Wichtige Punkte > Erkrankungen > Gelenkentzündung

Gelenkentzündung

Polyarthritis – Gelenkerkrankung

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Gelenkentzündung, bei der der entzündliche Prozess konsequent oder sofort mehrere Gelenke gleichzeitig erfasst. Diese Krankheit entwickelt sich unabhängig vom Alter, dem Geschlecht und der sozialen Lage des Menschen. Bei dieser Erkrankung können tatsächlich alle Gelenke betroffen sein; jedoch bringt die Gelenkentzündung der Hände besondere Unbequemlichkeiten mit sich, da es unmöglich wird, bestimmte Funktionen zu erfüllen.

Die Gelenkentzündung kann primär oder rezidivierend auftreten. Im ersten Fall handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung infektiös-nichtspezifischer Ätiologie; im zweiten Fall ist sie eine Komplikation nach Sepsis, Rheuma und einigen anderen Krankheiten. Eine zu frühzeitige Behandlung oder deren Fehlen kann die Verschlechterung der Lebensqualität verursachen, da diese Erkrankung zu Rückfällen neigt. Allmählich können die Funktionen der Gelenke so stark beeinträchtigt werden, dass der Mensch als Behinderte anerkannt wird.

Formen der Gelenkentzündung

Je nach Entstehungsmechanismus werden Gelenkentzündungen in infektiöse, kristalline und rheumatoide Formen unterschieden.

- Die infektiöse Form entsteht durch das Eindringen von Infektionen oder krankheitserregenden Mikroorganismen aus dem Blut in das Gelenk. Diese Form wird bei Virushepatitis, Gonorrhö und Dysenterie beobachtet.

- Die kristalline Form entwickelt sich durch Verletzung der Synovialhülle infolge von in der Gelenkkapsel abgelagerten Salzkristallen. Diese Form tritt bei Stoffwechselstörungen, Gelenktraumen sowie allergischer Veranlagung auf.

- Die rheumatoide Gelenkentzündung entwickelt sich unter dem Einfluss genetischer Faktoren sowie Umweltbedingungen. Zur Entstehung der Krankheit trägt auch eine Senkung des Immunstatus bei. Diese Form der Gelenkentzündung handelt sich um eine Systemerkrankung, da je nach Fortschreiten die Infektion des Bindegewebes eintritt; so kann der entzündliche Prozess auch innere Organe befallen.

In den Gelenken treten neben der Entzündung pathologische Wucherungen von Kapseln und Blutgefäßen auf. Daraufhin bildet sich in der Gelenkkapsel eine spezifische Struktur, die befähigt ist, in den Knorpel einzudringen und ihn zu zerstören. Die Erkrankung ist weit verbreitet; vor allem Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren leiden unter rheumatoider Arthritis.

Symptome der Arthritis

Zu den charakteristischen Symptomen bei allen Formen der Gelenkentzündung gehören Gelenkschmerzen, Schwellungen und eine Rötung an der betroffenen Stelle. Häufig wird die Erkrankung von einer Steifigkeit begleitet; im chronischen Verlauf treten Gelenkdeformierungen auf. Auch das allgemeine Befinden leidet: Der Patient entwickelt Fieber, Erschöpfung und Schwäche.

In der Regel treten die Anfangssymptome der Arthritis an den Händen auf; erst später ist eine Ausbreitung des entzündlichen Prozesses auf andere größere Gelenke möglich. Den Patienten beunruhigt die Schwellung der Handgelenke, Hyperämie sowie Schmerzen am betroffenen Gelenk. Für die Arthritis der Hände sind morgendliche oder nach der Arbeit auftretende Steifigkeiten sowie die Bildung von Knoten in der Nähe des betroffenen Bereichs charakteristisch. Selbst bei einfachen Bewegungen wie Halten oder Rotation kann der Mensch Schwierigkeiten erleben.

Bei rheumatoider Arthritis ist das Anfangsstadium allmählich: unbedeutende Morgensteifigkeit, schwankende und leichte Schmerzen sowie eine geringe Erhöhung der Körpertemperatur. Der weitere Krankheitsverlauf verläuft unterschiedlich. Bei manchen Patienten sind die großen Gelenke betroffen, dabei bleiben ihre Funktionen jedoch erhalten; bei anderen sind die Symptome deutlich ausgeprägt, während die Krankheit nur die kleinen Gelenke von Füßen und Händen erfasst.

Der Verlauf einer rheumatoiden Arthritis schreitet mit der Zeit fort: Die Muskulatur des betroffenen Gelenks atrophiert, die Sehnen verkürzen sich, das Gelenk deformiert und der Patient ist nicht mehr in der Lage, Bewegungen im vollen Umfang auszuführen. Als Begleiterscheinungen treten Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen sowie das Empfinden von "Gänsehaut" auf, die auf eine Entzündung der Nervenfasern zurückzuführen sind.

Behandlung der Arthritis

Behandlung des Polyarthritids – umfassend, einschließlich äußerlich angewandter Präparate Die Dauer der Behandlung der akuten Gelenkentzündung hängt von vielen Faktoren ab. Eine vollständige Heilung ist unmöglich; das Ziel besteht vielmehr darin, durch die Anwendung entsprechender Präparate den Prozess der Knochendestruktion zu verlangsamen und so ein tolerierbares Leben für den Patienten zu ermöglichen.

Die Behandlung der Arthritis erfolgt nach mehreren Richtungen. In erster Linie werden nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel sowie Kortikosteroide eingesetzt. Der beste Effekt ergibt sich oft aus der Kombination von Tabletten oder Injektionen mit topischen Präparaten wie Cremes, Salben und Gelen.

Falls notwendig kommen Antibiotika, Immunsuppressiva und Antihistaminika zum Einsatz. Zudem wird bei der Behandlung von Arthritis auf die Heilung langdauernder Infektionsherde geachtet. Die Physiotherapie liefert gute Ergebnisse: UV-Bestrahlung in Erythemdosen, Ionophorese, Diathermie, Paraffinanwendungen sowie UWT (Ultraschall). Bei rheumatoider Arthritis wird die Behandlung durch vom Rheumatologen verschriebene Medikamente ergänzt.

Als ablenkende Maßnahme bei Schmerzen können wechselnde kalte und warme Kompressen auf die betroffenen Gelenke angewendet werden. Ähnliche Effekte bieten auch heiße Salzbäder.

Ob Sie wissen das bereits:

Ein gebildeter Mensch ist weniger anfällig für Hirnerkrankungen. Die intellektuelle Aktivität fördert die Bildung einer zusätzlichen Schutzschicht, die den Krankheitsprozess kompensiert.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt