Midriazil

Augentropfen 0,5% Midriazil Midriazil – ein anticholines Arzneimittel, das eine Blockade der M-Cholinrezeptoren bewirkt.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Präparatform – Augentropfen 0,5 % und 1 %: durchsichtige farblose Lösung (in 15 ml in Flaschen aus Polyethylen niedriger Dichte, 1 Flasche pro Karton). Wirkstoff: Tropicamid; in 1 ml der Lösung sind 0,005 bzw. 0,01 g enthalten. Wirkstoff: Tropikamid; in 1 ml der Lösung sind 0,005 oder 0,01 g enthalten.

Hilfsstoffe: Benzalkoniumchlorid, konzentrierte Salzsäure und/oder Natriumhydroxid, Disodiumedetat, Natriumchlorid sowie gereinigtes Wasser.

Anwendungsangaben

Therapie komplexer entzündlicher Augenerkrankungen

  • Prophylaxe der postoperativen Entwicklung einer Sinekia
  • Prophylaxe der postoperativen Sinekia-Entwicklung
  • Erweiterung des Augensehnlochs vor chirurgischen (Kataraktoperation, Operation am Glaskörper und Netzhaut) sowie laserchirurgischen (Laserkoagulation der Netzhaut) Eingriffen
  • Erweiterung des Pupillars vor chirurgischen (Kataraktoperation, Operation am Glaskörper und Netzhaut) sowie laserchirurgischen (Laserkoagulation der Netzhaut) Eingriffen

Kontraindikationen

Absolut:

  • Glaukom, insbesondere das sekundäre und das gemischt-primäre;
  • Kindesalter bis zum sechsten Lebensjahr (bei Anwendung einer 1%igen Lösung);
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Präparats.

Relativ:

  • Entzündliche Augenerkrankungen;
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Eine nicht tiefe Vorderaugenkammer
  • Prostatitis

Zuverlässige Angaben zur Sicherheit der Anwendung von Midriazil während Schwangerschaft und Stillzeit liegen nicht vor; daher darf das Präparat nur nach ärztlicher Entscheidung verwendet werden, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.

Anwendung und Dosierung

Midriazil wird topisch appliziert.

Zur diagnostischen Pupillenverbreiterung werden 1–2 Tropfen einer 0,5 %igen Lösung 15–20 Minuten vor der Untersuchung instilliert; bei starker Pigmentierung der Iris kann die Dosis erhöht werden.

Zur Bestimmung der Refraktion werden 1–2 Tropfen einer 1-%igen Lösung zweimal mit einem Intervall von 5 Minuten instilliert; zur Verlängerung des Effekts kann eine weitere Instillation erfolgen.

Nebenwirkungen

  • Lokale: vorübergehendes Brennen nach dem Einträufeln, Absenkung der Sehschärfe, Photophobie, Erhöhung des Augeninnendrucks, Störung der Akkommodation, Hyperämie und Ödem der Augapfelbindehaut sowie allergische Reaktionen;
  • Systemische Nebenwirkungen (bei Kindern und älteren Personen häufiger): Mundtrockenheit, Palpitationen, Arrhythmien, Tachykardie, Hauttrockenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Absenkung des Tonus und der Motorik des Gastrointestinaltrakts (was zu Verstopfung führt), Dysurie, psychische Reaktionen, Unruhe, Blähungen, Halluzinationen, Koordinationsstörungen, Erhöhung der Körpertemperatur, Verhaltensänderungen, Krampfanfälle sowie Herz-Lungen-Insuffizienz.

Besondere Hinweise

Midriazil ist nicht zur intravenösen Anwendung bestimmt.

Um die systemische Resorption von Tropikamid zu verhindern und das Risiko für systemische Nebenwirkungen zu minimieren, wird empfohlen, den medialen Augenlidsack nach der Instillation des Präparates 1 bis 2 Minuten zusammenzudrücken.

Patienten mit Kontaktlinsen sollten diese vor dem Einträufeln entfernen und frühestens 15 Minuten danach wieder einsetzen.

Durch die Veränderung der Pupillenweite und der Akkommodation kann Midriazil das Sehvermögen beeinträchtigen; daher ist während der Anwendung des Präparats von der Teilnahme am Kraftverkehr sowie von Tätigkeiten abzuraten, die eine scharfe Sehschärfe erfordern.

Arzneimittelwechselwirkungen

  • Antihistaminika, Phenothiazine, Chinidin sowie Alpha- und Beta-Sympathomimetika: Das Risiko systemischer Reaktionen auf Tropikamid wird erhöht.
  • Nitrate und Glukokortikoide: Die gleichzeitige Anwendung kann zu einer gefährlichen Erhöhung des Augeninnendrucks führen.
  • Antidepressiva: Eine gegenseitige Verstärkung der Wirkungen ist möglich.
  • M-Cholinomimetika: Ihre Wirkung wird verstärkt.
  • M-Cholinomimetika: Sie schwächen die Wirkung von Tropicamid.

Lagerungsdauer und -bedingungen.

An einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von 8 bis 30 °C lagern.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt drei Jahre. Nach der ersten Anwendung können die Tropfen noch vier Wochen lang verwendet werden.

Ob Darauf sollten Sie achten:

Im menschlichen Darm leben und sterben Millionen von Bakterien; diese sind nur bei starker Vergrößerung sichtbar, wenn sie in einer gewöhnlichen Kaffeetasse zusammengefasst wären.


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