Dextrin

Dextrine sind Polysaccharide, die durch Erhitzung von Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen werden. In der menschlichen Mundhöhle entstehen sie unter dem Einfluss von Alpha-Amylasen beim Kauen der Nahrung. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es unter der Nummer E1400 registriert. Gelber Dextrin der Mundhöhle des Menschen bildet sich unter dem Einfluß von den Alpha-Amylasen beim Kauen der Nahrung. Ist als Nahrungszusatzstoff Е1400 registriert.

Je nach eingesetztem Katalysator lassen sich Dextrine wie folgt einteilen:

  • Säuredextrine: Diese werden unter Einsatz von Säuren als Katalysatoren hergestellt.
  • Alkalische Dextrine: Diese werden unter Einsatz von Laugen als Katalysatoren hergestellt.
  • Salz-Dextrin: Eine Substanz, die durch Reaktion starker Säuren mit schwachen Basen gewonnen wird.
  • Kwasz-Dextrin (auch als Salz-Dextrin bezeichnet): Es wird durch Einwirkung von Aluminium-Kalilauge hergestellt.

Sie unterscheiden sich nach ihrer Farbe.

  • Weiße Dextrine liegen als weißes Pulvor vor und entstehen durch das Zerspalten von feuchtem Stärkemehl.
  • Gelbe Dextrine, die auch als „Schschenni" bezeichnet werden, stellen ein gelbbraunes Pulver dar, das durch Erwärmen von trockenem Stärkemehl gewonnen wird.

Herstellung von Dextrinen

Die Produktion des Nahrungszusatzstoffes E1400 erfolgt nach zwei Verfahren:

  • durch teilweises Zerspalten von feuchtem Stärkepulver (mit und ohne Zugabe von Säuren);
  • durch Einwirkung von Hitze auf trockenes Stärkepulver bei 200 Grad Celsius (ggf. mit Zugabe von Säuren).

Die Herstellung von Dextrin im zweiten Fall erfolgt wie folgt: Das pulverförmige Amylum wird mit einer geringen Menge konzentrierter Salzsäure zur Befeuchtung versetzt, für bis zu 6 Stunden in einer Plastiktüte gehalten und anschließend bei 150–200 Grad Celsius über 2–5 Stunden im Blasofen getrocknet.

Die Wasserlöslichkeit der Substanz hängt von der Farbe des Produkts ab: Das kaum gelbe Dextrin ist zu etwa 87 % löslich, während das hellgelbbraune Dextrin praktisch vollständig (ca. 95 %) lösbar ist.

Anwendung des Dextrins

Dextrin wird in der Nahrungsmittelindustrie als Verdickungsmittel, Stabilisator und Bindemittel eingesetzt. Aufgrund seiner guten Wasserlöslichkeit eignet es sich zudem als Träger für flüssige Farbmittel sowie für die Herstellung von Nahrungspulvern. In Konditorei-Produkten (z. B. Karamellen, Iris, Babynahrung) sowie bei der Produktion von Eis und Fruchtgelees findet Dextrin breite Anwendung. Weißer Dextrin in der Nahrungsmittelindustrie wird als Eindickungsmittel, der Stabilisator, der verbindenden Komponente verwendet, und die gute Lösbarkeit der Substanz lässt zu, es als Träger der floriden Komponenten der Farbmittel und der Nahrungspulver zu verwenden. Wird im Bestande von den Konditorerzeugnissen (die Karamelle, der Iris, der Babynahrung, der Kauradiergummis), des Eises, des Fruchtgelees verwendet.

Maisdextrin kann aufgrund seiner zähflüssigen Konsistenz und der gärungsfördernden Substanzen zur Konservierung bei der Zubereitung von Hauswein sowie im Backprozess eingesetzt werden; zudem findet es Anwendung in der Bierherstellung.

Dextrine finden Einsatz in der Textil-, Schuh- und Druckindustrie für die Herstellung von Klebstoffen und Lösungen (z. B. zum Etikettieren, Zusammenkleben von Paketen, Herstellen von Klebeband sowie als Leim für Umschläge und Marken) und werden auch zur Verpackung von Lebensmitteln verwendet.

Die Anwendung von Dextrinen ist in der Gießereiindustrie, bei der Herstellung von Glasfasern, in der Papier- und Druckindustrie (zur Erhöhung der Farbdichte), in der Keramikproduktion (als wasserfestes Bindemittel) sowie in anderen Bereichen zweckmäßig.

Die Haltbarkeit von Dextrin beträgt maximal ein Jahr ab dem Produktionsdatum. Unter optimalen Lagerbedingungen – luftiger, trockener Raum mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 75 % – behält die Substanz ihre Eigenschaften bei.

Der Einfluss von Dextrinen auf die menschliche Gesundheit.

Als Produkt der Stärkeverarbeitung werden Kartoffel- oder Maisdextrine vom Organismus besser verstoffwechselt als normale Stärke und dienen als Energiequelle für den Menschen.

Die Sicherheitsdaten des Zusatzstoffs E1400 entsprechen den Normen nach SanPiN 2.3.2.1078-01 „Hygienische Anforderungen an die Sicherheit und den ernährungsphysiologischen Wert von Lebensmitteln“.

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