als seine Folgen zu beheben. Dazu ist ein gesundes Verhalten erforderlich: Man sollte schädlichen Gewohnheiten ausweichen sowie regelmäßig Sport und Atemübungen betreiben.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der menschliche Magen kommt auch mit nebensächlichen Gegenständen ohne ärztliche Intervention zurecht; es ist bekannt, dass Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


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