Zinnchlorid

Zinnchlorid ist eine Verbindung aus Zinn und Chlor, die sich im Wasser hydrolysiert, auflöst sowie oxidiert; dabei entsteht ein geringer Niederschlag. Die Reaktion erfolgt mit Laugen und Ammoniak. Zinnchlorid ist ein weißer Pulver betritt die Reaktion mit den Laugen und dem Ammoniak.

Gewinnung von Zinnchlorid und seine Eigenschaften

Zinnchlorid ist ein weißes Pulver, das bei einer Temperatur von 240 °C schmilzt und kann als Oxidationsmittel sowie zur regenerativen Reaktion eingesetzt werden.

Diese Verbindung wurde erstmals 1597 in Deutschland vom bekannten Chemiker A. Libawij entdeckt.

Es gibt mehrere Hauptmethoden zur Gewinnung von Zinnchlorid:

  • Bei der direkten Synthese wird granulieretes Zinn in ein Prüfglas gegeben, durch das Chlor geleitet wird; hierdurch entsteht eine Reaktion zwischen Zinn und dem Gas.
  • Die Synthese mit Kohlendioxid, bei der das Zinn in das Prüfglas gegeben wird, während der Raum mit Kohlendioxid gefüllt ist und anschließend gereinigtes Chlor eingeleitet wird.
  • Das Trocknen von metallischem Zinn durch Einleiten von Chlorgas unter Luftzug in ein Prüfglas.

Zinnsalz wirkt stimulierend auf das Nervensystem und hat eine lokale antimikrobielle Wirkung.

Anwendung von Zinnsalz.

Zinnsalz findet breite Anwendung in der Lebensmittelindustrie (als Zusatzstoff E 511), bei der Herstellung keramischer und glasenerzeugnisse, zum Bleichen von Zucker, als Salzstabilisator sowie zur Behandlung von Seidenstoffen.

Zinnchlorid wird durch Chlorierung von wasserfreiem Zinn hergestellt

In der chemischen Industrie wird dieses Salz zur Herstellung von Farben, Seifen und Desinfektionsmitteln verwendet.

Der Zusatzstoff E 511 wirkt als Emulgator; er wird Lebensmitteln beigefügt, um ihnen Form zu verleihen und ihre Struktur langfristig zu stabilisieren. Zinnsalz fungiert in Lebensmitteln als Stabilisator.

Der Zusatzstoff E 511 besitzt eine schwache regenerierende Wirkung, fördert die Vermischung von Fetten und Wasser in Lebensmitteln sowie die Aufnahme von Ölen und fetthaltigen Bestandteilen durch den menschlichen Organismus. In Europa wird dieser Zusatzstoff für Fischkonserven und konserviertes Gemüse eingesetzt.

Zinnchlorid wird in der Medizin nicht zur Färbung von Textilien, zum Imprägnieren von Gewebeoberflächen oder zum Schutz von Möbeln vor Verschmutzungen eingesetzt. Die Anwendung dieses Stoffes ist im medizinischen Kontext kontraindiziert.

Kontraindikationen: Zinnchlorid ist aufgrund seiner toxischen Eigenschaften und der fehlenden therapeutischen Indikation für den menschlichen Körper streng verboten.

Die Anwendung von Zinnchlorid als Lebensmittelzusatzstoff ist in Russland und einigen GUS-Staaten verboten. Der Einsatz in der Lebensmittelindustrie kann negative Auswirkungen auf die Produkte haben; bei Aufnahme in den Nahrungsmittelbestand kann dies zu einer schweren Vergiftung führen.

Ob Wissen Sie das?

Im Laufe seines Lebens produziert ein statistisch durchschnittlicher Mensch zwei große Wasserbecken, die Nieren. Er stellt weder viel noch wenig davon her.


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