Chloräthyl

Chloräthyl – Das Präparat zur lokalen Anästhesie. Aerosol-Dose Chloretil für die lokale Anästhesie.

Die medikamentöse Form

Chloräthyl wird in Aerosolballons mit 100 oder 480 ml sowie in Ampullen zu je 30 ml (je Packung 10 Stück) verabreicht.

Chloräthyl ist ein leicht flüchtiger, farbloser und klarer Liquor mit eigenartigem Geruch, der sich nur schwer in Wasser löst.

Die wirksame Substanz des Präparats ist Ethylchlorid.

Pharmakologische Wirkung

Das Präparat dient der kurzzeitigen oberflächlichen Narkose von Hautbereichen. Bei Berührung mit der Haut beginnt es rasch zu verdampfen (Siedetemperatur 12 °C), was zu einer Ischämie des Gewebes und einem starken Abkühlungsgefühl führt, wodurch eine vorübergehende Betäubung eintritt.

Der anästhesierende Effekt von Chloretil entwickelt sich rasch, etwa 5 bis 10 Sekunden nach der Anwendung, und dauert maximal zwanzig Minuten; das Präparat ruft kein allmähliches Gewöhnen oder einen resorptiven toxischen Effekt hervor.

Der anästhesierende Effekt des Präparats unterdrückt die Wirkung auf das Zentralnervensystem (ZNS) und bedingt eine Störung der synaptischen Impulsübertragung; das Präparat ist zwar wirksam, verfügt jedoch über einen schmalen therapeutischen Index, sodass ein Überdosierungsrisiko besteht.

Das Einatmen von Dämpfen mit einer Ethylchlorid-Konzentration von 3–4 % führt innerhalb von zwei Minuten zu einer Anästhesie; das Erwachen erfolgt rasch.

Hinweise zur Anwendung von Chloräthyl

Chloräthyl wird derzeit nur selten zur Narkose eingesetzt (außer bei sehr kurzen Operationen). Es hat jedoch eine breite Anwendung für die kurzzeitige Betäubung der Hautdecken gefunden.

Anwendung als Anästhetikum in folgenden Fällen:

Dermatitis mit Juckreiz

Sportverletzungen, einschließlich Bänderschnitte und Sehnenrisse sowie Gewebeschäden

Thermische Verbrennungen, Interkostalneuralgie, Insektenstiche sowie Neuropathien

Kryotherapie: Anwendung bei entzündlichen Prozessen, Myositis, zur Entfernung von Warzen sowie bei Neuralgien

Anwendungsmethode von Chloräthyl und Dosierungsregime

Für die lokale Anästhesie der Hautdecken wird die laterale Kapillare des Chloräthylen-Gummibehälters geöffnet. Der Inhalt wird durch leichtes Erwärmen in der Handfläche auf Zimmertemperatur gebracht und anschließend 30 cm von der Haut entfernt aufgetragen. Nach dem Auftragen bildet sich ein 'Raureif' (Kältegefühl), wodurch die Gewebe unempfindlich werden. Verpackung Chloretil der Hautdecken von der lateralen Kapillare ampulki mit etilchloridom nehmen die Gummihaube ab. Damit der Liquor der Zimmertemperatur wurde, erwärmen ampulku in der Handfläche ein wenig und richten den folgenden Liquor auf die Haut in der Entfernung 30 siehe Nach ihm auf der Haut es erscheint "der Raureif", und werden die Texturen unempfindlich und dicht.

Die Applikationsfrequenz des Präparats ist individuell und hängt von der Empfindlichkeit des Patienten sowie den klinischen Befunden ab. In der Regel reicht eine einmalige Anwendung aus.

Die Anwendung von Chloräthyl sollte wöchentlich einmal erfolgen.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Chloräthyl ist als allgemeine Narkose bei den nachfolgend aufgeführten Erkrankungen kontraindiziert:

Erkrankungen des kardiovaskulären Systems

schwerer Allgemeinzustand des Patienten

Erkrankungen des Atmungssystems

Funktionsstörungen von Leber und Nieren

Für die lokale Betäubung mit Chloretil gelten folgende Kontraindikationen:

Angiopathien (Gefäßkrämpfe oder Varikose)

• Integritätsstörungen der Haut.

Beim Auftragen von Chloretil ist darauf zu achten, dass der Patient das Äthylchlorid nicht einatmet, da es durch Verdampfung die Hautoberfläche erreicht.

Nebenerscheinungen des Chloretils

Chloretil ist mit Vorsicht anzuwenden, da das Auftreten solcher unerwünschter Nebenwirkungen möglich ist, wie z. B. Schädigung der Hautintegrität durch Exsudation und Hyperämie.

Ob Das sollten Sie wissen:

Das Gewicht des menschlichen Gehirns beträgt etwa 2 % der gesamten Körpermasse; es verbraucht jedoch rund 20 % des über das Blut zugeführten Sauerstoffs. Diese Tatsache macht das menschliche Gehirn außerordentlich empfindlich gegenüber Schäden durch Sauerstoffmangel.


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