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Bergschlangenzahn

Krautiger Strauch – Giersch Bergschlangenzahn

  • Bergschlangenzahn
  • Die Blütezeit
  • Schlangenzahn-Wurzel
  • Bergschlangenzahn
  • Gras fressen
  • Halswirbel
  • Die Schlange

Der Name dieser Pflanze leitet sich von den Besonderheiten des Wurzelstocks ab. Die Wurzel des Bergbewohners ist zweimal gebogen, leicht plattgedrückt und weist Querfalten auf; sie ähnelt damit einer Schlange. In der Farbe ist die Wurzel dunkelgrau-braun, innen jedoch rosa gefärbt.

Der Bergbewohnerschlangenzahn gehört zur Familie der Gretnischen (Gretschischnyje). Auf dem Stiel befinden sich einige vorblütliche Blätter, und von einem bis zu vier Blättern sind sie oben angeordnet. Die Blüten des Bergbewohnerschlangenzahns sind rosa, klein und in großen Blütenständen auf der Spitze gesammelt. Die Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 50 und 100 Zentimetern; die Frucht ist ein glattes Nüßchen dunkelbrauner Farbe. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni, während die Früchte bereits im Juli reifen.

Der Bergbewohnerschlangenzahn wächst überall (auf Waldwiesen, in Gebüschen) und bevorzugt feuchte Standorte. Er kommt ausschließlich im Kaukasus vor, nicht jedoch auf dem Territorium Mittelasiens.

Zusammensetzung und nützliche Eigenschaften des Bergbewohnerschlangenzahns

Die wichtigsten und wertvollsten bildenden Bestandteile des Bergbewohnerschlangenzahns sind die Gerbstoffe. In der Wurzel der Pflanze machen diese Gerbstoffe (vom Typ Tannin) zwischen 15 und 25 % aus. Zudem enthält die Wurzel des Bergbewohnerschlangenzahns im Gesamtbestand folgende Substanzen:

  • Freies Polyphenol
  • Oxyanthrachinone
  • Stärke
  • Eiweiß
  • Calciumoxalat
  • Ascorbinsäure
  • Vitamin A-Vorstufe
  • Farbstoffe

Das freie Polyphenol ist in der Pflanze als Gallussäure und Katechin enthalten. Zudem macht das Stärkemehl in der Wurzel des Bergbewohners etwa 26 % aus. Ferner sind in dieser Wurzel die Säuren (freie Gallussäure und Elaidinsäure) vorhanden.

Das Gras der Pflanze enthält zudem Ascorbinsäure und Flavonoide. So finden sich wertvolle Vertreter der Flavonoid-Gruppe im Bestand des Bergbewohners:

  • Hyperosid
  • Schema
  • Awikuljarin

Der Bergbewohner-Schlangenzahn dient als mächtige Quelle von Gerbstoffen für den menschlichen Organismus; daher wird diese Pflanze, ähnlich wie das strickende Mittel bei Ponossach, auch antiphlogistisch – bei Entzündungen des Nasenrachenraums – erfolgreich eingesetzt. Die Wirkung der Wurzel des Bergbewohners-Schlangenzahns auf den menschlichen Organismus kann man mit Kalganom und Eichenrinde vergleichen.

Zu den Hauptwirkungen der aus der Wurzel des Bergbewohnerschlangenzahns hergestellten Präparate zählen:

1. Adstringierend;

2. Resorbierend (beruhigend);

3. Entzündungshemmend;

4. Strickend.

Die straffenden Eigenschaften der Pflanze werden bei oraler Aufnahme aufgrund des langsamen Verlaufs, im Verlauf des Zerspaltens der enthaltenen Substanzen sowie durch den unmittelbaren Einfluss der Verdauungssäfte des Organismus gezeigt. Zudem sind solche Präparate schadstoffarm und weisen keine Nebenwirkungen auf.

Die äußerliche Anwendung von Arzneimitteln auf Basis dieser Pflanze kann Entzündungen lindern und Blutungen stillen.

Anwendung des Bergbewohner-Schlangenzahns

Botanische Illustration des Gierschs Der Wurzelstock des Bergbewohners-Schlangenzahns ist seit langem als medizinisches Mittel bekannt. So wurde in der chinesischen Arzneibuch-Enzyklopädie bereits im 11. Jahrhundert vor Christus über die Heilwirkungen dieser Pflanze berichtet, und auch in der indisch-tibetischen medizinischen Literatur wird die Anwendung des Schlangenzahns als Arzneimittel erwähnt.

Der größte Wert liegt beim medizinischen Rohstoff aus dem Wurzelstock des Bergbewohners-Schlangenzahns. Die höchste Konzentration an wirksamen Substanzen findet sich in Pflanzen, die älter als 15 Jahre sind; daher wird das Ausgangsmaterial aus den Wurzeln des Schlangenzahns im Alter von 15 bis 30 Jahren geerntet. Nach den äußeren Merkmalen sollte ein hochwertiger Wurzelstock fest sein, eine wellige (serpiginöse) Form aufweisen, oben dunkel-graubraun und innen zwingend rosa gefärbt sein; die Länge des Schlangenzahns-Wurzelstocks soll zwischen 5 und 10 cm betragen, der Durchmesser zwischen 1 und 2 cm. Der Geschmack ist bitter und stark adstringierend, während das Aroma fehlt.

