Der Homöopath

Die Homöopathie – ein spezielles Verfahren zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen mittels aus natürlichen Substanzen hergestellten Arzneimitteln. Die homöopathische Methode hat sich seit über zweihundert Jahren etabliert und gilt als eine der kostengünstigsten und sichersten Therapieformen.

Der Homöopath – Arzt, der homöopathische Behandlungsmethoden anwendet

Geschichte und Prinzipien der Homöopathie

Als Begründer der Homöopathie gelten bekanntermaßen der Apotheker und Arzt aus dieser Zeit, Samuel Hahnemann. Er bewies, dass bei jeder Erkrankung das Medikament hilft, welches beim gesunden menschlichen Organismus Symptome hervorruft, die denen der Krankheit ähneln. Von den schweren Nebenwirkungen, die fast alle Medikamente verursachen, hat er sich durch Verkleinerung der Dosis des Ausgangsrohstoffs im fertigen Präparat befreit.

Homöopathische Mittel richten sich nicht nur auf die Behandlung, sondern auch auf die Prophylaxe verschiedener Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen. Zur Herstellung dieser Präparate werden Vertreter des Tier-, Mineral- und Pflanzenreichs verwendet. Als Ergebnis von Forschungen nutzen etwa 40 % der Bevölkerung in Frankreich homöopathische Präparate. In England ergab eine Umfrage unter Ärzten, dass 45 % der Experten Patienten an Homöopathen überweisen. Die Homöopathie erschien in unserem Land im zwanzigsten Jahrhundert des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Hauptrolle bei der Entstehung dieser Behandlungsmethode im Russischen Reich spielten die familiären Homöopathen einflussreicher Aristokraten wie Tolstoi, Galiziner und Mordwinow.

Bei der Aufnahme beim Homöopathen

Basierend auf den klinischen Befunden wählt der Homöopath das Präparat ausschließlich nach einer gründlichen Untersuchung des Patienten aus und stützt sich nicht auf Aussagen von Computern, Pendeln oder anderen Hilfsmitteln, sondern allein auf die konkreten Symptome der Erkrankung.

Bei der primären Anamnese klärt der Homöopath nicht nur die körperlichen Symptome, sondern erfasst auch Veränderungen in verschiedenen Lebensbereichen des Patienten in letzter Zeit. Da psychische und physische Symptome jedes Patienten einzigartig sind, untersucht der Homöopath am Anfang der Anamnese den Lebensstil des Patienten sehr detailliert. Er soll vom Leben des Patienten tatsächlich so viel wissen wie der Patient selbst über sich weiß.

Nach der Erhebung der notwendigen Informationen wählt der Homöopath das passende Medikament aus; bei langdauernden Erkrankungen kann dieser Prozess einige Stunden beanspruchen. Im Gegensatz zur Schulmedizin existieren in der Homöopathie keine festgelegten Formeln, sondern die Arzneimittelauswahl erfordert vom Arzt umfangreiches Fachwissen sowie eine sorgfältige Selbstreflexion des Patienten und trägt somit maßgeblich zur Verantwortung für den Behandlungserfolg bei.

Die homöopathische Therapie beruht auf der Verabreichung von Substanzen, die im konventionellen Ansatz die Erkrankung hervorrufen würden, jedoch in hochverdünnter Form. Homöopathen setzen dabei ausschließlich natürliche Wirkstoffe ein und vermeiden synthetisch hergestellte chemische Verbindungen.

Im Gegensatz zu anderen therapeutischen Verfahren verschreibt der Homöopath kein Kombinationspräparat aus mehreren Mitteln, sondern wählt gezielt dasjenige Einzelpräparat aus, welches für den aktuellen Zustand des Patienten am besten geeignet ist.

Trotz identischer Diagnosen können unterschiedliche homöopathische Mittel verordnet werden, da die Auswahl individuell auf den Stoffwechsel, die Reaktionsfähigkeit auf äußere Einflüsse sowie die Organismusreaktivität abgestimmt wird; dabei spielen Vererbungsfaktoren, der emotionale Hintergrund und die Lebens- sowie Ernährungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle.

Homöopathen behandeln erfolgreich vorübergehende, altersbedingte und chronische Erkrankungen; zudem werden Patienten aufgenommen, wenn andere hormonelle oder chemische Therapien nicht zielführend sind oder bei Schwangerschaftskomplikationen.

Die Dauer der homöopathischen Behandlung variiert je nach Krankheitsbild und individueller Reaktion des Organismus.

Nicht immer gelingt es beim ersten Besuch, das 'schwache Glied' zu identifizieren; hier werden vom Patienten besondere Aufmerksamkeit, Beharrlichkeit sowie Offenheit und Verständnis gefordert. Sollte das erste Mittel nicht wirken, kann der Arzt die Diagnose bei verändertem Zustand anpassen oder das Präparat wechseln. Bei korrekter Auswahl des Mittels führt eine einmalige Anwendung in hohen oder mittleren Potenzen oft zu einer Selbstheilung innerhalb von etwa einem Monat oder länger. Während der Behandlung können sich Symptome verschärfen, neu auftreten oder vollständig zurückgehen.

Der Homöopath empfiehlt in der Regel, die nächste Dosis erst nach dem Abklingen des Effekts der vorhergehenden Einnahme zu verabreichen; dadurch wird das gestörte Gleichgewicht schrittweise wiederhergestellt und die Anfälligkeit für Erkrankungen verringert. Die homöotherapeutische Arbeit erfordert Geduld sowohl vom Arzt als auch vom Patienten.

Ob Beachten Sie Folgendes:

In Großbritannien existiert ein Gesetz, wonach Chirurgen von Operationen bei Rauchern oder Übergewichtigen absehen können; der Patient wird aufgefordert, schädliche Gewohnheiten zu ändern, bevor eine operative Intervention durchgeführt wird.


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