L-Lysin-Eszinat

L-Lysin-Escinat zur Herstellung einer Lösung für die intravenöse Verabreichung L-Lysin-Eszinat – ein angioprotektives Präparat mit venotonisierender und mäßig hypoglykämischer Wirkung.

Darreichungsform und Inhalt

Die Darreichungsform ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung (w/w) für die intravenöse Anwendung (5 ml pro Ampulle, in Umreifverschlusskartons à 5 Stück, im Pappkarton 2 Packungen).

Wirkstoff: L-Lysin-Eszinat; 1 mg pro 1 ml des Konzentrats

Anwendungsangaben

  • Traumatische oder postoperative Zysten im Rückenmark bzw. Gehirn.
  • Zysten des Weichgewebes in verschiedenen Lokalisationen mit postoperativem oder nachtraumatischem Ursprung.
  • Wasserspeicherung bei peripherer Veneninsuffizienz

Kontraindikationen

  • Stark ausgeprägte Funktionsstörungen der Niere(n) und/oder Leber
  • Blutungsneigung
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Patientinnen im Alter von bis zu 18 Jahren
  • Niereninsuffizienz

Anwendung und Dosierung

L-Lysin-Eszinat ist ausschließlich für die langsame intravenöse Tropfen- oder Strahlinfusion vorgesehen. Eine intraarterielle Verabreichung ist strengstens untersagt.

Die empfohlene Tagesdosis des Präparates beträgt 5–10 ml.

Das Präparat darf nicht ohne vorherige Züchtung verwendet werden.

Zur intravenösen Anwendung wird die Lösung durch Auflösen des Konzentrats in 0,9 %iger Natriumchlorid-Lösung hergestellt:

  • Lösung zur Infusion: 50–100 ml.
  • Lösung zur Strahltherapie: 10–15 ml.

Bei Schädel-Hirn-Trauma ist nach der Operation eine Vergrößerung der Tagesdosis auf bis zu 20 ml erforderlich, um Wassergeschwülste im Rückenmark und Gehirn sowie ausgeprägte Schwellungen des weichen Gewebes infolge der Traumatisierung zu behandeln; die Anwendung erfolgt in denselben Lappen in zwei Aufnahmen. Die Therapiedauer hängt von den klinischen Befunden und dem Therapieerfolg ab und kann 2 bis 8 Tage betragen.

Nebenwirkungen.

Unter Berücksichtigung der individuellen Nierenfunktion können unerwünschte Wirkungen auftreten:

  • Nervensystem: Tremor, Schwindel, Kopfschmerzen; in Einzelfällen vorübergehende Bewusstlosigkeit und Ataxie.
  • Verdauungssystem: Übelkeit; in Einzelfällen Durchfall und Erbrechen.
  • Atemsystem: In Einzelfällen Atemnot, trockener Husten, Luftnot sowie Bronchialobstruktion.
  • Hepatobiliäres System: Erhöhung der Bilirubinaktivität und der Transaminasen.
  • Kardiovaskuläres System: Senkung des arteriellen Blutdrucks, Tachykardie sowie Erhöhung des arteriellen Blutdrucks und Brustschmerzen.
  • Allergische Reaktionen: Juckreiz, petechiale, papulöse oder erythematoses Exanthem, Nesselsucht, Fieber, Hyperämie der Gesichtshaut und Lippen; in Einzelfällen anaphylaktischer Schock sowie die Wassergeschwulst Küncke.
  • Lokale Reaktionen: Gefühl des Brennens im Verlauf der Vene (bei der Einführung), Schmerzen in der Hand sowie Phlebitis.
  • Zusätzliche Symptome: Hitzegefühl, allgemeine Schwäche und Schüttelfrost.

Wichtige Hinweise.

Die Anwendung des Präparats bei Patientinnen mit Hepatocholezystose kann in Einzelfällen zu einer kurzzeitigen Erhöhung von Bilirubin und der Transaminasenaktivität führen; dies stellt jedoch keine Bedrohung dar, sodass eine Absetzung des Präparats nicht erforderlich ist.

Der Ethanolgehalt im Konzentratabstand beträgt 23,8 %, was einer Menge von bis zu 2,4 ml pro Einzeldosis und bis zu 6,1 ml pro Tagesdosis entspricht.

Das Präparat sollte bei Epilepsie, Alkoholismus sowie Lebererkrankungen mit Vorsicht angewendet werden.

Die Anwendung von L-Lysin-Escinat kann die Fähigkeit des Patienten zur Steuerung von Fahrzeugen und Maschinen beeinträchtigen.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln.

Die gleichzeitige Gabe von Aminoglykosiden kann die nephrotoxische Wirkung von L-Lysin-Escinat verstärken.

Bei langdauernder vorangehender Therapie müssen die Antikoagulanzien oder die Notwendigkeit ihrer Kombination mit dem Präparat die Dosen der Antikoagulanzien unter Kontrolle des Prothrombinindexes korrigieren.

Die begleitende Therapie mit Cephalosporin-Antibiotika erschwert das Binden von L-Lysin-Escinat an Plasmaproteine und erhöht das Risiko für Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Erhöhung der freien Esin-Konzentration im Blut.

Das Vorhandensein von 96 % Ethanol im Präparat erfordert die Berücksichtigung bei gleichzeitiger Anwendung weiterer Arzneimittel.

Haltbarkeitsdauer und Lagerungsbedingungen.

Lagern Sie das Präparat an einem vor Licht geschützten Ort bei einer Temperatur von 15–25 °C und halten Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern.

Haltbarkeitsdauer: 2 Jahre.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur eine individuelle Fingerabpräge, sondern auch einen eigenen Zungenabdruck.


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