Das Ausgangsmaterial besteht aus dem Wurzelstock des Bergbewohners-Schlangenzahns. Er wird im Sommer nach dem Welken der Pflanze oder im frühen Frühling gesammelt: Der Wurzelstock zusammen mit den Wurzelsprossen wird ausgegraben, kleine Wurzeln und Stiele abgeschnitten sowie von der Erde gereinigt. Beachten Sie, dass faulende Wurzelstöcke vermieden werden müssen, da sie keinen Nutzen, sondern Schaden für die Gesundheit bringen. Anschließend wird der Rohstoff gewaschen und in frischer Luft leicht getrocknet. Danach werden die Wurzeln in Stücke zerschnitten. Die Trocknung des Bergbewohners-Schlangenzahns erfolgt entweder in speziellen Trocknern bei einer Temperatur von maximal 60 Grad oder an einem gut belüfteten, warmen Ort wie dem Dachboden. Eine zu schnelle oder andererseits ein überlängtes Trocknen führt zum Verlust der nützlichen Eigenschaften. Ungeeignet zur Nutzung sind Wurzeln mit Brüchen, abgeplatzten Stellen sowie solche, die innen eine graubraune Farbe aufweisen. Bewahren Sie den getrockneten Schlangenzahn in einem trockenen und belüfteten Raum bis zu sechs Jahren auf.

Für die Behandlung unter häuslichen Bedingungen werden aus dem Bergbewohners-Schlangenzahn Aufgüsse zubereitet; diese werden vor allem bei Darmproblemen eingesetzt. So hilft diese Arzneipflanze im Kampf gegen akute und langdauernde Erkrankungen des Darmtrakts, beispielsweise bei akuter Kolitis. In diesem Fall verwendet man einen Sud aus 1 Teil Schlangenzahn-Wurzelstock und 10 Teilen Wasser, aufgeteilt auf eine Art. Die Einnahme erfolgt bis zu fünfmal täglich.

Die Wurzel des Bergbewohners Schlangenwurzels verfügt über hervorragende festigende Eigenschaften bei folgenden Gesundheitsproblemen:

  • Magengeschwür;
  • Zwölffingerdarmgeschwür;
  • Gallensteine;
  • Dysenterie;
  • Harnsteine.
  • Lungenblutungen
  • Hämorrhoiden
  • Mastdarrisse
  • Urethritis

Zur Behandlung dieser Fälle wird ein Aufguss aus 20 Teilen der Wurzel und 200 Teilen Wasser hergestellt; nehmen Sie ihn täglich in einer Dosierung von drei Teelöffeln des Suds obligatorisch vor den Mahlzeiten ein.

Darüber hinaus nutzen die entzündungshemmenden und zusammenziehenden Eigenschaften der Pflanze bei Erkrankungen wie:

  • Entzündung des Dickdarms
  • Blutungen aus den Schleimhäuten
  • Magen-Darm-Blutungen
  • Gingivitis
  • Mundentzündung
  • Zahnfleischentzündung
  • Blutdiarrhöe (blutiger Stuhl)

Verwenden Sie das Pulver aus den Wurzeln des Bergbewohners Schlangenzahn zur Desinfektion offener frischer Wunden, Schnitte, Furunkel und Geschwüre sowie bei Ekzemen. Die Wunden können mit dem Sud oder Aufguss behandelt werden; daraus lassen sich feuchte Kühlverbände und Kompressen herstellen. Das Pulver aus den Wurzeln des Bergbewohners Schlangenzahn hilft schnell, Blutungen anzuhalten, und hemmt die Vermehrung von Mikroben. Den Sud der Pflanze kann man beispielsweise zur Spülung bei einer Kolpitis verwenden.

Spülen Sie den Mund mit dem Sud aus der Wurzel des Bergbewohners Schlangenzahn bei entzündlichen Erkrankungen.

Kontraindikationen und Nebenwirkungen des Bergbewohners Schlangenzahn.

Eine Kontraindikation für die Anwendung der Wurzel und anderer Pflanzenteile des Bergbewohners Schlangenzahn ist eine erhöhte Magensäure oder ein empfindlicher Magen. In diesem Fall führen große Mengen an Gerbstoffen, die in den Organismus aufgenommen werden, zu Schäden statt Nutzen. Zudem ist zu beachten, dass eine langdauernde Einnahme der Wurzel während der Behandlung zu Verstopfung führen kann. Daher muss mit solchem Mittel vorsichtig behandelt und dies unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Der Bergbewohner Schlangenzahn darf für die Behandlung von Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr nicht verwendet werden.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Linkshändern liegt niedriger als bei Rechtshändern.


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