Phytinsäure

Phytinsäure kristallisiert als weißes, geruchloses und geschmackloses Pulver. Sie entsteht unter Laborbedingungen sowie in der Produktion durch Einwirkung auf pflanzliche Bereiche, die Phytin enthalten. Phytinsäure-Molekül

Anwendung von Phytinsäure

Phytinsäure wird in industriellen Maßstäben als Nahrungsergänzungsmittel natürlichen Ursprungs verwendet; sie trägt die Bezeichnung E391.

In der Medizin dient Phytinsäure als Zwischenprodukt bei der Synthese bestimmter Medikamente, die zur Behandlung neurologischer und Lebererkrankungen eingesetzt werden.

Das Peeling mit Phytinsäure ist eine weit verbreitete Hautreinigungsverfahren, das auf der Ausnutzung von Phytin basiert. Die Säure wird hierfür aus Weizenkeimlingen gewonnen. Sie wirkt weichmachend und entfernt gleichzeitig tiefenwirksam; zudem hilft sie bei der Bekämpfung von übermäßiger Pigmentierung sowie entzündlichen Veränderungen. Im Kampf gegen Pigmentflecken ist das Peeling mit Phytinsäure sehr effektiv. Die Vorteile dieses Verfahrens im Vergleich zu anderen liegen in der Abwesenheit von Nebenwirkungen wie Hautreizung, Rötungen oder erhöhter Empfindlichkeit. Da Phytinsäure keine Schäden an den tieferen Schichten der Oberhaut verursacht, gilt sie als sicher für die Haut.

Bis vor kurzem wurde Phytinsäure in der Weinbereitung und bei der Herstellung anderer alkoholischer Getränke intensiv genutzt. Der Effekt beruhte auf ihrer Fähigkeit, Eisenionen zu binden; dadurch wurden Lebensmittel gereinigt und der Wein aufgehellt. Nach dem Erscheinen von Studien, die den Schaden durch Phytinsäure belegten, wurde ihre Nutzung eingestellt. Solange eindeutige Beweise für diesen Schaden vorliegen, empfehlen sanitär-epidemiologische Dienste nicht, sie als Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.

Der Phytinsäuregehalt in Lebensmitteln

Phytin ist in grünen Pflanzen sowie in Bohnen- und Ölpflanzen enthalten; besonders hohe Konzentrationen finden sich in den Samen und Wurzelstöcken dieser Kulturpflanzen. In Stielen und Wurzeln sind nur geringe Mengen nachweisbar, während in den Blättern lediglich Spuren vorliegen.

In Pflanzen bindet Phytin einen großen Anteil des Gesamtphosphors; bis zu 60–80 % sind dabei im Phytinkomplex enthalten. Bei einkeimblättrigen Pflanzen (Gräsern) ist die Verteilung ungleichmäßig und beschränkt sich auf die Aleuronschicht der Körner, während bei zweikeimblättrigen Pflanzen (Bohnen-, Ölpflanzen) das Phytin im gesamten Korn gleichmäßig verteilt ist. Phytinsäure ist in Getreidekörnern enthalten

Die schädliche Wirkung von Phytin

Wissenschaftliche Untersuchungen haben die Angaben zum Schaden von Phytinsäure entweder bestätigt oder widerlegt; dennoch ist sie für den Organismus nicht völlig harmlos, da sie durch Komplexbildung mit Phosphor, Magnesium und Kalzium im Verdauungstrakt die Aufnahme nützlicher Spurenelemente erheblich vermindert und sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Aus diesem Grund ist es für Kinder mit einem Defizit bestimmter Mikroelemente (beispielsweise bei Anämie durch Eisenmangel oder Rachitis durch Kalzium- und Phosphormangel) nicht empfehlenswert, Lebensmittel mit hohem Phytinanteil zu verzehren.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Ein Lächeln zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken sowie das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle verringern.


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