Syndaktylie

Syndaktylie – Deformität der Hände oder Füße Ab dem Zeitpunkt der Konzeption bis zum Auftreten des Lichts durchläuft der menschliche Organismus eine langdauernde Entwicklung. In dieser Zeit können zahlreiche Faktoren den stärksten negativen Einfluss auf die Bildung des wachsenden Kindes nehmen und so zur Entstehung verschiedener angeborener Missbildungen beitragen. Eine davon ist die Syndaktylie – eine Fehlbildung der Hände oder Füße, wobei auch eine kombinierte Infektion der Gliedmaßen möglich ist. Dabei wird beim Neugeborenen die Vereinigung von zwei oder mehr Fingern untereinander beobachtet. Diese ähnliche Entwicklungsstörung kann durch unterschiedlichste Ursachen hervorgerufen werden.

Ätiologie der Syndaktylie

Syndaktylie tritt vorwiegend an den oberen Extremitäten auf. In manchen Fällen erkranken mehrere Familienmitglieder gleichzeitig aufgrund des Entwicklungsdefekts, was auf einen erblichen Charakter hindeutet. Wenn bei Verwandten des Kindes keine ähnliche Abnormität festgestellt wurde, wird ihr Entstehen mit dem Einfluss verschiedener negativer Faktoren auf die Frucht während der intrauterinen Entwicklung in Verbindung gebracht.

Als Ursachen für Syndaktylie dürfen nicht 'spezialisierte' Gründe genannt werden; sie können stattdessen die Bildung und Funktion aller Organe sowie Systeme des wachsenden Organismus beeinträchtigen. Wie bekannt, wird jede ungünstige Einwirkung auf die zukünftige Mutter unmittelbar in der Gesundheit ihres Kindes widergespiegelt. Zu den Faktoren, die den Prozess der normalen Entwicklung der Frucht stören, gehören: berufliche Schadstoffbelastung in der Produktion, ungünstige ökologische Lage sowie Infektionskrankheiten der Mutter während der Schwangerschaft.

Die Entwicklung der Hände des Säuglings beginnt Ende des ersten Schwangerschaftsmonats, wobei die Frau nicht immer davon in Kenntnis gesetzt ist. In diesem Zusammenhang gestaltet sich die Klärung der Ursachen für verschiedene Missbildungen, einschließlich der Syndaktylie, oft schwierig. Ursprünglich stellen die Handstrukturen der Frucht eine physiologische Verschmelzung der Fingerkeime dar. Ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat beginnen sie je nach Größe in die Länge zu wachsen und nehmen eine physische Form an. In dieser Phase kann jeder pathologische Faktor eine negative Rolle spielen, wodurch die Finger nicht getrennt werden.

Neben der angeborenen Fehlbildung kann auch eine erworbene Syndaktylie auftreten. Sie entsteht sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen infolge thermischer oder chemischer Verbrennungen der Hand.

Klassifikation der Syndaktylie

Syndaktylie ist nicht immer ein isolierter Defekt, insbesondere bei erblicher Entstehung. Häufig wird sie mit anderen Entwicklungsstörungen kombiniert, die mit Chromosomenanomalien verbunden sind. Auch kann eine pathologische Verschmelzung der Finger bei angeborenen Defekten des Knochen- und Muskelsystems auftreten. Die Klassifikation der Syndaktylie hängt vom Zustand der betroffenen Finger sowie von der Ausdehnung vorhandener Verbindungen ab.

Syndaktylie kann als Verschmelzung der feinen Hautschleimhaut (Hautoberfläche) mit Einlagerung von weichem Gewebe oder dichter Knochenbildung auftreten. Sie kann sich über die gesamte Länge erstrecken oder nur auf einem oder mehreren Fingerabschnitten vorliegen. Die Komplexität der Syndaktylie bestimmt den Zustand des betroffenen Fingers: Dieser kann normal entwickelt sein oder verschiedene Knochen-Muskelanomalien aufweisen.

Syndaktylie, die vor allem die Finger der oberen Extremitäten betrifft, stellt einen wesentlichen kosmetischen Defekt dar. Zudem hat eine minderwertige Ausführung der Handfunktionen durch diesen Zustand extrem negative Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Syndaktylie führt aufgrund der starken Einschränkung oder Unmöglichkeit differenzierter Fingerbewegungen zu weiteren Defekten, die sich in psychomotorischen, sprachlichen und teilweise intellektuellen Entwicklungsstörungen des Kindes äußern.

Die Korrektur solcher angeborenen kosmetischen Mängel, wie der Syndaktylie, sowie die Beseitigung ihrer negativen Auswirkungen auf das Kind sind durch eine termingemäße Behandlung der vorliegenden Pathologie möglich.

Operation bei Syndaktylie.

Das Trennen verschmolzener Finger erfolgt ausschließlich durch chirurgische Methoden. Bei der Operation bei Syndaktylie werden die oberen Extremitäten unter Spannung gesetzt. Die ärztliche Praxis klärt, dass eine solche Entwicklungsanomalie einen ernsthaften kosmetischen Defekt darstellt und die Handfunktionen erheblich beeinträchtigt; daraufhin leiden das Kind psychisch sowie in seiner körperlichen Entwicklung. Eine operative Intervention an den Fingern der unteren Gliedmaßen wird nur durchgeführt, wenn der bestehende Defekt das normale Gehen wesentlich stört.

Syndaktylie – Verschmelzung der Finger Bei jeder Art von Syndaktylie wird die Operation gewöhnlich im Alter des Kindes zwischen 4 und 5 Jahren durchgeführt. Eine Ausnahme bildet lediglich jene Variante des angeborenen Defekts, bei der eine Knochenvereinigung der Endglieder der Finger vorliegt. In diesem Fall sollte die Teilung in der zweiten Jahreshälfte des ersten Lebensjahres erfolgen, da das Fehlen einer termingemäßen operativen Intervention zur Entwicklung erneuter Entstellungen der Finger führt.

Bei der Syndaktylie besteht die Operation in der chirurgischen Trennung der Finger mit anschließender Naht der sich bildenden Oberflächen aus kleinen Hautabschnitten des Patienten. Die Rehabilitationsphase dauert drei bis vier Monate; während dieser Zeit ist es nachts erforderlich, die Finger in gestreckter Lage mittels abnehmbarer Gipsschienen zu fixieren. Zur postoperativen Behandlung der Syndaktylie gehören zudem Massage, Heilsport, physikalische Verfahren und Moorwickel.

Wie bekannt, ist es den Mitteln der modernen Medizin unmöglich, das Auftreten der Mehrzahl der Entwicklungsfehler tatsächlich zu verhindern. Dennoch ermöglichen die derzeitigen Behandlungsmethoden erfolgreich die Korrektur vieler angeborener Anomalien, einschließlich der Syndaktylie. Eine rechtzeitige operative Intervention ermöglicht dem Kind mit diesem Defekt eine gleichberechtigte Entwicklung gegenüber Altersgenossen und ein vollwertiges Leben.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Forscher der Oxford University haben eine Reihe von Studien durchgeführt, die zu dem Schluss kamen, dass Vegetarismus für das menschliche Gehirn schädlich sein kann, da er zu einer Abnahme seiner Masse führt. Daher empfehlen die Forscher, Fisch und Fleisch vollständig aus der Ernährung auszuschließen.


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