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Chronische Glomerulonephritis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome der Glomerulonephritis

Die chronische Glomerulonephritis ist eine beidseitige allergische Nierenerkrankung mit infektiösem Charakter. Im Krankheitsverlauf kommt es zur Infektion der Nephronen – also der renalen Strukturen, die den Urin abfiltern. Die chronische Glomerulonephritis kann sich sowohl als Folge des Fortschreitens einer akuten Form der Krankheit manifestieren als auch primär entwickeln. Der Mechanismus der Infektion des renalen Gewebes bis zum Ende ist nicht vollständig geklärt; jedoch erregt die Tatsache, dass ein Hauptgrund für zahlreiche Komplikationen das Fehlen einer adäquaten Behandlung ist, Bedenken.

Formen der chronischen Glomerulonephritis

Aktuell werden vier Formen der Glomerulonephritis unterschieden

  • Latent: gekennzeichnet durch die Anwesenheit von Eiweiß im Urin und kurzzeitige Erhöhungen des arteriellen Blutdrucks
  • Hypertonisch: bei dieser Form ist der arterielle Hochdruck konstant
  • Nephrotische Form: gekennzeichnet durch eine hohe Eiweißausscheidung im Urin sowie ausgeprägte Wassereinlagerungen in den Gliedmaßen. Diese Form der chronischen Glomerulonephritis tritt bei Kindern am häufigsten auf.
  • Gemischte Form: wird durch das Vorhandensein von Merkmalen zweier oder mehrerer Formen charakterisiert.

Chronische Glomerulonephritis – Symptome und Krankheitsbild

Ödeme der Gliedmaßen, Hämaturie und arterielle Hypertonie sind die Hauptsymptome der Glomerulonephritis. Das klinische Bild der chronischen Form ähnelt dem der akuten Form, weist jedoch eigene Besonderheiten auf. Der Urin zeigt eine signifikante Dichteminderung; im Sediment finden sich spezifische Granulationszylinder. Zu den charakteristischen Symptomen gehören schnelle Ermüdbarkeit, arterieller Hochdruck, Dyspnoe bei geringster körperlicher Belastung sowie Palpitationen. Bei der chronischen Glomerulonephritis bleibt der Blutdruck oft unterhalb des Normwertes, während die Ödeme deutlich ausgeprägter sind.

Durch das allmähliche Absterben des Nierengewebes kann eine renale Eklampsie entstehen, die sich durch Erbrechen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen manifestiert. Die chronische Glomerulonephritis, deren Behandlung unterbrochen oder nicht durchgeführt wird, provoziert eine Harnstoffvergiftung (Uremie). Diese Erkrankung ist mit der Ansammlung von stickstoffhaltigen Schlacken im Körper verbunden, die aufgrund einer gestörten Nierenfunktion über den Urin nicht ausgeschieden werden.

In schweren Stadien verschlechtert sich der Zustand der Patienten. Die chronische Glomerulonephritis kann zu Muskelkrämpfen, periodischen Bewusstseinsstörungen und Zungentrockenheit führen. Zudem wird ein charakteristischer Ammoniakgeruch aus dem Mund wahrgenommen, da Harnstoff durch Hautporen und die Schleimhaut der Zunge ausgeschieden wird. In einigen Fällen beeinträchtigt die Uremie das Sehvermögen und betrifft das Zentralnervensystem, was sich in Schläfrigkeit und nervösen Anfällen äußert.

Die Behandlung der chronischen Glomerulonephritis

Behandlung der Glomerulonephritis mit Kräutern

Die therapeutischen Grundsätze bei der chronischen Form entsprechen weitgehend denen der akuten Nephritis. Dem Patienten wird eine strenge Diät sowie Bettruhe verordnet; er sollte sich mindestens 10 bis 12 Stunden täglich im Ruhezustand befinden. Um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, muss Unterkühlung vermieden werden: Es ist auf wärmere Kleidung und die Beschaffung warmer, wasserdichter Schuhe zu achten. Jegliche körperlichen Belastungen sind bei chronischer Glomerulonephritis ausgeschlossen.

Die Diät basiert auf der Einschränkung der Natriumchloridzufuhr, einer angepassten Vitaminversorgung und vorübergehenden Reduktionen eiweißreicher Nahrungsmittel. Bei arterieller Hypertonie wird die Gabe von Antihypertensiva sowie Kortikosteroiden in Kombination mit Hydrothiazid und Lasix empfohlen. Während akuter Nierenkrisen ist eine Blutentnahme (nicht mehr als 500 ml) zulässig. Solche Patientinnen sollten unter ärztlicher Aufsicht stehen, um neue Attacken zu verhindern.

Bei der Harnstoffvergiftung wird dem Patienten wieder Bettruhe und eine Ernährung mit minimalem Eiweißgehalt verordnet. Es ist ratsam, kohlenhydratreiche Lebensmittel zu bevorzugen. Hinsichtlich des Trinkregimes: Solange die chronische Glomerulonephritis noch nicht zu signifikanten Nierenfunktionsstörungen geführt hat, ist es für den Patienten nützlich, zuckerhaltiges Wasser mit Zitrone sowie schwachen Tee aus der roten Wurzel oder schwarzen Johannisbeersaft zu trinken. Eine positive Wirkung auf den Behandlungsverlauf hat auch die Salzzufuhr, da bei Erbrechen des Patienten große Mengen an Natriumchlorid verloren gehen.

Da bei der Harnstoffvergiftung der Harnstoff über die Haut ausgeschieden wird, ist eine konstante Hautpflege erforderlich. Zusätzlich sollten präventive Maßnahmen gegen das Entstehen von Dekubitalulzerationen (Wundliegen) ergriffen werden.

Ob Daran ist zu erinnern:

Das menschliche Blut fließt unter hohem Druck durch die Gefäße; bei einer Beschädigung der Gefäßwand kann es bis zu 10 Meter weit spritzen.


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