Neurorubin

Nejrubin-Injektionslösung Neurorubin – komplexes Vitaminpräparat aus dem B-Vitamin-Komplex

Darreichungsform und Zusammensetzung

Neurorubin wird als Injektionslösung (in dunklen Glasampullen à 3 ml, verpackt in einem Karton mit 5 Ampullen) verabreicht.

Zu den einzelnen Bestandteilen zählen folgende Wirkstoffe:

  • Thiaminchlorid: 100 mg;
  • Pyridoxinchlorid: 100 mg;
  • Cyanocobalamin: 1 mg.

Hilfsstoffe: Benzylalkohol, Kaliumcyanid sowie Wasser zur Injektion.

Anwendungshinweise

  • Neuropathie
  • Neuropathien sowie Polyneuropathien (alcoholisch, diabetisch und andere)
  • Ischialgie, Zervikalbrachialgie sowie Trigeminusneuralgie

Kontraindikationen

  • Psoriasis
  • Alter bis zum 18. Lebensjahr
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Arzneimittels

Anwendung und Dosierung

Intramuskuläre Injektion von Neurorubin in die obere äußere Quadrant des Gesäßmuskel.

Für schwere Fälle erfolgt am Beginn der Behandlung eine tägliche Injektion einer Ampulle (3 ml). Nach Abnahme der Schmerzsymptomatik wird Neurorubin in dieser Dosierung 1–2-mal wöchentlich verabreicht.

Bei mittelschweren Fällen erfolgt die Verabreichung von 1 Ampulle üblicherweise 1–2-mal wöchentlich.

Nebenwirkungen

  • Kardiovaskuläres System: In Einzelfällen können Kollaps, Tachykardie und Zyanose auftreten.
  • Zentralnervensystem: Unruhe, Tremor, Kloßgefühl im Hals, Besorgtheit und Schwindel
  • Verdauungssystem: Übelkeit, Magendarmblutungen sowie eine Erhöhung der Aspartataminotransferase-Werte im Blutplasma
  • Endokrines System: Hemmung der Prolaktinausscheidung
  • Atemsystem: Lungenödem und Dyspnoe
  • Haut: Exanthem
  • Allergische Reaktionen: Juckreiz, Urtikaria, Angioödem, anaphylaktischer Schock
  • Gesamtorganismus: Schwächegefühl, plötzlicher Synkope, Körperhyperämie sowie Fieber

Besondere Hinweise

In Einzelfällen können wiederholte intramuskuläre Verabreichungen vitaminhaltiger Präparate bei prädisponierten Patientinnen anaphylaktoider Reaktionen auslösen. Bei Auftreten dieser Reaktion ist eine Absetzung von Nejrorubin sowie die Gabe von Glukokortikoiden und Antihistaminika als therapeutische Maßnahmen erforderlich.

Die Anwendung eines überdosierten Eluatfaktors (über fünf Monate bei einer Dosis von mehr als 500 Milligramm) kann zur Entstehung peripherer Neuropathien führen, die nach Beendigung der Therapie in der Regel zurückgehen.

Aufgrund des möglichen Ausbruchs von Psoriasis-Symptomen ist die Anwendung des Antiperniziosafaktors bei Patienten mit dieser Diagnose kontraindiziert.

In seltenen Fällen können während der Anwendung von Nejrorubin Schwindel, Schwäche und Unruhe auftreten; daher müssen Patienten während der Therapie bei der Teilnahme am Kraftverkehr oder bei der Ausübung potenziell gefährlicher Tätigkeiten besonders vorsichtig sein.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Nejrorubin darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden.

Thiamin ist unvereinbar mit tanninhaltigen Säuren, Quecksilberchlorid, oxidierenden Substanzen, Eisenkarbonat, Jodiden, Essigsäure sowie Riboflavin, Phenobarbital, Benzylpenicillin, Natriummetabisulfit und Dextrose.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Nejrorubin mit bestimmten Arzneimitteln können folgende Wirkungen eintreten:

  • Levodopa: Die gleichzeitige Einnahme führt zu einer Absenkung der therapeutischen Wirkung (eine Kombination wird nicht empfohlen);
  • Isoniazid: Die gleichzeitige Einnahme verstärkt die Toxizität.
  • 5-Fluorouracil und Thioguanin: Verringerung der Wirkung von Folsäure (Vitamin B9);
  • Altretamin: Verringerung seiner eigenen Wirksamkeit.
  • Ascorbinsäure (Vitamin C): Inaktivierung des Eluatfaktors.

Lagerfristen und Lagerungsbedingungen

An einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von 2–8 °C lagern.

Haltbarkeitsdauer: 3 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Das menschliche Blut fließt durch die Gefäße unter hohem Druck; bei einer Verletzung der Gefäßintegrität kann es bis zu 10 Meter weit spritzen.


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