Dysmenorrhoe ist eine pathologische Erkrankung, die sich durch starke Schmerzen während der Menstruation auszeichnet und im übrigen Zyklus fehlt. Man unterscheidet zwei Formen: die primäre und die sekundäre Dysmenorrhoe. Die primäre Dysmenorrhoe liegt vor, wenn keine spezifischen Ursachen für die krankhafte Menstruation identifiziert werden können. Sie entwickelt sich bei 45–60 % der Frauen im gebärfähigen Alter. Der erste Ausbruch kann bereits im ersten ovulatorischen Zyklus erfolgen und beeinträchtigt die Lebensaktivität sowie die Arbeitsfähigkeit der Frau erheblich. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen mit asthenischem Körperbau auf, die zur Bewusstlosigkeit neigen. Auch Patientinnen mit vegetativ-vaskulärer Dystonie und einem asteno-neurotischen Syndrom sind betroffen.
Die primäre Dysmenorrhöe ist eine funktionelle Störung des Menstruationszyklus, die nicht auf pathologischen Prozessen in den Organen des kleinen Beckens beruht. Sie entwickelt sich im Jugendalter und kann sowohl während des ersten Menstruationszyklus als auch später 1–3 Jahre nach Beginn der Menstruation auftreten. In der Regel sind die Schmerzen bei dieser Form tolerierbar; mit zunehmendem Alter können sie jedoch an Intensität gewinnen. Je nach Charakter und Ausprägung der Schmerzen werden zwei Formen unterschieden: die kompensierte und die dekompensierte Dysmenorrhöe.
Die kompensierte Dysmenorrhöe ist durch eine unveränderliche Intensität der schmerzhaften Empfindungen im Zeitverlauf gekennzeichnet, während bei der dekompensierten Form die Schmerzen im Laufe der Zeit zunehmen. In der Regel können Patientinnen mit dieser zweiten Form ohne qualifizierte ärztliche Betreuung nicht zurechtkommen.
Der Schmerz kann bei der primären Dysmenorrhöe bereits ein bis zwei Tage vor dem erwarteten Beginn der Menstruation auftreten und während der ersten Tage des Zyklus bestehen bleiben. Meistens weisen die Schmerzen einen krampfartigen, klammernden oder ziehenden Charakter auf. In seltenen Fällen werden schmerzartige Empfindungen beobachtet, die sich durch Aufblähung auszeichnen und in den Mastdarm sowie das Gebiet der Harnblase und der Eileiter ausstrahlen.
Die sekundäre Dysmenorrhö ist eine pathologische Störung, die auf Funktionsstörungen der Organe des kleinen Beckens, entzündlichen Prozessen oder gynäkologischen Erkrankungen beruht. Sie wird bei Patientinnen nach dem 30. Lebensjahr in der Regel diagnostiziert. Die sekundäre Dysmenorrhö tritt in 27–33 % aller diagnostizierten Fälle auf und weist einen komplexeren Charakter auf. Bei dieser Form nimmt die Dauer des Arbeitsunvermögens der Patientin deutlich zu. Die schmerzhaften Empfindungen beginnen etwa einen Tag vor dem erwarteten Menstruationsbeginn. Dieser Typus der Dysmenorrhöe ist durch eine reichliche menstruelle Blutung mit großen Gerinnseln sowie starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule gekennzeichnet.
Bei der primären Dysmenorrhöe können Auslöser physiologischer sowie psychologischer Natur vorliegen. Als krankhafte Empfindungen wirken Prostaglandine (insbesondere PGE2 und PGE2-alpha), indem sie die Kontraktion der glatten Muskulatur fördern und den Schmerz verstärken. Bei dieser Form können zudem hormonelle Störungen als Ursache in Betracht kommen.
Ein psychologischer Faktor, der die Entstehung und Verstärkung von Schmerzen bei der Dysmenorrhöe während der Menstruation begünstigt, ist die Angst der Patientin vor dem Schmerz. Diese Erwartungshaltung verschärft die Schmerzwahrnehmung.
Zu den Ursachen einer sekundären Dysmenorrhöe zählen unter anderem eine Erweiterung der Beckenvenen.
Jede Form der Dysmenorrhoe wird durch ein spezifisches Symptomkomplex charakterisiert, der als Grundlage für die Diagnose dient. Bei der primären Dysmenorrhoe äußern sich die Symptome wie folgt:
Die Symptome der Dysmenorrhöe sind durch eine Erhöhung des Adrenalin-, Dopamin- und Noradrenalinspiegels bedingt; dies bestimmt den adrenergen Typ der Dysmenorrhöe.
Auch können bei der Dysmenorrhöe Symptome durch eine Erhöhung des Serotoninspiegels bedingt sein, was folgende Folgen hat:
Die genannten Symptome bestimmen den parasympathischen Typ der Dysmenorrhöe.
Bei rezidivierender Dysmenorrhöe können die Symptome durch die Symptomatik der Grunderkrankung, die Ursache des krankhaften Menstruationsleidens ist, ergänzt werden.
In manchen Fällen kann bei der Dysmenorrhöe ein Symptom eines krankhaften Geschlechtsverkehrs vorliegen.
Zu den Hauptmethoden der Diagnostik einer Dysmenorrhöe gehören das klinische Bild und die Beschwerden der Patientin über charakteristische schmerzhafte Empfindungen. Zur Ausschlussdiagnostik möglicher Ursachen für die Entstehung der Dysmenorrhöe werden eine Ultraschalluntersuchung (USG) der Beckenorgane, ein gynäkologischer Tastbefund sowie eine Analyse des Hormonstatus durchgeführt. Zudem kommen eine Hysteroskopie zur Besichtigung der Gebärmutterwände unter stationären Bedingungen und eine Laparoskopie zur Inspektion der Bauchhöhle mit Hilfe spezieller Instrumente zum Einsatz.
Die Behandlung der Dysmenorrhöe kann konservativ (mittels medikamentöser Präparate) oder radikal (mittels chirurgischer Methoden) erfolgen. Bei der Anwendung konservativer Verfahren steht das Ziel im Vordergrund, die Schmerzen zu lindern und ihre Ursachen zu beseitigen; in bestimmten Fällen erfolgt eine rein symptomatische Therapie.
Man unterscheidet drei Typen der Pharmakotherapie bei Dysmenorrhöe:
Chirurgische Verfahren kommen ausschließlich bei schwerer Endometriose, entzündlichen Prozessen der Geschlechtsorgane sowie Defekten des Organbaus (z. B. einem engen Gebärmutterhalskanal) zum Einsatz.
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