Atoksil

Atoksil

Pharmakologischer Wirkmechanismus

Atoksil ist ein enterosorbensmittel der neuen Generation mit ausgeprägten absorbierenden Eigenschaften. Das Präparat zeigt mikrobizide, desintoxizierende und sekretionsfördernde Wirkung. Die wirksame Substanz ist Dioxid des Siliziums.

Atoksil bindet aus dem Gastrointestinaltrakt toxische Substanzen unterschiedlicher Herkunft heraus: mikrobielle Endotoxine sowie bakterielle Nahrungsallergene und andere giftige Lebensmittel, die sich im Darmkanal bilden. Die Anwendung von Atoksil fördert den Transport dieser toxischen Substanzen aus Geweben, Lymphflüssigkeit und Blut in den Verdauungstrakt, um sie anschließend aus dem Organismus zu eliminieren.

Atoksil wirkt durch reversible Sorption; die Fähigkeit der Pulverteilchen, gleichzeitig an mehreren Stellen adsorbiert zu werden, verhindert das Zusammenklumpen und ermöglicht so die Entfernung des gesamten bakteriellen Aggregats.

Anwendungshinweise für Atoksil

Dieses Präparat wird für folgende Fälle verschrieben:

  • Die Therapie akuter Darmerkrankungen, bei denen Durchfall charakteristisch ist (Salmonellose, Nahrungsmittelvergiftung);
  • Die komplexe Therapie von Virushepatitiden
  • Allergische Erkrankungen (z. B. atopische Dermatitis, Diathese)
  • Lebensmittelvergiftungen, einschließlich Alkoholvergiftungen und Pilzgiften
  • Zur Behandlung von eitrigen Wunden, trophischen Geschwüren sowie Verbrennungen
  • Das Mittel wirkt bei Enterokolitiden, Leberzirrhose, toxischer Hepatitis, Hepatocholezystitis sowie Nierenerkrankungen mit langdauernder renaler Insuffizienz entgiftend.
  • Atoksil ist sehr wirksam bei Vergiftungen Es unterstützt die Entgiftung bei verschiedenen Vergiftungen, begleitet den Krankheitsverlauf und wird zur Anwendung bei Verbrennungen sowie alkoholischen und narkotischen Intoxikationen empfohlen. Zudem eignet es sich für Hauterkrankungen wie Dermatitisen, Ekzeme sowie eitrige-nekrotische Dermatosen.

Gebrauchsanweisung für Atoksil

Dieses Arzneimittel wird als Pulver zur Herstellung einer Suspension abgegeben.

Vor der Anwendung von Atoksil muss das Trinkwasser (bis zu 250 ml) ins Flakon mit dem Pulver gegeben und sorgfältig geschüttelt werden; 1 ml Suspension entspricht 50 mg Atoksil. Die Beutel werden wie folgt verwendet: Der Inhalt von 1–2 Beuteln wird in 100–150 ml Trinkwasser gelöst.

Nach der Anweisung sollte Atoksil als Suspension 1 Stunde vor dem Essen oder vor der Einnahme anderer Arzneimittel eingenommen werden; die Tagesdosis wird üblicherweise auf 3–4 Aufnahmen verteilt. Erwachsenen und Kindern ab dem 7. Lebensjahr wird empfohlen, täglich 12 g des Präparats einzunehmen, wobei diese Menge bei Bedarf verdoppelt werden kann. Die Tagesdosis von Atoksil für Kinder berechnet sich durch Multiplikation mit dem Körpergewicht (150–200 mg pro kg). Es ist zu berücksichtigen, dass die Einzeldosis für Kinder die Hälfte der Tagesdosis nicht überschreiten darf.

Bei der Behandlung von Virushepatitis und akuten Darmerkrankungen ist es ratsam, mit der maximalen Einzeldosis zu beginnen (entsprechend 7–10 g, 2–3-mal täglich). Die Therapiedauer bei akuten Darmerkrankungen überschreitet üblicherweise nicht fünf Tage; bei schweren Verläufen kann die Behandlungsdauer bis zu 15 Tage verlängert werden. Bei der Behandlung von Virushepatitis wird das Präparat über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen angewendet.

Ist die Selbstverabreichung von Atoksil nicht möglich, wird die Suspension mit Hilfe einer Magensonde verabreicht.

Bei der topischen Anwendung des Präparats ist eine vorläufige Wundreinigung sowie das Auftragen des Pulvers auf die Wunde (Schichtdicke bis zu 5 mm) erforderlich; die behandelte Wunde ist mit einer trockenen, aseptischen Kompresse abzudecken.

Die topische Anwendung des Präparats ist erst nach dem Tag bis zur vollständigen Reinigung der Wunde empfehlenswert.

Nebenwirkungen

Gemäß den Anwendungshinweisen wird Atoksil in der Regel gut vertragen; dennoch besteht bei einigen Patientinnen das Risiko von Verstopfungen. Das Auftreten unerwünschter Wirkungen erfordert zwingend eine ärztliche Beratung.

Kontraindikationen für die Anwendung von Atoksil

Die Packungsbeilage listet Erkrankungen auf, bei denen dieses Arzneimittel nicht angewendet werden darf:

  • Zwölffingerdarm- und Magengeschwür (in der Akutphase)
  • Geschwüre und Erosionen der Darmschleimhaut
  • Ileus

Die Anwendung von Atoksil ist Kindern unter einem Jahr sowie Personen mit einer Siliziumdioxid-Hypersensibilität untersagt. Eine Kontraindikation für schwangere und stillende Frauen liegt in der fehlenden Evidenz zur Sicherheit des Einsatzes bei diesen Patientengruppen vor.

Zusätzliche Hinweise

Gemäß den Packungsbeilagen ist Atoksil als Pulver an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufzubewahren. die 15-250С entspricht.

Das Präparat in Form einer Suspension muss an einem kühlen Ort in der dicht verschlossenen Flasche aufbewahrt werden. Es darf nicht länger als 32 Stunden verwendet werden. (8-150С) nicht länger als 32 Stunden.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe des Körpers. Ihr mittleres Gewicht beträgt 1,5 kg.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt