Venerologie

Das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Erforschung und Behandlung von Infektionen beschäftigt, die sexuell übertragen werden (STI), heißt aufgrund seiner Namensgebung nach Venus – der Göttin der Liebe im Pantheon des antiken Römischen Reiches.

Zu den Geschlechtskrankheiten, oder wie es heute üblich ist, zu den Erkrankungen, die sexuell übertragen werden, zählen Infektionskrankheiten, die durch verschiedene Erreger hervorgerufen werden (bakteriell, viral, pilzartig u.a.), wobei der überwiegende Übertragungsweg gemeinsam ist. Für eine Ansteckung mit solchen Infektionen ist enger körperlicher Kontakt sowie der Kontakt mit flüssigen Medien des Organismus notwendig. Geschlechtskrankheiten werden nicht über den Luft-Tröpfchenweg übertragen; einige davon können sich jedoch auf andere Wege erstrecken: häuslich (zum Beispiel Haushalts-Syphilis) und parenteral (Übertragung durch gemeinsame Spritzen bei Drogenabhängigen), wobei der sexuelle Kontakt dennoch die vorherrschende Übertragungsform darstellt.

Traditionell umfasste die Venerologie ausschließlich Erkrankungen, deren Erreger als beim Geschlechtsakt übertragen bekannt sind. Heute werden sie klassisch oder traditionelle Geschlechtskrankheiten genannt. Die Liste der Geschlechtskrankheiten wurde erheblich erweitert, da weitere Erreger identifiziert wurden, die vorwiegend einen sexuellen Übertragungsweg aufweisen. Obwohl die Erreger des Großteils dieser Erkrankungen durch effektive Therapiemethoden und/oder Prophylaxe gut erforscht und behandelbar sind, behalten Geschlechtskrankheiten nach wie vor eine hohe Verbreitung.

In der Behandlung von STI ist eine frühe Diagnose entscheidend, da eine frühzeitige Einleitung der Therapie vermieden werden kann, dass die Mehrheit dieser Erkrankungen zu Unfruchtbarkeit führt. Dies stellt ein sehr ernstes Problem dar, insbesondere weil Geschlechtsinfektionen hauptsächlich Menschen im jungen, floridsten Alter betreffen. Eine der wichtigsten Richtungen der Venerologie ist die sanitär-aufklärerische Tätigkeit, da rechtzeitige prophylaktische Maßnahmen erhebliche Gesundheitsprobleme vermeiden können. Die meisten Geschlechtskrankheiten sprechen gut auf Therapien an; ihre Behandlung sollte jedoch konsequent, hartnäckig und unbedingt bis zur vollständigen Genesung fortgeführt werden.

Ob Wissen Sie Folgendes:

Im menschlichen Darmkanal kommen Millionen von Bakterien vor, leben und sterben dort. Diese sind nur bei starker Vergrößerung sichtbar; wären sie jedoch in einer gewöhnlichen Kaffeetasse zusammengefasst, könnte man sie sehen.


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