Lipom

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Lipom

Ein Lipom ist eine gutartige Gewebewucherung aus Fettgewebe, die sich unter der Haut befindet. Der umgangssprachliche Begriff „Grützbeutel" wird häufig verwendet, entspricht jedoch nicht dem offiziellen medizinischen Namen.

In der Regel wächst ein Lipom bis zu einem Durchmesser von 1–1,5 cm heran; gelegentlich werden jedoch auch deutlich größere Tumore in der medizinischen Praxis beobachtet. Eine Vermehrung mehrerer Lipome wird als Lipomatose bezeichnet.

Ein Lipom ist eine gutartige Formation; in sehr seltenen Fällen, die weit über den Einzelfällen hinausgehen, kann es sich zu einem bösartigen Liposarkom umwandeln.

Ein Lipom kann sich am menschlichen Körper über Jahre befinden und verursacht meist keine Beschwerden. Wird jedoch ein rasches Wachstum bemerkt (eine signifikante Zunahme innerhalb von ein bis zwei Monaten), sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden, da dies eines der Merkmale einer malignen Umwandlung des Lipoms ist.

Ursachen für die Entstehung eines Lipoms

Die genauen Ursachen für das Auftreten von Lipomen am menschlichen Körper und in den inneren Organen sind gegenwärtig unbekannt.

Symptome

Lipome ähneln äußerlich einem Zapfen; beim Abtasten fühlen sie sich weich an. Sie können auf jedem Körperteil sowie in inneren Organen (z. B. Lunge, Brust, retroperitoneal, viszeral) auftreten.

Lipome sind meist schmerzfrei; Schmerzen entstehen jedoch, wenn ihre Lage eine Kompression von Gewebe und Nervenfasern bewirkt. Beim Abtasten können unangenehme krankhafte Empfindungen auftreten.

Diagnostik der Lipome

Die Diagnose erfolgt durch den Arzt mittels visueller Inspektion. Für eine detaillierte Analyse wird eine Biopsie durchgeführt (Untersuchung des Gewebes auf Malignität), gefolgt nach der Entfernung von Lipomen durch zytologische und histologische Untersuchungen.

Behandlung der Lipome

In der Schulmedizin erfolgt die Behandlung der Lipome durch ihre chirurgische Entfernung.

Die Indikationen zur Entfernung von Lipomen hängen von ihrer Größe, Lage sowie den daraus resultierenden funktionellen Störungen lebenswichtiger Organe und kosmetischen Defekten ab.

Bei kleinen Lipomen kann die Radiowellen-Methode angewendet werden. Vorteile gegenüber der konventionellen Chirurgie sind: Schmerzfreiheit, Narbenarmut, Abwesenheit von postoperativen Komplikationen, kurze Rehabilitationszeit und optimaler kosmetischer Effekt bei Erhalt der Arbeitsfähigkeit des Patienten.

Entfernung eines Lipoms

Bei großen Lipomen erfolgt die Entfernung chirurgisch unter lokaler Narkose (nach medizinischen Aussagen kann auch eine Vollnarkose verwendet werden).

Es existiert auch eine Abtragungs Methode für Lipome, wie die punktionsaspirative, bei der der Inhalt des Tumors mittels einer speziellen Nadel abgesaugt wird. Die Vorteile dieses Verfahrens sind das Fehlen kosmetischer Defekte und Nähte sowie die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des Patienten nach dem Eingriff.

Volksheilmittel gegen Lipome werden von der Schulmedizin nicht empfohlen, da sie zwar selten, aber dennoch maligne Entartung des Tumors auslösen können. Dennoch werden sie angewendet.

Es sind folgende Rezepte für die Volksbehandlung von Lipomen verbreitet:

  • Die gebackene Knoblauchzwiebel und Seife wirken wirtschaftlich. Auf den Mullverband legt man zwei bis drei Tage lang eine Kompresse mit Zwiebel und Seife, bis das Gewebe weich genug ist, um geöffnet zu werden;
  • Das Scharbockskraut. Eine Kompresse aus Mull oder Verband, die im festen Sud des Scharbockskrautes angefeuchtet wurde, muss man für die Nacht auf das Lipom legen, bis es ebenfalls weich genug ist, um geöffnet zu werden;
  • Kalanchoe. Man verwendet den Mullverband oder einen Wattebausch, der mit dem Saft von Kalanchoe angefeuchtet ist (dieser muss alle 1–2 Tage ausgetauscht werden), oder das frische Blatt der Pflanze;
  • Die Rübe. Die dritte Rübe muss man für die Nacht auf das Lipom legen, es mit Polyethylen abdecken und mit Leukoplast fixieren;
  • Der goldene Schnurrbart. Das zerquetschte Blatt der Pflanze legt man auf den Mullverband, bedeckt ihn mit Polyethylfilm, fixiert ihn mit Chabrolle (Textur) und festigt ihn mit Leukoplast. Die Kompresse muss alle 12 Stunden ausgetauscht werden; die Kur dauert gewöhnlich 10–20 Tage.

Die Prophylaxe von Lipomen

Für die Prophylaxe ist es notwendig, Faktoren zu vermeiden, die das Fettgewebe verändern – also eine vollwertige und richtige Ernährung, sowie den Verzicht auf Konservierungsstoffe, Alkohol und Tabakmissbrauch.

Ob Sie, das wissen:

Das Hustenpräparat „Terpinkod" gehört zu den meistverkauften Medikamenten, und zwar nicht wegen seiner Heilwirkung.


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