Die Reflexion in der sozialen Psychologie ist ein Erkenntnisprozess über das eigene Subjekt (die Persönlichkeit oder die Eigenheiten) sowie über mediale psychische Akte und Zustände. Dieser Prozess basiert auf der Wahrnehmung und Bewertung dieser Elemente durch andere Menschen. Die Selbsterkenntnis ist nicht einfach; der Versuch, zu klären, wie die Umgebung die Besonderheiten der eigenen Persönlichkeit wahrnimmt und versteht.
Im Laufe des sozialen Verkehrs stellt sich der Mensch an der Stelle seines Gesprächspartners vor, bewertet dessen Verhalten aus seiner Perspektive und korrigiert es. Dieser Mechanismus der Selbsterkenntnis und Selbsteinschätzung mittels sozialer Interaktion ermöglicht es nicht nur, den Gesprächspartner zu verstehen, sondern auch zu ermessen, inwiefern er Sie versteht – ein eigentümlicher Prozess der gegenseitigen Spiegelreflexion.
Die sozialpsychologische Forschung zur Reflexion begann Ende des 19. Jahrhunderts; sie ist in der westlichen Sozialpsychologie mit Studien experimenteller Dyaden verbunden, also Paaren von Subjekten, die sich in künstlichen, laborähnlichen Situationen begegnen.
G. Holmes beschrieb den Mechanismus der sozialen Reflexion am Beispiel des Verkehrs unter Verwendung zweier bedingter Persönlichkeiten: John und Henry. In dieser Situation nimmt nach Ansicht von G. Holmes mindestens sechs Personen teil: John, wie er ist; John, wie er sich selbst vorstellt; sowie John, wie ihn Henry sieht. Diese Positionen werden aus der Perspektive von Henry konstruiert. Im Anschluss fügten T.Njukom und TSCH.Kuli zwei weitere Personen hinzu: John, wie er seine eigene Art im Bewusstsein von Henry darstellt, sowie John, wie ihn Henry wahrnimmt. Solche Beispiele der sozialen Reflexion illustrieren den Prozess der doppelten Spiegelung der Persönlichkeiten zwischen den Subjekten.
Russische Forscher wie Andreewa und andere gehen davon aus, dass ein tieferes Verständnis der sozialen Reflexion erreicht werden kann, wenn das Forschungsobjekt nicht die Dyade ist, sondern komplexere organisierte soziale Gruppen, die durch eine bestimmte gemeinsame Tätigkeit unter realen Bedingungen zusammengeführt werden.
Nach Deminoj ist die Reflexion in der Sozialpsychologie eine Eigenschaft der Psyche, die das Bewusstsein des Menschen auf die Innenwelt richtet, ihn selbst bewusst werden lässt und eigene Zustände, Emotionen sowie Beziehungen widerspiegelt; sie verwaltet Persönlichkeitswerte. Bei Bedarf ermöglicht diese Reflexion neue Grundlagen für ihre Umgestaltung und Veränderung.
Abgesehen vom Selbstverständnis und der Selbsterkenntnis umfasst die Reflexion jedoch auch Prozesse des Verstehens und der Einschätzung anderer Menschen. Mit ihrer Hilfe wird die Korrelation von Bewusstsein, Werten und Meinungen mit diesen Kategorien bei anderen Individuen, Gruppen, der Gesellschaft und schließlich beim Allgemeinmenschlichen verwirklicht. Im Alltagsleben ermöglicht die soziale Reflexion dem Menschen, ein Ereignis oder eine Erscheinung zu erleben und es durch die "Innenwelt" zu verarbeiten.
Viele Psychologen haben verschiedene Deutungen dieser Erscheinung gegeben: So meinte René Descartes, dass die Reflexion dem Individuum ermöglicht, sich äußerlich und körperlich umzuschalten und auf den Inhalt der Gedanken konzentriert zu sein. G. Locke teilte Empfindungen und Reflexion voneinander ab; wobei unter letzterer die besondere Quelle des Wissens – die mediale Erfahrung – verstanden wird, während diese Erfahrung als etwas Äußerliches gilt, das aufgrund der Sinnesorgane wahrgenommen wird.
Alle Bestimmungen werden darauf zurückgeführt, dass die sozial-psychologische Reflexion eine Fähigkeit der Persönlichkeit ist, von außen auf sich selbst zu blicken, Effekte zu analysieren und gegebenenfalls Veränderungen vorzunehmen.
Traditionell unterscheidet die Psychologie folgende Arten der Reflexion:
Laut dem russischen Forscher Tjukow setzt sich die Abfolge der Tätigkeit des Mechanismus der sozialen Reflexion aus sechs Stufen zusammen:
Bei einem unbefriedigenden Ergebnis wird der Prozess der sozialen Reflexion neu gestartet.
Der reflexive Mechanismus der Selbsterkenntnis basiert auf der Identifikation der eigenen Persönlichkeit mit dem anderen Menschen. Im Verlauf dieses Prozesses scheidet das Subjekt Persönlichkeitsmerkmale, Verhaltensbesonderheiten sowie Beziehungen und Umgang mit anderen aus, analysiert sie, ermittelt die Gründe für das Vorhandensein bestimmter Qualitäten oder die Ausführung bestimmter Handlungen und bewertet diese. Anschließend überträgt es diese Merkmale auf sich selbst und vergleicht sie. Dadurch gewinnt der Mensch ein tieferes Verständnis dafür, wie Persönlichkeitsmerkmale anderer aussehen, sowie eine vertiefte Einsicht in die Eigenschaften seiner eigenen Persönlichkeit.
Der Prozess der sozialen Reflexion ist eine komplexe Tätigkeit, die Zeit, Anstrengung und bestimmte Fähigkeiten erfordert. Gleichzeitig ermöglicht er das Überwinden von Mängeln und verleiht dem Prozess der Selbsterkenntnis Zweckmäßigkeit und Begreiflichkeit.
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