Wasserpflanzen

Nützliche Eigenschaften der Wasserpflanzen und ihre Anwendung

Wasserpflanzen wachsen in Meeres- und Süßwasser, auf Felsen, im Boden sowie in Bäumen; sie stellen die organische Hauptchemie unseres Planeten dar.

Meeresalgen

Wie Tiere wenden auch Menschen Wasserpflanzen als Nahrung an; sie bilden 80 % der auf der Erde vorhandenen Biomasse und scheiden in die Atmosphäre eine Sauerstoffmenge aus – mehr als die Hälfte des jährlichen Volumens, das von Pflanzen produziert wird.

Grüne Wasserpflanzen zeichnen sich durch einen hohen Nahrungsenergiewert aus; auch rote und graubraune Wasserpflanzen scheiden Substanzen ab. Zum Bestand der Wasserpflanzen gehören Eichhornien (40–45 %), Kohlenhydrate (30–35 %), Fette, organische Säuren, Vitamine (B1, B2, B6), Magnesium, Schwefel, Jod sowie Wirkstoffe wie Pektin, Polysaccharide, Galactine und Chlorophyll-Derivate, Sterine und Carotinoide.

Dank diesem Bestand verfügen Wasserpflanzen über entzündungshemmende, immunmodulierende, radioprotektive, antimutagene sowie antibakterielle und viruzide Effekte; daher ist es empfehlenswert, sie als Nahrung einzusetzen, zudem werden sie in der Kosmetik angewendet.

Dank ihrer nützlichen Eigenschaften haben insbesondere Laminarien eine breite Verbreitung gefunden; sie werden auch als Meerkohl bezeichnet. Laminaria stellt einen ausgeglichenen natürlichen Komplex dar, der zum regelmäßigen Verzehr empfohlen wird. Diese Meerespflanzen verhindern Atherosklerose, indem sie die Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßwänden verlangsamen, fördern die Immunität, hemmen das Wachstum von Tumoren, erhöhen die Blutgerinnbarkeit und behindern die Thrombenbildung; zudem stellen sie die Funktion der nervösen Atmungssysteme sowie die gestörte Verdauung wieder her und steigern die Arbeitsfähigkeit.

Im Bestand der Wasserpflanzen wurden auch hormonähnliche Substanzen entdeckt, die in der Therapie sexueller Dysfunktion bei Männern und Frauen eingesetzt werden können; die therapeutische Dosis von Meerkohl beträgt zwei Teelöffel pro Tag, wobei die getrocknete, gesalzene Variante besonders nützlich ist.

Neben Laminarien können auch andere Wasserpflanzen wie Kelp, Nori, Dulse, Chidschiki und Wakame in die Ernährung aufgenommen werden.

Kosmetiker haben nützliche Eigenschaften dieser Wasserpflanzen festgestellt: sie befeuchten, heilen und straffen die Haut, beschleunigen deren Regeneration und helfen bei der Bekämpfung von Entzündungen und Aknen. Häufig werden rote Algen wie Spirulina oder Chlorella sowie Seetang und Laminaria eingesetzt. Für die Beschleunigung des Haar- und Nagelwachstums, die Hautpflege und die Behandlung von Cellulitis werden Extrakte aus Wasserpflanzen verwendet; empfohlen wird eine Anwendung nicht seltener als alle vier Tage. Bereits nach wenigen Sitzungen nehmen die Symptome der Cellulitis merklich ab, Dermatitis beruhigt sich, glättet und gewinnt an Elastizität.

Salat mit Meeresalgen

Kontraindikationen

Die Aufnahme von Wasserpflanzen in die Ernährung ist bei Personen mit einem Jodüberschuss im Körper oder einer Allergie gegen dieses Element kontraindiziert; dies gilt gleichermaßen für Extrakte und Masken aus diesen Pflanzen.

Darüber hinaus sind diese Pflanzen bei Nephritis, Erkrankungen des Verdauungssystems, Diathese, Furunkulose sowie Nesselsucht kontraindiziert, insbesondere wenn die Präparate Jod enthalten. Ein übermäßiger Verzehr von Seetang kann zu Jodismus führen, der sich durch Schleimhautinfektionen (Laryngitis, Rhinitis, Bronchitis, Tracheitis, Konjunktivitis), vermehrte Speichelbildung und Schwellungen manifestiert. Betroffene können allgemeines Unwohlsein verspüren; die Temperatur kann ansteigen. Zudem treten bei Jodismus Hautausschläge auf – sogenannte Jodakne am Rumpf und an anderen Körperstellen.

Es bestehen keine Altersbeschränkungen für den Verzehr von Wasserpflanzen.

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