Neomycin

Neomycin-Aerosol zur Anwendung auf der Haut Neomycin – das äußere Antibiotikum.

Darreichungsform und Inhalt

Neomycin wird als Aerosol zur topischen Anwendung eingesetzt: gleichmäßig weiß oder fast weiße Suspension mit dem charakteristischen Geruch (in Aerosolbehältern nach 16 oder 32 g, je ein Behälter in einer Pappverpackung zusammen mit einem Inhalator und Deckel).

Die Aerosolsuspension enthält 1000 mg:

  • Wirkstoff: Neomycinsulfat – 11,72 mg;
  • Hilfsstoffe: Lecithin (0,2 mg), Sorbitantrioleat (10,3 mg), Treibgas (Propan/Butan/Isobutan) (843,8 mg), Isopropylmyristat (134 mg).

Anwendungsangaben

  • Infektiös-entzündliche Hauterkrankungen, die durch Mikroorganismen ausgelöst werden (z. B. kontagiöse Impetigo, einschließlich Furunkulose).
  • Infizierte Geschwüre sowie Verbrennungen Grad I und II.

Kontraindikationen

  • Ulcus trophicum, ausgedehnte Infektionsfläche, Verletzung der Hautintegrität sowie Applikation an der Stelle des Auftragens;
  • Gleichzeitige Anwendung mit weiteren nephrotoxischen oder oto-toxischen Arzneimitteln
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Präparats

Die Anwendung von Neomycin bei Schwangeren ist nur zulässig, wenn der Nutzen für die Mutter den potenziellen Schaden für das Ungeborene überwiegt. Während der Stillzeit muss die Ernährung mit Muttermilch unterbrochen werden.

Art der Anwendung und Dosierung

Neomycin topisch auftragen. Vor jeder Anwendung ist das Fläschchen mehrmals kräftig zu schütteln.

Die behandelten Hautbereiche werden durch Aerosolisation für 3 Sekunden behandelt; dabei wird das Fläschchen vertikal in einem Abstand von 15 bis 20 cm zur Hautoberfläche gehalten.

Anwendungshäufigkeit: Neomycin 1- bis 3-mal täglich unter Beachtung gleichmäßiger Intervalle.

Die mittlere Dauer der Therapie beträgt 7 bis 10 Tage.

Nebenwirkungen

Während der Anwendung von Neomycin können allergische Reaktionen wie Juckreiz, Rötung und Schwellungen auftreten; bei langwieriger Therapie besteht die Gefahr einer Kontaktallergie.

Sollten Nebenwirkungen eintreten, die nicht in der Gebrauchsanweisung aufgeführt sind, oder wenn gegen die oben beschriebenen Empfehlungen verstoßen wird, muss sich der Patient unverzüglich an einen Arzt wenden.

Besondere Hinweise

Das Auftragen von Neomycin auf Schleimhäute ist zu vermeiden; zudem müssen die Augen vor Aerosolpartikeln geschützt werden. Bei Kontakt des Präparats mit den Augen oder Schleimhäuten ist eine sorgfältige Spülung mit kühlem Wasser erforderlich.

Das Einatmen von verteiltem Neomycin ist nicht gestattet.

Es wird nicht empfohlen, das Aerosol auf große Hautbereiche (insbesondere beschädigte) sowie unter Okklusion anzuwenden, da dies die Resorption des Wirkstoffs ins Blut und die Entwicklung von Nebenwirkungen begünstigt, die für den systemischen Effekt von Neomycin charakteristisch sind (Nephrotoxizität, Ototoxizität). Bei Auftreten der oben genannten Verstöße ist das Präparat sofort abzusetzen.

Besondere Hinweise: Das Auftragen von Neomycin auf Schleimhäute ist zu vermeiden. Zudem müssen die Augen vor Aerosolpartikeln geschützt werden. Bei Kontakt des Präparats mit den Augen oder Schleimhäuten ist eine sorgfältige Spülung mit kühlem Wasser erforderlich.

Im Falle eines Hautreizers an der Applikationsstelle sollte die Therapie unterbrochen werden. Eine langwierige Therapie kann zur Resistenzbildung von Pilz- und Bakterienstämmen führen.

Der Ballon mit der Aerosoldispersion darf nicht geschlagen, geöffnet oder erhitzt werden.

Medikamentöse Interaktionen.

Um Wechselwirkungen zu vermeiden, sollte Neomycin nur nach ärztlicher Absprache gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden.

Eine langwierige Kombinationstherapie mit nephro- und ototoxischen Arzneimitteln (Gentamicin, Etacrinat und Colistin) kann die Toxizität von Neomycin verstärken.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen.

Das Arzneimittel sollte lichtgeschützt an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C aufbewahrt werden.

Die Haltbarkeit beträgt zwei Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Es gibt sehr seltene medizinische Syndrome, beispielsweise eine Zwangsstörung (Klappern von Gegenständen). Bei einer Patientin mit dieser Manie wurden im Magen 2.500 fremde Gegenstände gefunden.


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