Chloroform

Chloroform – Das Präparat zur Inhalationsnarkose, das den Äther in seiner narkotischen Wirkung übertrifft. Chloroform-Emulsion

Pharmakologische Wirkung

Die narkotischen Eigenschaften des Chloroforms äußern sich durch eine allmähliche Herabsetzung der Sensibilität sowie eine Störung der Energieversorgung für die Lebensvorgänge. Dies manifestiert sich als Zustand der Betäubung oder Trunkenheit beim Patienten, begleitet von verschiedenen Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Körperbewegungen. Die Chloroformwirkung ist bei tierischen Organismen ebenso wie bei Pflanzen und Bakterien identisch. Das Ergebnis der Anwendung des Chloroforms ist für alle gleich: die Unterbrechung des Lebensvorgangs.

Unter dem Einfluss des Präparats wird der Zustand des vollständigen Verlustes der Empfindlichkeit als Chloroformnarkose bezeichnet.

Die Form der Ausscheidung

Chloroform wird als Emulsion zur äußerlichen Anwendung bereitgestellt.

Anwendungshinweise zu Chloroform

Die Anwendung von Chloroform hängt direkt mit seinen physikalisch-chemischen Eigenschaften zusammen. Historisch wurde es nach den damaligen Anweisungen zur Behandlung von Neuralgien oder Myositis eingesetzt; aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen verzichtete man daraufhin auf seine Verwendung für die allgemeine Narkose.

Im Laufe der Zeit gelang es, eine Anästhesiemethode zu entwickeln, bei der die schädlichen Eigenschaften des Chloroforms minimiert werden: Die Anwendung erfolgt mit einer großen Menge an Sauerstoff und sehr genauer Dosierung.

Die Anwendungsmethode

Inhalative Chloroformnarkose Laut Anweisung wird das Chloroform auf zwei Arten verabreicht: äußerlich und innerlich. Bei der äußeren Anwendung dient das Chloroform als Bestandteil einer Mischung für Einreibungen. Bei der inneren Anwendung unterstützt das Chloroform die Behandlung von Erbrechen, Leibschmerzen und Schluckbeschwerden (3–4 Mal täglich nach 1 Esslöffel Wasser mit Chloroform).

Nebenwirkungen von Chloroform

Bei Inhalationsanwendung bewirkt das Präparat eine Abschwächung der Herztätigkeit, was zu einem schnellen Abfall des arteriellen Blutdrucks bis zum Kollaps oder zur Herzstilllegung führen kann. Bei Einatmen des Dampfes ist eine Reizung der Magenschleimhaut möglich; bei direkter Anwendung können die Augenschleimhäute und Atemwege gereizt werden.

Die Eigenschaft von Chloroform, intakte Haut zu durchdringen, führt zu Reizungen und manchmal zu starken Entzündungen.

Chloroform kann eine Drogenabhängigkeit (Toxikomanie) hervorrufen, die mit dem peroralen Missbrauch verbunden ist.

Kontraindikationen

Chloroform ist bei Hypersensibilität des Patienten gegen die Substanz kontraindiziert; bei lokaler Anwendung darf es nicht verwendet werden, wenn beim Patienten Hauterkrankungen oder eitrige Erscheinungen an der Applikationsstelle vorliegen.

Ob Wichtige Hinweise

Studien zeigen: Frauen, die wöchentlich mehrere Gläser Bier oder Wein trinken, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.


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