Die Körpertemperatur des Menschen weist scharfe Grenzen zwischen Norm und Pathologie auf. Individuelle Besonderheiten des Organismus können Abweichungen von diesen Regeln bedingen, die als Ausnahmen gelten. Der obere Normalbereich liegt auf der Thermometerskala bei 37 °C; eine weitere Erhöhung erfordert eine Kontrolluntersuchung. Diese Regel gilt insbesondere für die Temperaturmessung im Achselhohlraum oder in der Leistenbeuge – letztere ist beim Stillen empfehlenswert, da sich die Temperatur am Ort des arbeitenden Organs (in der Leiste) höher einstellt.
Die rektale oder basale Temperatur unterscheidet sich von den allgemeinen Werten dadurch, dass sie den tatsächlichen Zustand des Organismus widerspiegelt. Der Begriff „basal" bedeutet hier „ausgangs". Daher ändern sich bei Auftreten bestimmter physiologischer Effekte die Werte auf dem Thermometer. Deshalb wird die Basaltemperatur in der Schwangerschaft nach strengen Regeln gemessen:
Unter Einhaltung dieser Bedingungen ergeben sich realistische Messwerte. Es wird empfohlen, sich im Bett hinzusetzen, um die Temperatur zu messen, falls eine Körperseite gewechselt wurde. Besonders wichtig ist es, keine weiteren Temperaturschwankungen im Laufe des Tages oder der Nacht vorzunehmen. Die Thermometerskala spiegelt den Zustand zum Zeitpunkt der Messung wider; dies stellt jedoch nicht die Basaltemperatur (Ausgangstemperatur), sondern die aktuelle Temperatur dar.
Die Basaltemperatur in der Schwangerschaft zeigt den Sättigungsgrad des Organismus mit Gestagenen an – den Haupt hormonen, deren Wirkung auf die Reifung und Entwicklung des Fötus gerichtet ist.
Zur Bestimmung des Eisprungs wird ebenfalls die Temperaturmethode eingesetzt; jedoch werden derzeit Ovulationstests bevorzugt, da sie einfacher durchzuführen und zuverlässigere Ergebnisse liefern.
Dennoch wird die Basaltemperatur in unklaren Fällen gemessen, wenn nicht sicher ist, ob eine intrauterine Schwangerschaft vorliegt. Häufig treten in der Praxis Situationen auf, die von längeren Schleimabsonderungen begleitet werden, insbesondere in den frühen Schwangerschaftswochen. Das Fötus-Herzklopfen wird erst ab der achten Woche mittels Ultraschall nachweisbar, und die Gebärmuttergrößen nehmen erst in der fünften bis sechsten Woche zu. Der Zustand des Fötus kann daher nur anhand der Kennziffern der Basaltemperatur bestimmt werden; deren graphische Darstellung als monoton steigende Kurve charakterisiert den Verlauf.
Nach dem Eisprung bleiben die Werte der Körpertemperatur durch Gestagene – weibliche Sexualhormone, die auf das Endometrium, die Schleimhäute und die oberflächlichen Hautschichten wirken – außer im Falle einer Schwangerschaft unverändert. Nach der Konzeption bleibt dieser Effekt bis zur Geburt bestehen; er ist jedoch klinisch unbedeutend. Daher stellt der Verlauf der Basaltemperatur bei Schwangerschaft eine stabile Gerade dar, die sich auf 37,1 °C und höher befindet. Der Hauptwert zeichnet sich nicht durch seine Kennziffer (er schwankt zwischen 37,2 und 37,3 °C) aus, sondern durch seine Konstanz. Eine Zickzack-Kurve deutet auf hormonelle Störungen hin. Überschreitet die Basaltemperatur bei Schwangerschaft die Anfangswerte deutlich und nähert sich der Marke von 38 °C, sollten nach Ursachen gesucht werden, die nicht mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft zusammenhängen. Dazu gehören:
Oft sind die korrekten Werte der Basaltemperatur in der Schwangerschaft ein entscheidendes Kriterium, das auf eine lebendige und sich weiterentwickelnde Frucht hindeutet, unabhängig von Symptomen einer drohenden Fehlgeburt.
Die rektalen Temperaturwerte lassen sich nicht allein an ihrem Messwert zum Zeitpunkt der Erfassung beurteilen, sondern müssen im Kontext des vorhergehenden Verlaufs gedeutet werden. Frauen, die diese Methode zur Ovulationsbestimmung nutzen, weisen typischerweise einen Verlauf auf, bei dem die Werte im monatlichen Rhythmus und in der zweiten Zyklushälfte deutlich ansteigen. Beobachtet man bis zum Beginn der zweiten Phase sowie zum Zeitpunkt des Eisprungs eine niedrige Basaltemperatur, so ist ihr Wert während einer Schwangerschaft höher und bleibt auf einem stabilen Niveau. Dies stellt für Frauen, die den Verlauf erst im Laufe der Schwangerschaft beginnen, eine erhebliche Herausforderung dar; es können Bedenken entstehen. Dennoch müssen die individuellen Besonderheiten des Organismus berücksichtigt werden: Einige Frauen tragen ein Kind, obwohl ihre Basaltemperatur nur zwischen 36,8 und 36,9 °C liegt; gelegentlich kann sie klassisch bei 36,6 °C liegen.
Es ist essenziell, dass sich die Fieberkurve auf einem stabilen Niveau befindet, ohne plötzliche Schwankungen nach oben oder unten.
Ein signifikanter Rückgang der Basaltemperatur während der Schwangerschaft gilt als Warnsignal; in diesen Fällen ist eine hormonale Therapie indiziert.
Eine stillende Schwangerschaft bedeutet den nicht stattfindenden Auswurf. Bei der Frau gibt es monatlich, und die Entwicklung der Frucht hört in Zusammenhang mit ihrem intrauterinen Niedergang auf. Der Organismus reagiert mit der Senkung des Gestagenstandes; dieser erreicht jedoch nicht den kritischen Wert, der für die Abtrennung der medialen Schicht der Gebärmutterschleimhaut notwendig wäre, wie es bei einer monatlichen Blutung der Fall ist. Die Blutung fehlt, Symptome einer drohenden Unterbrechung werden nicht beobachtet, doch die Entwicklung der Frucht kommt zum Erliegen.
Auch bei einer stillenden Schwangerschaft verläuft die Basaltemperatur monophasisch, jedoch mit einem deutlich niedrigeren Wert; der Schwangerschaftszeitraum spielt dabei keine Rolle, da die Temperatur im gesamten Zyklus – vom Beginn des zweiten Zyklusstadiums bis zur Entbindung – konstant bleibt.
Die rektale Temperaturmessung ist für die Diagnose einer stillenden Schwangerschaft nicht aussagekräftig; bei Verdacht auf eine Fehlgeburt muss ein Ultraschall durchgeführt werden, da die Messmethode in späten Schwangerschaftsstadien an Bedeutung verliert.
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