Gonorrhoe

Allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Schwere Augeninfektionen bei Gonorrhoe-Komplikationen

Die Gonorrhoe ist eine Infektionskrankheit, die durch Gonokokken verursacht wird. Die Krankheit befällt das Urogenitalsystem und wird vorzugsweise bei sexuellen Kontakten übertragen. Jedes Jahr treten gonorrhoische Symptome bei 62 Millionen Menschen auf. In Deutschland werden jährlich mehr als 170.000 neue infizierte Patientinnen registriert. Bei 50–70 % der Fälle ist die Gonorrhoe bei Männern und Frauen mit anderen Erkrankungen kombiniert, insbesondere mit Trichomoniasis und Chlamydiose.

Wie gelangt die Infektion in den Organismus?

In der überwiegenden Mehrheit der Fälle erfolgt die Gonorrhö-Ansteckung während des sexuellen Kontakts. Dabei können die Merkmale der Gonorrhoe nach gewöhnlichem vaginalen, aber auch nach analem oder oralem Geschlechtsverkehr auftreten. In zwei weiteren Fällen entwickeln sich bei Menschen gonokokkale Infektionen des Mastdarms und der Mundhöhle. Auch eine Ansteckung durch vertikalen Übertragung unmittelbar bei der Geburt ist möglich, wenn das Kind beim Durchgang durch den Geburtskanal einer kranken Mutter infiziert wird.

In seltenen Fällen kann es bei Frauen zu einer Gonorrhö-Infektion kommen, wenn sie Gegenstände der persönlichen Hygiene eines infizierten Menschen nutzen. Eine Haushaltsübertragung ist jedoch eine Ausnahme und nicht die Regel. Dies liegt an zwei Gründen:

  • Der Infektionserreger überlebt außerhalb des Körpers des Trägers nur kurze Zeit.
  • Damit sich eine Gonorrhö entwickeln kann, muss eine bestimmte Anzahl von Erregern in den Organismus gelangen; bei einer Haushaltsübertragung ist dies jedoch unmöglich. Daher besteht keine Gefahr einer Ansteckung durch öffentliche Toiletten, Saunen oder Schwimmbäder; die Beachtung elementarer Vorsichtsmaßnahmen hebt dies ohnehin auf.

Die Gonorrhö – Symptome der Erkrankung

Vor allem befällt die Gonorrhö das Urogenitalsystem; bei schweren Verläufen kann sie jedoch auch andere Organe wie Mundhöhle, Auge oder Gelenke beinvolgen. Die ersten Symptome zeigen sich in der Regel 1 bis 2 Wochen nach der Infektion und unterscheiden sich je nach Geschlecht.

Bei Frauen manifestiert sich die Gonorrhöe durch:

  • eitriger Scheidenfluss
  • Fieber
  • Unterleibsschmerzen
  • Menstruationsstörungen
  • vermehrte Blutung während der Menstruation
  • Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr)
  • Harnbeschwerden mit häufigem Drang
  • Dysurie (schmerzhaftes Wasserlassen)
  • Schwellungen und Reizungen der äußeren Genitalien

Bei Männern manifestiert sich die Gonorrhöe durch folgende Symptome:

  • Eiterabgang aus der Harnröhre
  • Dysurie (schmerzhaftes Wasserlassen)
  • Rötung des Glans penis
  • Schwellungen im Bereich der Harnröhrenmündung

Bei Gonorrhöe nach analem Geschlechtsverkehr sind Symptome wie Reizung, Juckreiz und Eiterabfluss aus dem After ein Hinweis auf eine Mastdarmentzündung. In diesem Fall ist eine sofortige Vorstellung beim Facharzt für venerische Krankheiten erforderlich.

Welche Komplikationen können Gonorrhöe verursachen?

Wie andere Infektionskrankheiten kann auch die Gonorrhö schwerwiegende Folgen haben. Insbesondere kann sich bei einer nicht korrekt durchgeführten Behandlung die Gonorrhö von der Scheide auf andere Organe ausbreiten und zu Unfruchtbarkeit, dem Risiko einer Eileiterschwangerschaft sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Zudem können bei Kindern schwere Infektionen der Augen, des Blutes und der Gelenke auftreten, wenn sie sich durch die Mutter angesteckt haben. Auch eine chronische Gonorrhöe bei Männern ist gefährlich, da sie zu Entzündungen der Hoden und Unfruchtbarkeit führen kann.

Diagnostik der Gonorrhöe

Bei Verdacht auf eine Gonorrhö-Befallung ist die Konsultation eines Spezialisten für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie eine gründliche Untersuchung des Gebärmutterhalses und der Harnröhre erforderlich. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Ärzte Proben aus dem Mastdarm entnehmen; diese sind notwendig zur Identifizierung von Bakterien und zur Festlegung der Therapiemethoden. Zusätzlich wird die Diagnose durch Untersuchungen von Urin- und Blutproben bestätigt. Da sich Gonorrhö oft im Hintergrund anderer sexuell übertragbarer Infektionen wie Chlamydiose oder Trichomoniasis entwickelt, werden auch für diese Erkrankungen spezifische Tests durchgeführt.

Was ist zu tun, wenn bei Ihnen Gonorrhö diagnostiziert wurde?

  • Setzen Sie auf keinen Fall auf die Selbstheilung.
  • Wenden Sie sich an einen Arzt und befolgen Sie dessen Empfehlungen.
  • Unterlassen Sie sexuellen Kontakt für einen bestimmten Zeitraum.
  • Informieren Sie alle Sexualpartner, damit diese ebenfalls untersucht werden können und die Behandlung in einem frühen Stadium beginnen kann.

Die Gonorrhöe – Behandlung der Erkrankung

Zefix ist ein unverzichtbares Medikament zur Behandlung der Gonorrhöe Alle Hauptbehandlungsschemata der Gonorrhöe basieren auf der Anwendung von Antibiotika. Der Arzt sollte die Medikamente auswählen, die gegen Neisser-Diplokokken wirken, sowie Präparate zur Behandlung von Chlamydien und anderen häufigen Infektionen. Unmittelbar wird die Gonorrhöe mit Zefixim, Ziprofloksazin oder Ofloxacin behandelt. Gegen Chlamydien eignen sich gut: Doxizyklin und Azithromycin. Die Dosierung und das Anwendungsprotokoll der Präparate sollten vom behandelnden Arzt festgelegt werden.

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