Die Toxikomanie

Die kurze Charakteristik der Erkrankung

Toxikomanie

Die Toxikomanie ist das Einatmen flüchtiger narkotischer Substanzen. Sie stellt eine Form der Rauschgiftsucht dar, die zu Abhängigkeit und schwerwiegenden Organverletzungen führt. Hauptbetroffene sind Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren. Die Konsumenten verwenden Plastiktüten zum Einatmen toxischer Dämpfe.

Bei der Toxikomanie entsteht zunächst eine schwache Euphorie, gefolgt von einem kurzzeitigen Bewusstseinsverlust mit Orientierungsstörungen und Übelkeit. Starke toxische Substanzen können Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Kontrollverlust und Denkstörungen auslösen. Bei hohen Dosen können Krampfanfälle auftreten; der Betroffene kann in Koma geraten oder sterben. Die Konsumenten verwenden diverse Lacke, Kleber und Haushaltschemikalien zum Einatmen, was für den menschlichen Organismus giftig ist.

Die Diagnose der Toxikomanie stützt sich auf die geröteten Augen sowie auf Schnupfen und Bronchitis (im Gegensatz zu anderen Suchterkrankungen). Bei Betroffenen bleibt die Persönlichkeitsentwicklung stehen; es treten psychische Verstöße und eine Verzerrung des Denkens auf.

Die Formen der Toxikomanie

Tranquilizer

Bei Langzeiteinnahme von Tranquilizern entwickelt sich eine Abhängigkeit. Diese Form der Sucht führt bei Pausen in der Einnahme zu Schlaflosigkeit, Albträumen, ständiger Unruhe und unbegründeter Besorgnis. Mögliche Folgen sind Muskelkrämpfe, epileptische Anfälle sowie schwere Psychosen.

Koffeinismus

Kaffee – ein sehr verbreitetes Produkt in vielen Regionen der Erde; jedoch trifft sich eine solche Form der Toxikomanie wie der Koffeinismus nur selten. Beim Koffeinismus trinkt die Person bis zu 10 Tassen und mehr pro Tag, und manchmal wird auch sogenannter „Kaffeekissel" konsumiert.

Teeabhängigkeit

Häufig führt eine solche Form des Teekonsums (Tschifir) zur Entwicklung einer Abhängigkeit. In der Anfangsphase steigert er die Arbeitsfähigkeit; die Person fühlt sich munter und energiegeladen. Der fortgeschrittene Missbrauch führt jedoch zu Gewichtsverlust, Herzrhythmusstörungen, chronischer Gastritis und emotionaler Instabilität.

Rauchen

Das Rauchen ist eine der Formen der Toxikomanie. Zigarettenrauch enthält neben 30 weiteren Substanzen auch Nikotin, Kohlendioxid, Kohlenstoffmonoxid, Ammoniak und andere Säuren; von diesen gilt das Nikotin als die gefährlichste Komponente für den menschlichen Organismus. In hohen Dosen hemmt es die Nervenzellen und lähmt die Funktion des Zentralnervensystems. Bei Männern trägt Nikotin zur Impotenz bei.

Zudem schädigt Rauchen das Atemsystem direkt, führt zu chronischer Bronchitis und kann Krämpfe der Herzmuskulatur verursachen. Unter dem Einfluss von Nikotin kommt es beim Raucher zu einer übermäßigen Magensaftsekretion, was wiederum Übelkeit sowie Erbrechen auslösen kann.

Jugendtoxikomanie

In jüngster Zeit hat die Jugendtoxikomanie eine weit verbreitete Ausbreitung erfahren. Oft begegnet man Jugendlichen auf der Straße mit Paketen in den Händen, die giftige Substanzen einatmen. Das Durchschnittsalter junger Toxikomanen liegt zwischen 8 und 15 Jahren. Häufig handelt es sich um Gruppen von zwei oder mehr Personen. Als Toxikomane gelten Kinder aus ungünstigen und benachteiligten Familien.

Die toxischen Substanzen üben einen äußerst schädlichen Einfluss auf den kindlichen Organismus aus. Äußerlich zeigt sich eine Rötung des Gesichts sowie eine graue Verfärbung der Nasenwurzel. Die Augenlider der Jugendlichen sind geschwollen, die Hände zittern, der Gang wird unsicher und die Bewegungskoordination ist gestört.

Um dem Teenager zu helfen, der Toxikomanie entgehen möchte, muss man ihn zunächst von schädlichen Einflüssen isolieren. In vielen Fällen zeigt sich dies bereits als ausreichend. Wenn jedoch eine Abhängigkeit bereits gebildet ist, wird die Hilfe eines Psychologen und Narkologen erforderlich.

Die Folgen der Drogenabhängigkeit

Die Folgen der Drogenabhängigkeit können unterschiedlich sein und hängen davon ab, wie lange der Mensch den Organismus auf diese Weise vergiftet hat. In der Anfangsphase treten Schmerzen in den Muskeln, Übelkeit, Krämpfe, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit auf. Auf psychologischer Ebene zeigen sich starke Depressionen sowie nicht bedingte Aggression, Bosheit und Reizbarkeit; dem Menschen fällt es schwer, sich zu kontrollieren.

Nach Ablauf einiger Monate können bei Drogenabhängigen die inneren Organe zerstört werden: Es kann zur Leberzirrhose kommen oder das Gehirn irreversiblen Schäden unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein Mensch nach zwei Jahren der Abhängigkeit behindert wird. Häufige Überdosierungen von Narkotika führen zu geistiger Behinderung.

Die Behandlung der Drogenabhängigkeit

Die Behandlung der Drogenabhängigkeit kann nur im Krankenhaus durchgeführt werden.

Behandlung der Toxikomanie

Man muss die geschädigten somatischen Funktionen wiederherstellen, die psychische Abhängigkeit unterdrücken und den psychischen Zustand des Patienten normalisieren.

Dem Patienten wird eine Entgiftung des Organismus durchgeführt: Es werden Glukose intravenös verabreicht sowie medikamentöse Mittel und Vitamine verschrieben. Zur Behandlung der Depression beim Patienten werden Medikamente wie Paraxol oder Amitriptylin verordnet.

Ob Das sollten Sie wissen:

Karies ist die häufigste Infektionskrankheit weltweit; selbst die Grippe kann sie nicht in Schach halten.


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