Elektroepilation

Die Elektroepilation ist eine Methode zur vollständigen Entfernung des Haarkranzes am Körper. Durch die Zufuhr elektrischer Ströme über feine Nadeln in den Haarfollikel wird der Haarwurzelschaft zerstört und das Haarwachstum gestoppt. Elektroepilation im Gesicht

Arten der Elektroepilation

Heute erfolgt die Elektroepilation nach fünf Methoden: Galvanolyse, Thermolyse, Blend, Flash sowie Pinzet-Elektrolyse.

Bei der Galvanolyse wird Gleichstrom geringer Intensität eingesetzt; unter dessen Wirkung bildet sich um den Haarwurzelschaft Natriumhydroxid, das ihn zerstört.

Das Verfahren kann krankhafte Nebenwirkungen nach sich ziehen, wie z. B. Hautrötungen.

Experten greifen auf die Galvanolyse nur zurück, wenn ein kleiner Hautbereich behandelt werden muss, da dieses Verfahren zeitaufwendig ist.

Die Thermolyse erfolgt im Gegensatz zur Galvanolyse mittels Hochfrequenzwechselstrom: Dabei werden die Haarwurzelschäfte erhitzt und zerstört.

Thermolyse ist schneller – das Haar wird in zwei Sekunden entfernt; pro Sitzung können etwa ein Drittel der unerwünschten Haare behandelt werden.

Die Nachteile der Elektroepilation (Termolyse) bestehen unter anderem darin, dass diese Methode Haare mit gebogener Wurzel sowie Haare in krankhaftem Zustand nicht entfernt.

Die Blend-Methode kombiniert das Prinzip von Termolyse und Galvanolyse. Das Haar wird durchschnittlich innerhalb von 10 Sekunden entfernt; die Empfindungen sind dabei weniger schmerzhaft, und es besteht die Möglichkeit, auch Haare mit gekrümmten Wurzeln zu entfernen.

Die Flash-Methode basiert auf der Nutzung hochfrequenter Ströme mit großer Impulsdauer. Zwar ermöglicht diese Methode eine Verringerung des Schmerzes, dennoch wird ein Unwohlsein empfunden.

Bei der Pinzet-Epilation werden Haare mittels Elektroden in Form von Pinzetten entfernt. Hier wird Hochfrequenzstrom verwendet; die Methode funktioniert so, dass die Pinzette das Haar erfasst und den Strom leitet.

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass die Elektrode keinen direkten Hautkontakt hat; dadurch sinkt das Risiko für Verbrennungen und Reizungen. Die Methode wird vor allem zur Depilation in sensiblen Hautzonen eingesetzt.

In Rezensionen zur Elektroepilation werden folgende Nachteile genannt: Zwiebeln werden beim ersten Eingriff nicht vollständig zerstört, sodass der Eingriff mehr als fünfmal wiederholt werden muss. Um die Haarwurzeln durch den Strom zu beeinflussen, sind etwa 30 Sekunden erforderlich.

Es gibt den Begriff "Scan" (scannen) für die Haarbehandlung, der gelegentlich auf die Elektroepilation bezogen wird. Dieser ist jedoch falsch, obwohl auch hier Strom zum Einsatz kommt. Das Haar wird vor dem Stromdurchgang mit Lösungen behandelt, die seine Größe verkleinern; daraufhin können diese Mittel besser in die Haarwurzeln eindringen und wirken.

Bei einer solchen Scan-Behandlung kann das Ziel sein, dass das Haar schrittweise entfernt wird und das Wachstum aufhört. In manchen Salons wird die Scan-Methode gleichzeitig mit der Galvanolyse oder Termolyse durchgeführt.

In welchen Zonen kann mittels Elektroepilation behaarte Haut entfernt werden?

Die Elektroepilation findet vorrangig an den Beinen statt; daneben eignet sich das Verfahren jedoch auch für die Hände.

Eine Elektroepilation im Bikinizone, unter den Achseln sowie auf der Brust wird nicht empfohlen, da in diesen Bereichen die Lymphgefäße zu nah an der Hautoberfläche liegen. Dennoch nutzen einige Salons diese Technik für Bikini- und Achselbereiche und beruhigen die Kunden damit, dass die Stromtiefe so gering ist, dass sie die Lymphgefäße nicht berühren. Elektroepilation der Beine

Nach der Elektroepilation sind bestimmte Handlungen möglich oder verboten.

In den Tagen nach der Elektroepilation darf die behandelte Zone nicht mit Wasser benetzt werden. Bis sich die Haut nach dem Eingriff erholt hat, ist es ratsam, spezielle Pflegeprodukte zu verwenden. Der Fachmann empfiehlt diese Mittel in Abhängigkeit von den individuellen Hautmerkmalen und der Verletzungsneigung.

Ein Sonnenbad oder ein Besuch im Solarium nach der Elektroepilation kann die Haut verletzen und zur Entstehung von Pigmentflecken führen. Zudem sollten offene Wasserbecken, das Meer sowie Saunen gemieden werden.

Die behandelte Zone darf nicht mit schmutzigen Händen berührt werden. Nach dem Enthaaren ist es wünschenswert, Kleidung aus natürlichen Materialien zu tragen.

Die körperliche Belastung sollte verringert werden, da eine erhöhte Schweißbildung die Wundheilung verzögern kann.

Diese Einschränkungen gelten ausschließlich für die Erholungsphase, die durchschnittlich eine Woche dauert.

Auch nach der Elektroepilation ist es in den ersten Tagen wichtig, auf dekorative Kosmetik zu verzichten.

Viele fragen sich, ob nach der Elektroepilation andere Methoden der vollständigen Haarentfernung (wie Rasieren oder Depilationscremes) angewendet werden können. Experten raten davon ab; sollte das Ergebnis unzufriedenstellend sein, ist es ratsam, einen Fachmann zu konsultieren und alternative Epilationsmethoden anzuwenden, ohne jedoch selbstständig Haare zu rasieren oder auszuziehen.

Kontraindikationen für die Elektroepilation

Eine Elektroepilation ist kontraindiziert bei folgenden Zuständen:

  • Varikose
  • Infektionen
  • Herzerkrankungen
  • Akute oder chronische Hauterkrankungen
  • Entzündungen der Haut (Abszesse)
  • Gerinnungsstörungen des Blutes
  • Onkologische Erkrankungen
  • Epilepsie
  • Die Dekompensation der Zuckerkrankheit (Diabetes).
  • Individuelle Stromempfindlichkeit.
  • Hepatitis.

Elektroepilation darf Schwangeren, stillenden Frauen sowie Personen mit einer intrauterinen Spirale (insbesondere im Bikini-Bereich) und Menschen mit einem Herzschrittmacher nicht durchgeführt werden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Die mittlere Lebensdauer von Linkshändern ist geringer als die von Rechtshändern.


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