Betamethason

Betamethason-Salbe

Betamethason ist ein hormonelles Arzneimittel aus der Gruppe der Glukokortikoide und wirkt stark entzündungshemmend.

Pharmakologische Wirkung

Es handelt sich um ein synthetisches Kortikoid (Hormon der Nebennierenrinde). Das Präparat entfaltet eine stark entzündungshemmende Wirkung. In löslicher Form erfolgt eine schnelle Resorption des Wirkstoffs; infolgedessen tritt ein zwar intensiver, aber relativ kurzfristiger Effekt auf.

Darreichungsform

Betamethason ist als Tablette erhältlich, die 0,0005 g des Wirkstoffs enthalten.

Die Injektionslösung wird in Ampullen mit 1 ml (0,0053 g Betamethason-Natriumphosphat) geliefert.

Die Salbe Betamethason enthält 0,64 mg Betamethason-dipropionat.

Indikationen

Gemäß der Packungsbeilage wird Betamethason in folgenden Fällen angewendet:

Indikationen

Gemäß der Packungsbeilage wird Betamethason in folgenden Fällen angewendet: Erkrankungen, die durch eine Gewebe- und Bindegewebsinfektion gekennzeichnet sind (z. B. rheumatoide Arthritis, erythematöse systemische Pemphigus, Sklerodermie sowie Dermatomyositis), ferner allergische Erkrankungen wie Bronchialasthma, allergische Rhinitis, Angioödem (Quincke), Arzneimittelallergie und Transfusionskomplikationen.

Hauterkrankungen mit allergischer Komponente: atopisches Ekzem, Kontaktdermatitis, neurodermitisches Ekzem, exfoliative Dermatitis, herpetiforme Dermatitis und Urtikaria.

Entzündliche Augenerkrankungen: Konjunktivitis, Chorioretinitis, sympathische Iridozyklitis, zentrale Retinitis, zosteriformer Herpes des Auges sowie Neuritis des Sehnervs (retrobulbär).

Lymphom

Bindegewebsentzündungen: Bursitis, Synovitis und Tendosynovitis.

Hämatologische Erkrankungen: hämorrhagische Diathese, Thrombozytopenie und allergische Purpura.

Adrenogenitales Syndrom.

Akute Gichtarthritis

Pemphigus

Ulzerative Kolitis

Nephritisches Syndrom

Lungenemphysem

Lungenfibrose

Nasenpolypen

Bell-Lähmung

Anwendungshinweise für Betamethason und Dosierung

Betamethason-Injektionslösung

Betamethason wird je nach Schweregrad der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten verschrieben. Die Dosierung richtet sich nach dem Krankheitsbild und unterscheidet zwischen Anfangs- und Erhaltungsdosis. Die Anfangsdosis wird sofort verabreicht, während nach Besserung des Zustands auf die Erhaltungsdosis umgestellt wird.

Rheumatoide Arthritis und rheumatische Erkrankungen: Die Anfangsdosis liegt bei 1 bis 2,5 mg, die Erhaltungsdosis bei 0,5 bis 1,5 mg;

Akutes rheumatisches Fieber: Die Anfangsdosis beträgt 6 bis 8 mg; die Erhaltungsdosis wird individuell festgelegt.

Lichen ruber planus: Die Anfangsdosis liegt bei 4,0 bis 5,0 mg; die Erhaltungsdosis wird individuell festgelegt.

Asthma bronchiale: Die Anfangsdosis beträgt 3,5 bis 4,5 mg; eine zusätzliche Gabe erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Chronisches Bronchialasthma: Die Anfangsdosis liegt bei 3,5 mg; die Erhaltungsdosis wird individuell festgelegt (0,5 bis 2,5 mg).

Pollinose (Blütenstauballergie): Die Anfangsdosis beträgt 1,5 bis 2,5 mg; eine zusätzliche Gabe erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Entzündliche Augenerkrankungen: Die Anfangsdosis liegt bei 2,5 bis 4,5 mg; eine zusätzliche Gabe erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Lungenemphysem und Fibrose: Die Anfangsdosis beträgt 2,0 bis 3,5 mg; die Erhaltungsdosis wird individuell festgelegt (1,0 bis 2,5 mg).

Adrenogenitales Syndrom: Die Anfangsdosis liegt bei 1,0 bis 1,5 mg; eine zusätzliche Gabe erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Bursitis: Die Anfangsdosis beträgt 1,0 bis 2,5 mg; eine zusätzliche Gabe erfolgt nach ärztlicher Anordnung.

Die Tagesdosis sollte idealerweise morgens verabreicht werden, um die natürliche Hormonausschüttung zu unterstützen.

Das Präparat Betamethason-Salbe (Betamethason-dipropionat) ist für den lokalen Gebrauch bestimmt.

Tragen Sie eine dünne Schicht zweimal täglich auf die Haut auf; für den besten klinischen Effekt kann das Auflegen einer Okklusionsbinde erfolgen.

Das Abklingen der Wirkung von Betamethason-Dipropionat-Salbe dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen, seltener bis zu drei oder mehr Wochen.

Nebenwirkungen

Gemäß den Packungsbeilagen weist Betamethason-Dipropionat-Salbe folgende Nebenwirkungen auf:

  • Erhöhter arterieller Blutdruck
  • Osteoporose
  • Gewichtszunahme
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt
  • Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme)
  • Verschlimmerung langdauernder Infektionen
  • Erhöhter Blutzucker
  • Zyklusstörung
  • Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion
  • Anregung
  • Insomnie

Kontraindikationen

Zu den Anwendungsbedingungen von Betamethason gehören folgende Kontraindikationen:

Schwere Bluthochdruck

Aktive Tuberkulose

Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Stadium III)

Gastritis ulcerosa und Duodenitis ulcerosa

Diabetes mellitus

Syphilis

Psychische Störungen

Osteoporose

Glaukom

Schwangerschaft

Systemische Mykosen

Ob Man weiß

Nach WHO-Studien erhöht ein tägliches halbstündiges Telefonat das Risiko für die Entstehung eines Hirntumors um 40 %.


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