Garazon

Augen-/Ohrentropfen Garazon Garazon – ein Kombinationspräparat mit entzündungshemmender und antibakterieller Wirkung für die lokale Anwendung in der Hals-Nasen-Ohren-Praxis sowie in der Augenheilkunde.

Darreichungsform und Inhaltsstoffe

Garazon wird als Augentropfen und Ohrentropfen (in 5-ml-Polyethylenglas-Tropfflaschen; 1 Flasche pro Pappkarton) geliefert.

1 ml enthält die Wirkstoffe:

  • Betamethason (als Natrium-Betamethasulfonat): 1 mg
  • Gentamicin (als Gentaminsulfat): 3 mg

Hilfsstoffe: gereinigtes Wasser, Dinatriumhydrogenphosphat, Disodiumedetat, Natriumchlorid, Natriumcitrat sowie Natriumborat und Benzalkoniumchlorid (als Konservierungsmittel).

Anwendungshinweise

  • Die Keratokonjunktivitis ist eine infektiöse Form der Bindehautentzündung.
  • Staphylokokken-Blepharokonjunktivitis
  • Kornealulzeration (Keratitis)
  • Bindehautentzündung mit Lidrandbeteiligung (Blepharitis)
  • Tränenzystitis (Dakryozystitis)
  • Verletzungen des vorderen Augenabschnitts infolge chemischer und thermischer Verbrennungen, Strahlenschäden sowie Fremdkörperverletzungen, einschließlich der postoperativen Phase
  • Episkleritis
  • Meibomitis
  • Ekzem des äußeren Gehörgangs

Außenohrentzündung (akute und chronische Form)

  • Virusinfektionen des Augapfels und der Hornhaut (z. B. bei Herpes Zoster)
  • Keratitis simplex (dendritische Form)
  • Pilz- oder Mykobakterieninfektionen des Ohres oder Auges
  • Zustände, die von einer Skleritis und Keratitis begleitet werden (z. B. nach Fremdkörperentfernung aus dem Auge)
  • Trachom
  • Perforation oder Defekt des Trommelfells
  • Alter bis zum sechsten Lebensjahr
  • Schwangerschaft (außer bei einem Nutzen für die Mutter, der das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt) und Stillzeit (wegen fehlender Daten)
  • Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparats

Das Tragen weicher Kontaktlinsen während der Behandlung wird nicht empfohlen, da das Präparat Benzalkoniumchlorid enthält

Die Tropfen müssen bei Patientinnen mit offenwinkelglaukom, hochgradiger Myopie, familiärer Diabetes und Herpes-simplex-assoziierten Infektionen vorsichtig angewendet werden.

Anwendungsweg und Dosierung

Bei der Behandlung von Augenerkrankungen bestimmt der Arzt die Dosierung individuell. In der Regel werden 3–4 Mal täglich jeweils 1–2 Tropfen in den Bindehautsack des betroffenen Auges verabreicht. Im akuten Stadium kann die Applikationsfrequenz auf bis zu 2 Tropfen alle 1–2 Stunden erhöht werden. Nach Besserung wird die Häufigkeit der Anwendung verringert. Die Gesamtdauer der lokalen Therapie richtet sich nach dem Charakter und Schweregrad der Erkrankung. Fehlt innerhalb von 14 Tagen eine therapeutische Wirkung, ist eine weitere Anwendung von Garazon nicht indiziert.

Bei der Behandlung von Ohrenkrankheiten muss der äußere Gehörgang vor der Anwendung des Präparates gereinigt werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 3–4 Tropfen; die Applikationshäufigkeit liegt bei 2–4 Mal täglich. Die Patientin sollte sich auf die Seite legen, wobei das behandelte Ohr nach oben gerichtet ist. Nach dem Einträufeln der Lösung muss für einige Minuten in dieser Position verbleiben, um eine ausreichende Durchtränkung des Gehörgangs zu gewährleisten.

Bei Rückgang der Entzündungszeichen sollte die Dosierung schrittweise reduziert werden. Die Therapie wird nach vollständiger Symptomfreiheit abgebrochen.

