Der Husten – ein unbedingter Reflex, eine forcierte Ausatmung, die durch die Kontraktion der Muskulatur der Atemwege infolge einer Reizung der Rezeptoren ausgelöst wird. Dieser Reflex dient der mechanischen Säuberung des Respirationstraktes von irrelevanten Substanzen sowie als Warnsignal vor mechanischen Hindernissen, die den Luftstrom erschweren. Der Husten fungiert als Abwehrmechanismus des Organismus und sichert die Integrität sowie die Reinigung der Bronchien vor Reizstoffen und Fremdkörpern. Als Auslöser für einen Hustenanfall können reizende Substanzen (Schleim, Blut, Sputum, Eiter) sowie Fremdkörper (Nahrungspartikel, Staub, Haare und andere mit der Luft eingeatmete Elemente) dienen.
Der Husteanfall – die Gegenreaktion des Organismus auf den Reiz, manifestiert durch einen plötzlichen Beginn des Hustens zur Beseitigung des Auslösers und anhaltend bis zur vollständigen Erleichterung. Während der Anfälle wird der Husten als spastisch oder krampfartig bezeichnet, da die Stöße dem Patienten das Einatmen unmöglich machen; unmittelbar darauf folgt ein weiterer Stoß. In einigen Fällen können starke Husteanfälle mit Erbrechen, Atemstillstand, Herzrhythmusstörungen sowie Ohnmacht enden. Husteanfälle können beim Menschen Panik auslösen. Tritt der Husteanfall isoliert auf, besteht meist kein Anlass zur Besorgnis, da die Ursache oft ein Reiz ist, der plötzlich in die luftführenden Wege gelangt. Übernehmen jedoch rezidivierende Husteanfälle einen anderen Charakter und nehmen an Intensität zu, so ist es notwendig, zusätzliche Symptome zu beachten.
Starke Husteanfälle sind keine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich Symptome, die auf eine bestimmte Störung oder Krankheit hinweisen können.
Bevor mit der Behandlung oder Beseitigung von Hustenanfällen begonnen wird, muss geklärt werden, um welches Krankheitszeichen es sich handelt. Eine Therapie ist unzureichend, wenn die zugrundeliegende Ursache nicht behoben wurde.
Husteanfälle können Symptome verschiedener akuter respiratorischer Erkrankungen sowie von Störungen der oberen und unteren Atemwege (z. B. Bronchialasthma, Tuberkulose, entzündliche Lungenerkrankungen), Virus- oder bakterieller Infektionen sowie Allergien sein. Hustenanfälle entstehen zudem durch die Einwirkung von Reizstoffen oder Fremdkörpern in den Atemwegen. Der Husten kann ferner Erkrankungen des kardiovaskulären Systems oder des Nervensystems signalisieren.
Es gibt eine Reihe von Charakteristika, die für die Beschreibung von Hustenanfällen verwendet werden. Durch die Kombination dieser Merkmale lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, welcher pathologische Prozess die starken Husteanfälle auslöst.
Der Husten ohne Auswurf wird als trockener Husten bezeichnet. Trockener Husten ist ein Merkmal für Pathologien in Organen, die nicht zum Atemsystem gehören (Herzfehler, Mittelohrentzündung, Nervenerkrankungen, Perikarditis), und tritt meist auf. Mit Ausnahme der Beseitigung mechanischer Reizstoffe erfüllt trockener Husten keine Abwehrfunktion.
Der feuchte Husten ist ausschließlich auf Erkrankungen des Atmungssystems zurückzuführen. Beim feuchten Husten wird eine reichliche Sekretion von Auswurf infolge der verstärkten Bildung des Bronchialsekrets beobachtet; die Beschaffenheit des abgetrennten Auswurfs stellt ein Merkmal des zugrundeliegenden pathologischen Prozesses dar.
Die Dauer und Häufigkeit charakterisieren den Husten als ständigen oder periodischen. Einzelne Hustenzüge kennzeichnen das Verlangen nach Husten, während starke Husteanfälle auftreten.
Der scharfe und langanhaltende Husten wird nach seiner Dauer klassifiziert: Als akuter Husten gilt ein Befund, der weniger als drei Monate andauert, während chronischer Husten eine Persistenz von mehr als drei Monaten voraussetzt.
Die auslösenden Faktoren für Husteanfälle lassen sich in vier Gruppen einteilen:
Bei Husteanfällen im Kindesalter ist besondere Vorsicht geboten, da Kinder den Zustand und begleitende Symptome meist nicht beschreiben können. Als wahrscheinlichste Ursachen gelten entzündliche und mechanische Faktoren. Begleitet der Hustenanfall Fieber, allgemeine Schwäche, Rhinitis oder eine laufende Nase sowie Schlafstörungen und Appetitverlust, so ist die Ursache höchstwahrscheinlich eine Erkältung. Wenn Husteanfälle ohne begleitende Krankheitssymptome auftreten und sich nur beim Liegen oder im Bett verstärken, deutet dies auf einen Husten mit vermehrtem Schleim in der Zahnwechselphase hin. In einigen Fällen können Husteanfälle durch das Einatmen von Fremdkörpern während des Spiels ausgelöst werden, was zu einer Erstickung führen kann.
Bei Husteanfällen im Kindesalter müssen Sie unverzüglich zum Arzt gehen, wenn folgende Symptome vorliegen:
Episodische Hustenattacken bei Erwachsenen lösen in der Regel keine Besorgnis aus, doch es gibt eine Reihe von Merkmalen, die einen unverzüglichen Arztbesuch erforderlich machen:
Zur Linderung von Hustenanfällen stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Vor der Einleitung von Maßnahmen muss der vorherrschende Hustentyp des Patienten bestimmt werden. Der Husten erfüllt als Abwehrreflex bei Erkrankungen eine Hilfsfunktion, indem er die Freisetzung von Schleim und Auswurf ermöglicht. Hauptziel der Hustenbehandlung ist nicht seine Beseitigung, sondern die Linderung. Eine Unterdrückung des Hustens ist nur dann indiziert, wenn dieser den Zustand des Patienten negativ beeinflusst (z. B. durch Störung des Schlafes, Verursachung von Erbrechen oder Auftreten von Erstickungsanfällen).
Als primäre Methode zur Linderung von Hustenanfällen kommen folgende medikamentöse Präparate zum Einsatz:
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