Leberbiopsie

Durchführung der Leberbiopsie Die Leberbiopsie dient zur Beurteilung des Organstatus bei entzündlichen Prozessen. Das Verfahren umfasst die Punktion der Haut, subkutanen Gewebe und Leber mittels spezieller Nadeln, um ein Gewebefragment (Biopsieprobe) zu gewinnen. Diese Probe misst typischerweise 2 cm Länge und 1 mm Durchmesser, wird auf einem Objektträger präpariert und mikroskopisch untersucht. In manchen Fällen ist eine größere Probenmenge zur Diagnosestellung erforderlich; hierfür wird eine keilförmige Biopsie durchgeführt.

Die perkutane Leberbiopsie ist ein invasives Verfahren mit potenziellen Komplikationen, weshalb ihre routinemäßige Anwendung nicht empfohlen wird. Daher erfolgt das diagnostische Vorgehen differenziert: In einigen Zentren wird die Biopsie allen Hepatitis-Patienten angeboten, während andere Institutionen sie nur bei Patienten mit Hepatitis-C-Genotyp 1 durchführen, da diese im Vergleich zu Genotyp 2 und 3 häufiger auf eine Interferon-Therapie ansprechen. Der Leberzustand muss kontrolliert werden, um das therapeutische Schema rechtzeitig anzupassen.

Eine perkutane Leberbiopsie wird bei Patienten mit dekompensierter Krankheitsform nicht empfohlen, da das Verfahren traumatisch ist und den Zustand des Patienten verschlimmern kann. Die Diagnostik sowie die Festlegung der Behandlung erfolgen in diesem Fall auf Basis biochemischer Analysen, einer allgemeinen Blutuntersuchung und der Analyse der Leukozytenformel.

Auch nach der Heilung der Hepatitis ist eine Leberbiopsie nicht erforderlich.

Durchführung der perkutanen Leberbiopsie

Vor Beginn der Prozedur muss der Arzt den Patienten detailliert über die Leberbiopsie und mögliche Komplikationen aufklären. Zur genauen Lokalisation des Einstichpunkts wird in einigen Fällen eine vorläufige Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Die Durchführung der perkutanen Leberbiopsie erfolgt wie folgt:

  • Der Patient liegt in Rückenlage und legt den rechten Arm hinter den Kopf. Während des Biopsieverfahrens muss er die Unbeweglichkeit einhalten.
  • Zur psychologischen Beruhigung des Patienten kann eine leichte Sedierung verabreicht werden.
  • Der Einstichpunkt wird vor dem Eingriff desinfiziert; daraufhin erfolgt ein kleiner Hautschnitt, durch den die Biopsienadel eingeführt und das Lebergewebe entnommen wird.

Vier Stunden nach der Leberbiopsie sollte der Patient beobachtet werden, da Unwohlsein oder Schmerzen auftreten können; gegebenenfalls ist eine Schmerztherapie erforderlich. In den ersten acht Stunden postprozedural ist es dem Patienten nicht zu empfehlen, das Fahrzeug zu steuern oder Tätigkeiten auszuüben, die mit der Bedienung komplexer Mechanismen verbunden sind. Sporttreiben sollte in den Tagen nach der Biopsie vermieden werden. Während der Woche sollten Präparate wie Aspirin (Acetylsalicylsäure) sowie andere entzündungshemmende Mittel (Motrin, Advil, Ibuprofen, Naproxen, Indocin) nicht eingenommen werden.

Komplikationen nach der Biopsie

Obwohl die Leberbiopsie als minimaler chirurgischer Eingriff eingestuft wird, ist das Komplikationsrisiko gering (ca. 1 %): Während des Eingriffs kann zufällig eine Gallenblase, Lunge, Niere oder ein Darmabschnitt verletzt werden, wodurch Blut in die Bauchhöhle tritt; zudem besteht die Möglichkeit einer Infektion. Auch Fälle von Leberblutungen sind bekannt. Zur Behandlung erfolgen Operationen oder Bluttransfusionen. Das Risiko eines tödlichen Ausgangs nach der Leberbiopsie liegt bei 0,1 % (ein Fall pro Tausend).

Wenn innerhalb von drei Tagen nach dem Eingriff ein erhöhter Fieberwert beobachtet wird und Symptome wie Übelkeit, Schüttelfrost, Schwäche sowie Atembeschwerden auftreten, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, insbesondere bei starken Schmerzen in der Brust, im Leberbereich, an der Schulter oder im Bauchfell.

Arten der Biopsie

Neben der perkutanen Leberbiopsie können in bestimmten Fällen eine laparoskopische oder transvenöse Biopsie durchgeführt werden.

Punktionelle Leberbiopsie Bei laparoskopitscheskoj machen die Biopsien in der Bauchhöhle Schnitt, durch ihn leiten den Hörer mit der Kamera und den Arzt ein, die auf den Monitor übergebene Abbildung schauend, nimmt die notwendigen Fragmente der Leber. Die Laparoskopitscheski Diagnostik wird für jene Fälle verwendet, wenn das konkrete Fragment aus einem bestimmten Bereich des Organes studieren wollen.

Die transvenöse Leberbiopsie wird angewendet, wenn Flüssigkeit (Ascites) in der Bauchhöhle vorhanden ist oder bei Patienten mit gerinnungsstörung: Über die Halsschlagader wird ein Katheter mit Nadel eingeführt, durch die Venen zur Leber geführt und eine Gewebeprobe entnommen.

Ergebnisse der Leberbiopsie

Zur Bewertung der Biopsiebefunde stehen verschiedene Systeme zur Verfügung; am weitesten etabliert ist das Metavir-Klassifikationssystem.

  • Die Metavir-Methode wurde zur Interpretation von Leberbiopsieergebnissen bei Hepatitis-Patienten entwickelt. Sie bewertet Entzündungsgrad und Fibrosestadium: Der Entzündungsgrad wird in Stufen 0–4 eingeteilt (Stufe 0: keine Entzündung; Stufe 3–4: schwere Entzündung). Das Fibrosestadium ermöglicht Schlüsse zur Vernarbung der Leber. Die Fibrose-Stadien werden ebenfalls nach einer Skala von 0 bis 4 bewertet (Stufe 0: keine Fibrose; Stufe 1: minimale Fibrose; Stufe 2: periportale Fibrose; Stufe 3: ausgedehnte Fibrose mit Verbindung der Bereiche; Stufe 4: Zirrhose).
  • Die Knodel-Methode liefert vier getrennte Scores, die zu einem einheitlichen Index zusammengefasst werden. Der erste Komponentenscore bewertet makronoduläre und periportale Nekrosen (Skala 0–10), während die zweiten Komponenten für Portalentzündung und -nekrose jeweils eine Skala von 0 bis 4 verwenden. Die Kombination dieser Scores definiert den Entzündungsgrad: Score 0 bedeutet keine Entzündung; Scores 1–4 eine minimale Entzündung; Scores 5–8 eine moderate Entzündung; Scores 9–12 eine ausgeprägte Entzündung. Der vierte Komponentenscore bewertet das Fibrosestadium (Skala 0–4, wobei 0 keine Fibrose und 4 Zirrhose mit ausgedehnter Vernarbung bedeutet).
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