Falls erforderlich, kann ein mit der Lösung getränkter Wattebausch in den äußeren Gehörgang eingelegt und anschließend alle 4 Stunden erneut befeuchtet werden; das Wattestäbchen wird danach für 24 Stunden gewechselt.

Bei langdauernden Ohrenkrankheiten sollte die Applikationsfrequenz schrittweise verringert werden, sobald die Therapie unterbrochen wird.

Nebenwirkungen

Nach dem Einträufeln von Garazon können kurzzeitig ein Brennen, Trockenheit oder Jucken an der Applikationsstelle auftreten.

Zu den Nebenwirkungen, die mit der Wirkung der Garason-Tropfen auf die Augen verbunden sind:

  • Glukokortikoide: Mydriase, Glaukom, Erhöhung des Augeninnendrucks, Entwicklung eines hinteren Subkapsellinsenstares, Infektion des Sehnervs, Perforation der Hornhaut und Sklera, Verengung des Sehfeldes, Absenkung der Sehschärfe, akute vordere Entzündung der Augenhaut, Durchbruch von Luftblasen nach chirurgischer Behandlung einer Katarakt, verzögerte Wundheilung, Entwicklung einer Sekundärinfektion der Augen (z. B. Herpes Zoster), Ptose und Störung der Akkommodation.
  • Antibiotische Präparate und allergische Reaktionen.

Bei der Anwendung von Gentamicinz sulfat traten vorübergehende Augenreizungen auf.

Besondere Hinweise.

Das Präparat ist ausschließlich für die lokale Anwendung bestimmt; eine subkonjunktivale Injektion sowie die Anwendung in der Vorderaugenkammer sind verboten.

Die fehlende schnelle Heilung während der Behandlung dient zur Diagnosepräzisierung.

Bei persistierenden Symptomen oder Rückfällen ist eine bakteriologische Untersuchung zur Bestimmung der Erregerempfindlichkeit erforderlich.

Zur Überwachung des Augeninnendrucks ist die Tonometrie während der Therapie befristet für 10 Tage notwendig; idealerweise sollte sie unter Verwendung einer Spaltlampe erfolgen. Patientinnen mit familiärer Glaukom-Anamnese, hochgradiger Myopie oder Diabetes mellitus gehören zur Risikogruppe für einen Druckanstieg durch lokale Glukokortikoide.

Es ist bekannt, dass lokale Glukokortikoide bei Erkrankungen der Sklera oder Hornhaut zu einer Bulbusperforation führen können; daher ist die Behandlung bakterieller Hornhautgeschwüre (z. B. durch Pseudomonas) nicht mit Antibiotika und Glukokortikoiden zu kombinieren, sondern zunächst ausschließlich antibakterielle Präparate einzusetzen. Erst bei positiver Reaktion auf die antibakterielle Therapie kann die Zugabe eines entzündungshemmenden Mittels zur Verhinderung von Hornhautnarben und Minimierung der fibrösen Reaktion erfolgen.

Glukokortikoide können bei akuten eitrigen Augenprozessen eine bestehende Infektion verschleiern oder potenziell verstärken.

Bei der Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen müssen Glukokortikoide mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden.

Eine langwierige lokale Anwendung von Glukokortikoiden oder Antibiotika kann zur Resistenzbildung bei Mikroorganismen führen, einschließlich Pilzen.

Zwischen verschiedenen Glukokortikoiden und Aminoglykosiden wurden allergische Kreuzreaktionen beobachtet.

Um Kreuzkontamination und Verschmutzung zu vermeiden, darf derselbe Flakon nicht für die gleichzeitige Therapie einer Ohren- und Augenerkrankung verwendet werden; bei gemeinsamer Anwendung mehrerer Personen ist eine Infektionsübertragung möglich.

Bei Langzeittherapie muss Garazon schrittweise abgesetzt werden.

Arzneimittelwechselwirkungen

Es liegen keine Informationen über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vor.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Lagern Sie das Arzneimittel an einem für Kinder unzugänglichen und unerreichten Ort bei einer Temperatur von bis zu 25 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 3 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Nicht jeder Mensch besitzt lediglich einen einzigartigen Fingerabdruck; auch die Zungenoberfläche weist individuelle Merkmale auf.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt