Ursodeoxycholsäure

Ursodeoxycholsäure – ein hepatoprotektives und choleretisches Mittel. Ursofalk – Präparat auf Basis von Ursodeoxycholsäure

Pharmakologische Eigenschaften von Ursodeoxychol.

Ursodeoxycholsäure ist nach ihrer Herkunft eine Gallensäure; sie verfügt neben sekretorischen und leberschützenden Eigenschaften über immunmodulierende Effekte, verringert die Bildung von Gallensteinen und reduziert den Cholesteringehalt.

Der Wirkmechanismus von Ursodeoxychol besteht in der Stabilisierung der Leberzellmembranen; seine Moleküle können in diese Membranen eingebaut werden und sie gegenüber aggressiven Einflüssen widerstandsfähiger machen. Durch die Bildung sicherer Komplexe mit giftigen Gallensäuren neutralisiert Ursodeoxycholsäure diese und verhindert den schädigenden Effekt auf die Leberzellmembranen.

Die Präparate aus Ursodeoxychol beeinflussen die hepatozirkuläre Gallensäure (ihre Rückresorption aus dem Darm in die Galle), verringern die Cholesterinabsorption im Darm und erzielen so einen hypocholesterinärischen Effekt.

Durch Bindung an das Cholesterin in der Gallenblase erhöht diese Substanz die Löslichkeit von Cholesterinkristallen, fördert den Abbau von Gallensteinen und behindert die Bildung neuer Cholesterinsteinbildung. Zudem verringern die Präparate aus Ursodeoxychol direkt die Cholesterinsynthese in der Leber, was den Gesamtcholesteringehalt im Organismus senkt.

Der immunmodulierende Einfluss von Ursodeoxychol auf den Organismus zeigt sich in der Normalisierung der Lymphozytaktivität und der Regulation der Antigenexpression an Leberzellmembranen sowie Gallengängen; Experten geben positive Bewertungen für die Anwendung bei primärer biliärer Zirrhose, Mukoviszidose und alkoholischer Fettleber.

Das Medikament wird im Dünndarm resorbiert; nach drei Stunden ist die maximale Blutkonzentration erreicht. Die regelmäßige Einnahme führt dazu, dass Ursodeoxychol zur Hauptgallensäure im Blut wird; sie unterliegt einer Reihe von Umwandlungen und wird als Metabolite über den Stuhl sowie in geringem Umfang über den Urin ausgeschieden.

Darreichungsformen von Ursodeoxycholsäure.

Nach der Packungsbeilage wird das Medikament in Kapseln zu 250 Milligramm ausgegeben; es handelt sich um die Hauptsubstanz verschiedener Präparate mit sekretorischer Wirkung. Zu den auf Basis von Ursodeoxycholsäure hergestellten Präparaten gehören:

  • Ursosan;
  • Ursofalk;
  • Urso;
  • Ursoliv;
  • Ursodek;

Angaben zur Anwendung

Nach der Packungsbeilage wird Ursodiol in der komplexen Therapie der Cholelithiasis eingesetzt, wenn die Gallensteine cholesterinhaltigen Ursprungs sind und ihre Entfernung chirurgisch oder endoskopisch nicht möglich ist. Die Steine sollten nach dem Umfang nicht mehr als 2 cm betragen (bei Lithotripsie). Ursosan – Präparat auf Basis von Ursodeoxycholsäure

Ursodiol wird bei langdauernder aggressiver Hepatitis mit Gallenstauung, bei primär biliärer Zirrhose bis zum Stadium der floriden Fibrose, bei Mukoviszidose mit Leberinfektion sowie bei bilierem Refluxösophagitis und akuter Hepatitis verschrieben.

Nach den Bewertungen hilft Ursodiol bei der Dyskinesie der Gallenwege und Cholezystopathien. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Prophylaxe der Gallenstauung unter Einnahme hormoneller Empfängnisverhütungsmittel, die Verbesserung der Leberfunktion bei der Behandlung mit Zytostatika sowie als Hilfsmittel beim Umsteigen der Leber und anderer Organe.

Kontraindikationen für die Anwendung von Ursodiol

Nach der Instruktion ist das Präparat bei akuter Entzündung der Gallenwege und der Blase (Cholezystitis, Cholangitis), bei Leberzirrhose im Stadium der dekompensierten Aktivität sowie bei nichtspezifischer ulzerativer Kolitis und granulomatöser Kolitis kontraindiziert. Eine individuelle Unverträglichkeit stellt ebenfalls eine Gegenanzeige für Ursodeoxycholsäure dar.

Anwendungshinweise gemäß Instruktion

Es bestehen keine Altersbeschränkungen; bei Bedarf kann Ursodeoxycholsäure ab der Neugeborenenperiode verschrieben werden. Die Dosierung wird individuell je nach Körpergewicht und Schweregrad der Erkrankung festgelegt. Die mittlere Dosis beträgt bis zu 10 mg/kg Körpergewicht pro Tag und wird einmal täglich zum Abendessen eingenommen. Dauer und Anzahl der Therapiekurse werden vom Arzt bestimmt und variieren je nach Erkrankungsart. Während der Behandlung erfolgt alle drei Monate eine Bestimmung der Leberenzyme; bei Auflösung von Gallensteinen sind Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen des Gallensystems alle sechs Monate erforderlich.

Nebenwirkungen von Ursodeoxycholsäure

Nach der Instruktion können Präparate auf Basis von Ursodeoxycholsäure vorübergehend eine Erhöhung der Leberenzyme, Hautjucken, allergische Hautreaktionen sowie die Verkalkung von Gallensteinen und gelegentlich Durchfälle verursachen.

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