Hodgkin-Lymphom

Hodgkin-Lymphom – eine bösartige Tumorerkrankung, die aus Zellen des lymphatischen Gewebes entsteht Das Hodgkin-Lymphom ist ein malignes Lymphom, das aus Hodgkin-Reizzellen und anderen lymphatischen Zellen besteht.

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Das Hodgkin-Lymphom wird häufig im Kindesalter diagnostiziert; die zweiten und dritten Aktivitätsstadien treten bei 20 bzw. 50 Jahren auf.

Es werden vier Stadien des Hodgkin-Lymphoms abgegrenzt, die vom Ausmaß der Tumorbildung abhängen:

Stadium I (IE): Das Lymphom ist in einem Lymphknoten oder einem Organ lokalisiert, das außerhalb des Lymphsystems liegt.

Stadium II (IIE): Mehrere Lymphknotengruppen sind betroffen, entweder auf derselben Seite des Zwerchfells oder in zwei verschiedenen Körperhälfte.

Stadium III: Lymphknoten beiderseits des Zwerchfells sind betroffen. Manchmal breitet sich die Erkrankung auf die Milz aus (Stadium IIIS). Im Stadium III kann zudem eine Beteiligung von Lymphknoten im oberen Bauchraum (Stadium IIIA) oder entlang der Aorta im kleinen Becken (Stadium IIIB) vorliegen.

Stadium IV: Die Tumorerkrankung betrifft neben dem Lymphsystem extralymphatische Organe wie den Darm, die Nieren, das Knochenmark und die Leber.

Das Präfix JE in der Stadienbezeichnung der Lymphogranulomatose kennzeichnet eine Ausdehnung auf Gewebe und Organe neben den großen Lymphknoten, während das Präfix S eine Beteiligung der Milz anzeigt. Das Präfix 'und' (in der Diagnose) bedeutet, dass dem Patienten die Symptome fehlen; steht das Präfix 'In', so sind Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen sowie Fieber beobachtet.

Ursachen des Auftretens der Erkrankung

Die Ätiologie des Hodgkin-Lymphoms bei Kindern und Erwachsenen ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt, obwohl die Krankheit erstmals 1832 vom Arzt Thomas Hodgkin beschrieben wurde (der zweite Name für diese Erkrankung lautet ebenfalls Hodgkin-Lymphom).

Einige Experten gehen jedoch davon aus, dass das Epstein-Barr-Virus, welches auch das Pfeiffer-Drüsenfieber verursachen kann, an der Entstehung beteiligt ist; dieses Virus findet sich häufig in den Tumorzellen. Vermutlich führt diese Infektion zu Mutationen der Lymphozyten, wodurch deren Größe unkontrolliert zunimmt.

Symptome der Lymphogranulomatose

Ein charakteristisches Merkmal des Hodgkin-Lymphoms ist die Vergrößerung der Halslymphknoten. Wie bei anderen Lymphomen ist das erste charakteristische Symptom der Lymphogranulomatose die Vergrößerung der Lymphknoten, insbesondere in den Leisten- und Achselhöhlen. Dabei wird beobachtet, dass diese Knoten auch nach einer Antibiotika-Therapie nicht krankhaft schrumpfen.

Häufig ist das lymphatische Gewebe im Brustkorb betroffen; das charakteristische Symptom in diesem Fall sind Atemnot und Husten, die durch die Kompression von Bronchien und Lungengewebe verursacht werden.

Nebensymptome der Lymphogranulomatose:

  • Erhöhung der Körpertemperatur (Fieber)
  • Verdauungsstörungen
  • Schwächegefühl
  • Erhöhter Proteinwert
  • Gewichtsverlust

Diagnose der Erkrankung

Für die Diagnose eines Hodgkin-Lymphoms bei Kindern und Erwachsenen ist die ärztliche Untersuchung vorrangig; dabei werden Blutproben für biochemische und allgemeine Analysen entnommen. Eine Lymphknotenbiopsie wird durchgeführt: Unter dem Mikroskop wird das histologische Muster der Geschwulst untersucht, um festzustellen, ob es sich um Granulationsgewebe handelt, sowie dessen Zustand zu bewerten.

Nach Bestätigung des Hodgkin-Lymphoms erfolgt die radiologische Diagnostik mittels Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT), ergänzt durch Röntgenaufnahmen. Hierdurch werden das Stadium des Hodgkin-Lymphoms geklärt.

Behandlung des Hodgkin-Lymphoms.

Die Therapiemethoden bei Hodgkin-Lymphom hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Für die Behandlung der ersten und zweiten Stufe wird eine Strahlentherapie eingesetzt, gegebenenfalls ergänzt durch Chemotherapie.

Bei den Stadien IIB und IIIA wird die Chemotherapie obligatorisch mit der Strahlentherapie kombiniert.

Im dritten sowie im vierten Stadium werden 6 bis 8 Zyklen einer konventionellen Chemotherapie durchgeführt.

Bei ungünstiger Prognose trotz eingeleiteter Therapie wird eine Hochdosis-Chemotherapie in Kombination mit einer Stammzelltransplantation durchgeführt.

Je früher Diagnose und Behandlung der Lymphogranulomatose erfolgen, desto günstiger ist die Prognose; selbst im vierten Stadium liegt das Überlebensrisiko bei 75 %, während die weltweite Statistik eine Heilungsrate von 80 % zeigt.

Die frühzeitige Erkennung von Hodgkin-Lymphom wird durch eine Standard-Röntgenuntersuchung (Fluorographie) unterstützt. Prophylaxe der Erkrankung

Da der Verlauf des Hodgkin-Lymphoms vom Stadium abhängt, sind regelmäßige jährliche medizinische Kontrollen für Kinder und Erwachsene nach der Diagnose unverzichtbar; im frühen Stadium ermöglicht die Standardlichtmikroskopie eine zuverlässige Erkennung.

Da das Hodgkin-Lymphom bei Kindern häufiger auftritt als bei Erwachsenen, ist eine frühzeitige Härtung des Kindes sowie der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung notwendig. Zudem sollten Strahlenbelastungen und chemische Substanzen vermieden werden, Infektionen rechtzeitig behandelt und eine Standardprophylaxe durchgeführt werden.

Bei älteren Menschen wird empfohlen, die Anwendung von Elektrotherapie und bestimmten Physiotherapieverfahren im Verdachtsfall auf Lymphogranulomatose zu beschränken.

Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Das menschliche Gehirn macht etwa 2 % der Körpermasse aus, verbraucht jedoch rund 20 % des Sauerstoffs. Diese Tatsache macht das Gehirn außerordentlich empfindlich gegenüber Sauerstoffmangel.


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