Darmspiegelung

Kolonoskopie Zu den Methoden der Erforschung des Darmtrakts gehört heute eine Reihe von Verfahren. Dennoch gilt die Koloskopie als die zuverlässigste Methode zur Aufspürung eines Dickdarmkrebses. Die Palpation des Bauches sowie labormedizinische Analysen und radiologische Diagnostik (Röntgen, Ultraschall, Tomographie) unterstützen den Arzt bei der Diagnosestellung. Nichtsdestotrotz ermöglicht erst die Koloskopie ohne chirurgischen Eingriff eine perorale und unmittelbare Inspektion des Darmtrakts zur Beurteilung des Zustands der Darmwand.

Aussagen zur Koloskopie des Darmtrakts

Ärzte empfehlen die Darmspiegelung zur präziseren Diagnosestellung bei den folgenden Symptomen:

  • Schwarzer Stuhl
  • Blut im Stuhl
  • Eisenmangelanämie
  • Andauernde Durchfälle
  • Starke unklare Gewichtsabnahme
  • Ulzerative Kolitis
  • Radiologisch festgestellte Dickdarmpathologie
  • Dickdarmpolypen
  • Langanhaltender Bauchschmerz

Eine Koloskopie ist zwingend erforderlich, wenn beim Patienten eine familiäre Vorbelastung mit Darmkrebs besteht

Grundsätzlich deutet die Empfehlung zur Durchführung einer Darmspiegelung auf jede mögliche Dickdarmerkrankung hin; in einigen Fällen wird zunächst eine Irrigoskopie – radiologische Untersuchung des Dickdarms – für die Diagnostik gewählt, jedoch wird bei Verdacht auf einen Tumor meist eine Koloskopie empfohlen, da ihre diagnostische Aussagekraft erheblich höher ist

Kontraindikationen

  • Akute Infektionen
  • Peritonitis
  • Spätes Stadium der Lungen- oder Herzinsuffizienz
  • Schwere Formen der ischämischen und der ulcerösen Kolitis.

Die Vorbereitung auf die Koloskopie.

Um sicherzustellen, dass der Dickdarm während des Eingangs frei von Liquor und Stuhlresten ist, wird eine spezielle Darmspülung durchgeführt.

Ablauf der Kolonoskopie Für einige Tage, wobei die genaue Dauer vom Arzt festgelegt wird, geht der Patient auf eine Diät. Diese schließt aus der Nahrung Bohnen, frisches Obst und Gemüse sowie Kohl und Schwarzbrot aus.

Zur Vorbereitung auf die Koloskopie gehört zwingend auch die Darmreinigung, die entweder medikamentös oder mechanisch (d.h. über Klistiere) erfolgen kann. Im ersten Fall verschreibt der Arzt in der Regel das Präparat Fortrans; der Patient nimmt es einen Tag vor dem Eingriff ein. Im zweiten Fall werden 2–3 Abführklistiere am Abend des Tages vor der Untersuchung und erneut 2–3 Klistiere am Morgen unmittelbar vor der Diagnostik durchgeführt.

Bei der Wahl des konkreten Vorbereitungsverfahrens für die Koloskopie ist eine zwingende Konsultation beim Arzt unerlässlich.

Kolonoskopie unter Narkose oder ohne Anästhesie?

In der Regel wird die Koloskopie ohne Anästhesie durchgeführt; bei Patienten mit ausgeprägten Schmerzen im Darmbereich kann eine lokale Anästhesie (z. B. Xylokaingel, Dikain-Salbe) angewendet werden.

Viele Patientinnen fürchten das durchzuführende Verfahren und fragen, ob eine Koloskopie unter Narkose möglich ist. Die Ärzte betonen, dass diese Untersuchung bei der überwiegenden Mehrheit kaum schmerzhaft ist. Zudem darf die Narkose bei einer Reihe von Zuständen nicht angewendet werden, darunter ausgeprägte Herzinsuffizienz, schwere Stenosen der Aorten- oder Mitralklappe sowie akute bronchial-lungale und psychiatrische-neurologische Erkrankungen.

Es gibt jedoch Situationen, in denen eine Koloskopie unter Narkose bevorzugt wird; dazu zählen beispielsweise massive entzündliche Prozesse im Bauchraum, schwere destruktive Veränderungen des Dünndarms sowie Kinder bis zum zehnten Lebensjahr.

Daher wird die Koloskopie unter lokaler Anästhesie äußerst selten durchgeführt. Wenn eine Betäubung erforderlich ist, bietet die Sedierung – ein Verfahren zur medikamentösen Beruhigung durch spezielle Präparate – den Vorteil, dass sich der Patient in einen Zustand des oberflächlichen medizinischen Traums versetzt.

Durchführung der Prozedur

Eine Koloskopie, die von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird, dauert etwa 30 Minuten. Vor Beginn der Untersuchung erhält der Patient ein Abführmittel. Der Patient liegt in linker Seitenlage mit angezogenen Knien zur Brust. Es wird ein Koloskop – das lange flexible Instrument mit einem Durchmesser von ungefähr 1 cm – verwendet. Dieses Gerät wird vorsichtig durch den After eingeführt; bei moderater Luftabgabe, die den Darm glättet, wird schrittweise weiter vorgerückt. Zur Erleichterung des Aufstiegs des Apparats kann der Patient gebeten werden, die Lage zu wechseln und auf den Rücken umzulegen.

Während des Durchgangs durch die Darmschlingen kann es zu Unbehagen, leichten Krämpfen und einer vorübergehenden Schmerzsteigerung kommen.

Stellt der Arzt während der Koloskopie bestimmte Pathologien fest, führt er eine Biopsie durch: Er entnimmt kleine Gewebeproben zur weiteren Analyse, um den Charakter der Formation zu bestimmen. In diesem Fall verlängert sich die Untersuchungszeit leicht.

Komplikationen nach der Darmspiegelung

Komplikationen im Rahmen einer Koloskopie sind in der Regel nicht zu beobachten; lediglich bei sehr seltenen Fällen treten sie auf.

  • Blutungen können nach der Polypektomie oder Biopsie auftreten; sie bleiben jedoch meist geringfügig und stoppen rasch.
  • Nebenwirkungen des Sedativums.
  • Ein Riss im untersuchten Gewebe ist äußerst selten; die Qualität der Untersuchung hängt vom Professionalismus des behandelnden Arztes ab.
Ob Dazu einige wichtige Hinweise:

Es gibt das medizinische Syndrom der 'aufdringlichen Gegenstandswahrnehmung' (Fremdkörperzwang), bei dem eine Patientin bis zu 2.500 Fremdkörper im Magen aufgenommen hat.


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