Follikulin

Follikulin gehört zur Gruppe der Hormone und ihrer Analoga und stellt das physiologische Hormon der Eierstöcke (das Follikelstimulierendes Hormon) dar. Follikulin-Verpackung und ihrer Analoga und stellt das physische Hormon der Eierstöcke (das Follikelhormon) dar.

Pharmakologische Wirkung

Follikulin wirkt auf den Organismus ähnlich wie Östrogen, das von den Eierstöcken und der Nebennierenrinde produziert wird. Diese weiblichen Sexualhormone sind für die Entwicklung der Geschlechtsorgane sowie sekundärer Geschlechtsmerkmale bei Frauen verantwortlich. Sie fördern das Wachstum (Proliferation) der funktionellen Schicht des Endometriums. Zusammen mit Progesteron (dem Gelbkörperhormon) nehmen sie aktiv an der Regulation des Menstruationszyklus teil.

Anwendungsempfehlungen

Gemäß den Anweisungen wird Follikulin zur Behandlung der Eierstockinsuffizienz eingesetzt. Klinische Erfahrungen belegen zudem seine Wirksamkeit bei bestimmten Hauterkrankungen, wie beispielsweise Hypertrichose (geschlechts- und altersfremde verstärkte Haarwucherung) sowie Akne.

Anwendungshinweise

Bei primärer Amenorrhö (Fehlen von Menstruationen) in Kombination mit Unterentwicklung der Geschlechtsorgane und/oder sekundären Geschlechtsmerkmalen wird das Präparat als intramuskuläre Injektion täglich oder alle zwei Tage mit 10.000–20.000 IE über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten verabreicht. Nach deutlicher Zunahme der Endometriumdicke wird Progesteron über 5–6 Tage zusätzlich in Form intramuskulärer Injektionen zu 5 mg täglich gegeben; bei Bedarf können die hormonellen Therapiekurse fortgesetzt werden.

Basierend auf klinischen Erfahrungen ist Follikulin auch bei rezidivierender Amenorrhö (Unterbrechung der normalen Menstruation für mehr als sechs Monate ohne Schwangerschaft) wirksam. In diesem Fall wird das Präparat intramuskulär täglich mit 10.000 IE über 15 Tage verabreicht, woraufhin Progesteron oder Pregnanol über 6–8 Tage gegeben werden; bei fehlendem Effekt der durchgeführten hormonellen Therapie wird die Kur wiederholt.

Bei Unfruchtbarkeit, Hypogonadismus und Oligomenorrhoe, deren Entwicklung auf einer Hypoplasie der Uteruswand sowie einer Hypofunktion der Eierstöcke beruht, wird Follikulin sofort nach dem Abschluss der nächsten Menstruation für 15 Tage intramuskulär in einer Tagesdosis von 5.000–10.000 IE verabreicht. Ab dem 16. Tag erfolgt bei Bedarf die Gabe von Progesteron über 7 bis 8 Tage. Die Therapien können bei Bedarf mehrfach wiederholt werden.

Nach den Packungsbeilagen kann Follikulin zur Behandlung pathologischer Erscheinungsformen des Klimakteriums eingesetzt werden, die nicht nur mit dem physiologischen Altern der Frau verbunden sind, sondern auch durch chirurgische Oophorektomie ausgelöst wurden. In diesem Fall wird Follikulin intramuskulär ab dem ersten Tag in einer Dosis von 5.000–10.000 IE verabreicht. Üblicherweise werden für die Kur 10 bis 15 Injektionen verordnet. Wenn die Symptome des pathologischen Klimakteriums erneut auftreten, kann die Behandlung wiederholt werden. Dabei ist es notwendig, die Minimaldosis des Arzneimittels anzuwenden, die eine positive Wirkung der durchgeführten Therapie sicherstellt, und das Alter der Patientin sowie die Phase der klimakterischen Periode und den Grad der Ausprägung neurogener und kardiovaskulärer Störungen zu berücksichtigen.

Nach klinischen Studien trägt Follikulin zur Öffnung des Gebärmutterhalses bei einer übertragenen Schwangerschaft bei. Das Präparat wird intramuskulär in einer Dosis von 40.000–50.000 IE für einige Stunden bis zum Beginn der oozytostimulierenden Therapie verabreicht.

Nebenwirkungen von Follikulin

Die Langzeitgabe dieses Arzneimittels kann zu einer Störung des Hormonhaushalts führen, was sich in verstärkten oder unregelmäßigen Blutungen äußert. Follikulin-Ampullen dieses medikamentösen Mittels kann zur Entwicklung matotschnogo die Blutungen bringen.

Kontraindikationen

Laut Packungsbeilage sind folgende Kontraindikationen für Follikulin zu beachten:

  • Bösartige Tumorerkrankungen bei Frauen unter 60 Jahren
  • Mastopathie
  • Endometritis
  • Erhöhtes Risiko für Blutungen
  • Hyperöstrogene Phase des Klimakteriums (Periode mit erhöhter Ausscheidung weiblicher Sexualhormone)

Darreichungsform von Follikulin

Follikulin wird als fetthaltige Lösung in 1-ml-Ampullen (5.000 IE) oder als 1-ml-Injektionslösung mit einem Wirkstoffgehalt von 10.000 IE (in Packungen à 3 Ampullen) abgegeben.

Synonyme für Follikulin: Phermon, Oestrogen

Synonyme für Follikulin: Telekinin, Telestrin, Proginon, Estroginon, Estroglandol, Menformon, Ketogidroksiestrin, Ketodestrin, Ginestril, Glandubolin, Femidin, Folestrin, Estrusol, Estrugenon, Kristallowar, Estron.

Lagerungsbedingungen: Das Präparat ist lichtempfindlich und muss daher in der Originalverpackung an einem kühlen, dunklen Ort bei einer Temperatur von maximal 25 °C gelagert werden. Die Ampullen sollten vor dem Gebrauch auf Zimmertemperatur gebracht werden.

Lagerungsbedingungen: Follikulin ist gemäß Liste B zu lagern. Das Präparat muss an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Ob Zu beachten:

Viele Medikamente wurden ursprünglich als Arzneimittel eingeführt. Heroin wurde beispielsweise zunächst als Hustenmittel für Kinder vermarktet, und Kokain wurde von Ärzten als Anästhetikum sowie zur Wachheitssteigerung empfohlen.


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