Darmdiät

Bei einer Darmentzündung können die in der Nahrung angewendeten Lebensmittel einen erheblichen Einfluss auf die begleitenden Symptome ausüben. Eine Entzündung des Darms führt gewöhnlich zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchauftreibung, Krämpfen und Magenschmerzen. Besonderheiten der Darmdiät

Je nach Ursache der Darmentzündung kann der Arzt empfehlen, das Ernährungsregime anzupassen, indem er neben den vorgeschriebenen Medikamenten eine spezielle Darmdiät verordnet.

Darmdiät bei schwerer Entzündung

Bei einer schweren Darmentzündung, bei der sich Verstopfung und Durchfall abwechselnd einander ersetzen können, sollte in den ersten Tagen nur flüssige Nahrung und Getränke verabreicht werden, bis eine Verbesserung der Symptome eintritt.

Tritt nach Flüssigkeitsaufnahme Erbrechen auf, so muss man den Absorptionsprozess des Liquids unterlassen und dem Darm innerhalb von einer bis zwei Stunden die Möglichkeit geben, sich zu beruhigen. Eine vorübergehende Nahrungskarenz ermöglicht es bei Beachtung der Darmdiät dem Organismus, sich zu erholen; zudem wird das Verkürzen der Magenwände verhindert, welches beim Eintritt des Erbrechens auftreten kann.

Darmdiät bei mäßiger Entzündung

Bei einer mäßigen Darmentzündung sollte man so viel Flüssigkeit wie möglich verabreichen; tritt jedoch Verstopfung auf und wechselt dies mit Durchfall sowie Erbrechen die Entwässerung des Organismus, so sind zum Verzehr Hühnerbrühe, Wasser, Fruchtsäfte, Grastees und Sodawasser erlaubt. Apfel-, Kirsch- und Birnensäfte müssen ausgeschlossen werden, da der darin enthaltene Zucker den Durchfall verstärken kann. In der Ernährung bei Beachtung der Darmdiät sollten weiche und natürliche Lebensmittel wie Weißbrot, weißer Reis, Apfelpüree, Gelatine und Bananen vorwiegen.

Darmdiät bei mäßiger Entzündung

Bei leichter Darmkanal-Entzündung fehlen die Symptome oft vollständig oder sind nur minimal ausgeprägt. Das Tagesmenü dieser Diät ähnelt dem der Diät bei mäßiger Entzündung und umfasst Obst, Zwieback, Gemüse, Fisch, Salzkartoffeln sowie Hühnergrütze. Aus der Ration sind Lebensmittel auszuschließen, die viel Gewürze, Fett oder Zucker enthalten, ebenso stark verarbeitete Produkte, ganze Milchprodukte (mit Ausnahme von Joghurt), Alkohol und Koffein, bis sich der Zustand des Organismus verbessert hat.

Hausgemachter Joghurt ist eine hervorragende Nahrung bei jeder Form einer Darmkanal-Entzündung. Er fördert nicht nur die Heilung von Gewebeschäden, sondern kann auch Infektionen bekämpfen und den regelmäßigen Stuhl wiederherstellen. Der Joghurt enthält lebende Kulturen, die das Verdauungssystem unterstützen.

Darmdiät

Tritt bei mehreren aufeinanderfolgenden Tagen eine Verstopfung ein, so schließt dies einen akuten Durchfall nicht aus; der Magen muss in diesem Fall mit Hilfe einer speziellen Diät gereinigt werden.

Die angewendete Nahrung sollte den Gastrointestinaltrakt beruhigen. Zum Menü dieser Diät gehören folgende Lebensmittel:

  • Bananen – sie werden vom Magen leicht vertragen, stellen eine unersetzliche Quelle von Kalium dar und helfen, das Elektrolytgleichgewicht im Organismus zu normalisieren; zudem sind sie reich an löslichem Ballaststoff (Pektin), der die Flüssigkeit im Darmkanal bindet. Auch enthalten Bananen Inulin – eine Substanz, die das Wachstum nützlicher Mikroorganismen (Probiotika) im Darm fördert; Die Darmdiät bei Durchfall erlaubt den Konsum von Kräutertee
  • Weißer Reis und Gemüsepürees werden aufgrund ihres geringen Ballaststoffgehalts gut vertragen und wirken abführend auf den Stuhl nicht.
  • Apfelpüree ist, wie auch Bananen, eine gute Quelle von Pektin. Dennoch macht der hohe Ballaststoffgehalt in frischen Äpfeln sie zu einer zu groben Nahrung für einen gereizten Darmkanal; deshalb muss das Püree aus gekochten Äpfeln hergestellt werden.
  • Hausgemachter Joghurt: In der Regel ist es bei einer Darmdiät während akuter Durchfallattacken empfehlenswert, Milchprodukte auszuschließen. Der Joghurt stellt jedoch eine Ausnahme dieser Regel dar, da er lebende florierte Kulturen – acidophile Laktobazillen und Bifidobakterien bifidum – enthält. Diese florierten Kulturen sind Probiotika, die helfen, das Bakteriengleichgewicht im Gastrointestinaltrakt wiederherzustellen.
  • Hühnerbrust (zubereitet für eine Person): Sie wird vom Organismus leicht aufgenommen und stellt eine Quelle von Eiweiß sowie Nährstoffen dar, die für das normale Funktionieren des Körpers notwendig sind.
  • Getrocknete Heidelbeeren: Diese gehen dank ihrer Gerbstoffe in das Menü der Darmdiät ein, da sie die Schleimsekretion hemmen. Zudem enthalten sie Anthocyanoside, die antibakterielle Eigenschaften besitzen und eine gute Quelle für Antioxidantien darstellen.

Auch bei der Beachtung einer Darmdiät im Fall von Durchfall ist der Konsum von Grastee erlaubt; dieser wirkt als Beruhigungsmittel auf den Organismus bei Diarrhöe.

  • Minztee: Er bewirkt eine beruhigende Wirkung auf den Gastrointestinaltrakt, entspannt und schwächt die Muskulatur entlang des Darms (nach SCHKT) und reduziert dadurch Krämpfe.
  • Kamillentee: Dieses Mittel wirkt effektiv zur Senkung von Entzündungen im Darmkanal sowie zur Beruhigung der Darmkrämpfe.
Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Neben dem Menschen erkrankt unter den Tieren nur noch eine Art auf der Erde an einer Prostatitis – der Hund. Ja, unsere treuen Gefährten.


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